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News
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Sonntag, den 05.09.2010
Endlich ...
... hat es mit einer Studentenwohnung für Tochter Nummer zwei geklappt, die stressige Suche hat ein Ende. Das hübsche kleine Apartment, das wir gestern gemeinsam mit der reizenden Vermieterin besichtigen konnten, befindet sich in unmittelbarer Uni-Nähe, besser geht es gar nicht. Jetzt kann sich die Vorfreude aufs Studium entfalten - dem nächsten meiner Sprösslinge steht eine spannende neue Zeit bevor. Mütterlicherseits ist wie immer ein bisschen Wehmut im Spiel, unwillkürlich denkt man, eben hat dieses Kind doch noch in der Babywippe gesessen :-) ... tempus fugit!
Letzteres gilt auch für Das Mädchen aus Mantua. Mittlerweile steckt die Autorin im letzten Teil des Buchs, das - so der Plan - bis Ende des Monats fertig werden soll. Die begeisterten Rückmeldungen aus der Agentur sowie meiner lieben Münchener Lektorin zum bisher verfügbaren Manuskript geben zu großer Freude Anlass, sodass sich der Rest jetzt (hoffentlich :-) wie von allein zu Ende schreibt.
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Freitag, den 20.08.2010
Schwierig, schwierig ...
... ist nicht nur die regelmäßige Blogpflege (was soll frau auch schreiben, wenn jeder Tag wie der andere ist :-), sondern anscheinend auch die Wohnungssuche in Würzburg. Nachdem Tochter Nummer zwei sich dort als frisch gebackene Jura-Studentin eingeschrieben hat, tun sich die typischen Ersti-Probleme auf: Woher eine Studentenwohnung nehmen, wenn nicht stehlen? Für alle Studentenwohnheime bestehen Wartezeiten von ein bis zwei Semestern, und die schönen WG-Zimmer sind ausgsprochene Mangelware, der tausende Interessenten gegenüberstehen, also muss eine andere Lösung her. Von den mittlerweile kontaktierten Maklern waren alle bis auf einen nur über den AB zu erreichen, doch keine der hoffnungsvoll auf Band gesprochenen Bitten um Rückruf löste eine Reaktion aus. Der eine, der zu erreichen war ("Leider bin ich gerade im Auto unterwegs, kann ich Sie gleich zurückrufen?") ließ trotz Nachfrage (auf AB gesprochen) auch nichts mehr von sich hören.
Unser Augenmerk ruht nun auf den privat angebotenen Wohnungen. Falls irgendwer das hier liest, der zufällig eine freie, nicht sanierungsbedürftige 1-2-Zimmer-Wohnung in der Würzburger Innenstadt kennt - jeder Tipp wird dankbar entgegengenommen :-)
Ergänzung: Eben kam, angenehme Überraschung, doch noch der Rückruf einer sehr netten Maklerin. Leider interessieren sich schon 20 andere Studenten für die angebotene Wohnung, aber natürlich schauen wir sie uns trotzdem an. Man weiß ja nie. Und wenn es nicht klappt, suchen wir weiter :-)
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Samstag, den 07.08.2010
Fortschritte
Mittlerweile ist Das Mädchen aus Mantua zur Hälfte im Kasten und die Arbeit am dritten Viertel schreitet voran. Erfreulich der heutige Anruf von meiner lieben Münchener Lektorin: Der bisher fertige Teil findet ihre volle Zustimmung :-) - so geht das Schreiben gleich viel beschwingter von der Hand.
Die großen Ferien neigen sich unterdessen dem Ende zu, aber wenigstens scheint der Sommer noch einmal einen Aufschwung zu erleben. Sohn Nummer eins, übers Wochenende zu Besuch, will sich dankenswerterweise heute noch um den urwüchsigen Rasen kümmern, bevor er sich wieder seiner Referendarsarbeit zuwendet und an seiner Dissertation feilt. Unterdessen hat Tochter Nummer zwei sich zum Studium in Würzburg eingeschrieben, wo bereits Tochter Nummer eins und Sohn Nummer zwei die Uni besuchen. Auch das Fach ist dasselbe - der Juristenanteil in der Familie wächst weiter :-)
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Donnerstag, den 22.07.2010
Hitzefrei
Unter diesem Motto standen die letzten Wochen, in denen der Sommer allen hierzulande noch mal zeigte, was eine Harke ist. Zeitungsberichten zufolge war dies der heißeste Juli seit über hundert Jahren. Jedenfalls bis heute - erstmalig hat es sich etwas abgekühlt, und die Sonne bleibt hinter den Wolken.
Der Witterung entsprechend war das Arbeitspensum des vergangenen Monats eher mau, und wie es der Teufel wollte, kam neben der Hitze andauernd irgendwas dazwischen. Die tägliche Schreibleistung ist somit eindeutig steigerungsfähig. Aber das wird noch, zumal für die kommende Zeit keine aushäusigen Termine anstehen.
Dank der Unterstützung von Sohn Nummer eins ist auch die Website wieder aktualisiert; die in diesem Jahr noch erscheinenden Ausgaben sind eingepflegt worden, ebenso die bereits bekannten Lesetermine.
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Sonntag, den 27.06.2010
Nase ab
Im Zuge meiner Recherchen für Das Mädchen von Mantua stoße ich gelegentlich auf äußerst skurrile Fakten. So kam mir in einem medizinisch-historischen Fachbuch ein Bericht über plastische Operationen in der guten alten Zeit unter. Damals ging man in der Strafvollstreckung bekanntlich nicht gerade zimperlich zu Werke. Manch einer, der einmal zu viel lange Finger machte, kriegte dafür gleich die ganze Hand abgehackt. Oder, eine ebenfalls sehr beliebte Strafe (außer beim Delinquenten natürlich): das Nase-Abschneiden. Mit entsprechenden Folgen. Man sah den armen Kerlen buchstäblich an der Nasenspitze an, was sie verbrochen hatten.
Unglaublich, aber wahr: Zu jener Zeit gab es bereits findige Chirurgen, die sich darauf verstanden, neue Nasenspitzen anzunähen. Aus Hautlappen von der Stirn oder vom Oberarm formten sie das fehlende Teil nach. Mit speziell konstruierten Verbänden sorgten sie dafür, dass die entnommene Haut mit dem Körperteil, dem sie entstammte, zwecks Erhaltung der Durchblutung verbunden blieb und zugleich im Gesicht nasenmäßig anwachsen konnte. Der Patient hatte nichts weiter zu tun, als z. B. mit hochgebundenem Arm vor dem Kopf ein paar Wochen dazusitzen und sich in Geduld zu üben.
Die Operation wurde relativ oft durchgeführt, es scheint also funktioniert zu haben. Wie ich las, waren manche der vormals Nasenlosen hinterher so gut wie neu. Ob sich dadurch die Rückfallquote bei Eigentumsdelikten erhöht hat, ist allerdings nicht überliefert :-)
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Freitag, den 25.06.2010
Mal wieder...
... höchste Zeit für einen Blogeintrag, meinte vorhin die beste Mutter der Welt :-)
Aber wie so oft im Sommerloch, gibt es derzeit nicht viel zu berichten. Außer vielleicht von der wunderschön aufgemachten Weltbild-Ausgabe von Die Lagune des Löwen, die gestern der Postbote bei mir ablieferte. Oder von dem zauberhaften Cover der Taschenbuchausgabe von Die Liebenden von San Marco, die bereits bei Amazon vorbestellbar ist. Auch Die Madonna von Murano hat ein hübsches neues Kleid bekommen - für die Sonderausgabe, die im Herbst erscheint und ebenfalls schon vorbestellt werden kann.
Das Mädchen aus Mantua macht unterdessen Fortschritte, wenngleich nicht so große wie ursprünglich geplant. Mütterliche Anteilnahme an Examina und anderen Prüfungen der Sprösslinge haben streckenweise viel Energie in Form von Mitfiebern und Daumendrücken gekostet, und da Inspiration etwas ist, das man nicht wie eine Lampe an- und ausknipsen kann, war das gewohnte Schreibpensum nicht immer zur Gänze einzuhalten. Aber es ist ein Ende in Sicht :-) - Tochter Nummer zwei hat ihr Abi in der Tasche, Sohn Nummer eins hat seine Dissertation in einer ersten Fassung abgeliefert, und auch Tochter Nummer eins wird nicht mehr lange auf ihre mündliche Prüfung im Ersten Juristischen Staatsexamen warten müssen.
Von einer besonderen Ablenkung bleibe ich allerdings - im Gegensatz zu vielen anderen Leuten in meinem Umfeld - so gut wie gänzlich verschont: Beim Fußball reicht es mir meist, den Punktestand anhand des Trötens der Vuvuzelas aus der Nachbarschaft zu erfahren :-)
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Mittwoch, den 02.06.2010
Juni
Hinter mir liegen spannende und schöne Tage in Österreich - unser diesjähriger DeLiA-Kongress fand in Linz statt. Das Wetter war die meiste Zeit prächtig, es gab Sonne satt, was vor allem den Freiluftaktivitäten wie unserem Schiffsausflug auf der schönen blauen Donau sowie dem ausgedehnten Stadtbummel zugutekam. Das Beste an diesen drei Tagen war aber wie jedes Jahr das Beisammensein mit so vielen lieben Freunden und Kollegen - man fühlt sich fast wie in einer großen Familie!
Mittlerweile geht es zu Hause wieder mit der Arbeit und der Planung neuer Aktivitäten weiter. Tochter Nummer zwei hat alle Prüfungen überstanden und damit ihr Abi in der Tasche, und die stolze Mutter freut sich schon auf den großen Schulball nächste Woche. Für nächsten Monat steht außerdem ein Verlagsbesuch auf dem Programm. Und zwischendurch ist auch noch so dieses und jenes zu erledigen. Alles bleibt sozusagen im Fluss. Leider auch der Regen, der seit Tagen das osthessische Klima bestimmt. Während in NRW offenbar flächendeckend die Sonne scheint, kann man hier nur mit Schirm aus dem Haus. Aber noch hat der Sommer ja nicht angefangen :-)
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Donnerstag, den 20.05.2010
Düster ...
... präsentiert sich derzeit das Wetter. Seit Tagen regnet es beinahe ununterbrochen, unfassbar, dass es in anderen Landstrichen wesentlich frühlingshafter zugeht. Eben berichtete die weltbeste Mutter, dass im Rheinland die Sonne scheint. Und gestern schrieb mir eine gute Freundin, in Niedersachen sei schon seit längerer Zeit kein Regen mehr gesichtet worden. Anscheinend leben wir hier in einer Wettersenke :-)
Sonnige Stimmung gibt es aber zum Glück auch unabhängig vom Klima: Eben erreichte mich die Nachricht aus dem Verlag, dass Der König der Komödianten den Sprung auf die Themenbestsellerliste der historischen Romane geschafft hat: Platz 7! Darüber freue ich mich sehr!
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Freitag, den 07.05.2010
Aufatmen
Eigentlich sollte ich in dieser Woche auf Kreta sein, doch kurz vor Antritt der Reise machte ein unvorhergesehener Krankenhausaufenthalt meiner Jüngsten alle Pläne zunichte. Außer der anstehenden Operation war nichts anderes mehr wichtig, keine Frage also, dass ich zu Hause blieb, um mich um mein Kind zu kümmern. Der Verlag hatte volles Verständnis für meine Situation, und zu meiner Erleichterung sorgte man sogar dafür, dass kurzfristig ein von mir sehr geschätzter Kollege für mich einspringt und das morgige Lese-Event auf Kreta gestaltet: Richard Dübell ("Die Erbin der Teufelsbibel") hat es dankenswerterweise übernommen, die TUI-Lesewoche mit einer seiner denkwürdigen und höchst unterhaltsamen Lesungen zu beschließen. Die Urlauber dürfen sich auf ein echtes Highlight freuen!
Besonders dankbar bin ich jedoch dafür, dass meine Tochter inzwischen alles gut überstanden hat. Solche Vorkommnisse zeigen einem immer, wie fragil das Leben ist - und wie überragend wichtig das Wohl der Familie.
Das Schreibpensum tendierte in dieser Zeit verständlicherweise gegen Null. Dennoch gibt es eine erfreuliche Neuigkeit, die ich meinen Lesern nicht vorenthalten will: Der eine oder andere Blogbesucher wird sich erinnern, dass ich mich in den letzten Monaten des vergangenen Jahres mit einem Romanprojekt befasst hatte, von dem ich erst bei Spruchreife Näheres berichten wollte. Jetzt ist es soweit, alles ist "in trockenen Tüchern": Mein neues Jugendbuch Die magische Gondel hat ein wunderbares Zuhause gefunden. Es wird im kommenden Frühjahrsprogramm beim Baumhaus-Verlag erscheinen! Und wie der Arbeitstitel bereits vermuten lässt, wird es in Venedig spielen :-)
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Montag, den 19.04.2010
Asche und so weiter
Die Blogeinträge werden immer seltener, was wie üblich daran liegt, dass es kaum Neues gibt. Außer Unkraut im Garten :-) Dieses sollte wirklich dringend gerupft werden, doch momentan erschwert das Heuschnupfenklima jede Arbeit an der frischen Luft. Schon beim Öffnen des Fensters sind der Autorin Niesattacken gewiss. Zwei, drei Wochen noch, dann wird es sicher wieder besser. Auch die Aschewolken über Europa sollten sich bis dahin möglichst verflüchtigt haben, sonst wird nichts aus dem vom Verlag geplanten Meet-und-Greet-Lese-Event auf Kreta. Aber bis dahin sind ja noch 2 Wochen Zeit.
Mittlerweile wurde das erste Viertel des aktuellen Romans ein weiteres Mal gründlich überarbeitet und gestrafft, sodass es jetzt endlich mit dem nächsten Teil weitergehen kann. "Eigentlich" sollte ja um diese Zeit nach meiner ursprünglichen Planung mindestens die Hälfte des Buchs fertig sein, also Asche nicht nur in den Wolken, sondern auch auf meinem Haupt, doch ich stelle fest, dass ich mit den Jahren beim Schreiben immer selbstkritischer und akribischer werde und daher etwas länger brauche, bis ich zufrieden bin. Da trifft es sich gut, dass der Abgabetermin erst im Oktober liegt :-)
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Donnerstag, den 08.04.2010
Frühling und so weiter
Kaum sind Gäste und studierende Sprösslinge wieder aus dem Haus, tun sich andere Aufgabenfelder auf. Zwei volle Tage galten dem Sortieren der Steuerunterlagen, eine leidige Angelegenheit, die man lieber früher als später aus dem Kreuz hat. Zum Glück habe ich einen liebenswürdigen und kompetenten Steuerberater, der den Löwenanteil der Arbeit für mich erledigt und dafür sorgt, dass meine schon seit Grundschulzeiten mitgeschleppte Rechenschwäche das Finanzamt nicht irritieren kann.
Das schöne Wetter lockte zwischendurch unausweichlich in den Garten, da war ein ganzer Tag im Nu verflogen. Hinterm Haus ist jetzt buchstäblich alles wieder im grünen Bereich, bis auf die unansehnlichen Stellen, an denen der Rasen über den Winter seinen Geist aufgegeben hat. Auf einem besonders schattigen Stück wächst im wahrsten Sinne des Wortes kein Gras mehr. Mal sehen, ob die ausgebrachte Nachsaat angeht; wenn nicht, wird ein robustes schattenfestes Gewächs hingepflanzt. Aber erst mal kommt in den nächsten Tagen der Vorgarten an die Reihe, da gibt es auch noch einiges zu tun.
Eine freudige Überraschung brachte heute der Paketbote in Form neuer Belegexemplare: Der König der Komödianten geht bereits in die zweite Auflage!
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Samstag, den 03.04.2010
Wenn einer eine Reise tut ...
... hat er im Normalfall was zu erzählen. Das trifft in dem Fall auch auf mich zu, denn von meiner Reise nach Venedig und Padua bin ich wieder mit vielen schönen neuen Eindrücken zurückgekehrt, die bestimmt Eingang in den aktuellen Roman finden werden. Das Wetter hat prima mitgespielt, zumindest war es im Veneto deutlich besser, als es sich hierzulande gerade zeigt. Die Markus-Basilika im strahlenden Sonnenlicht bot einen traumhaft schönen Anblick, der diesmal auch Töchtern Nummer eins und zwei zuteilwurde - beide waren zum ersten Mal in der Lagunenstadt. Die weltbeste Mutter und meine Schwester nebst Tochter waren ebenfalls mit von der Partie und haben die muntere Frauenreisetruppe vervollständigt. Die Stimmung war ebenso sonnig wie das Wetter. Eindeutiges Fazit: Wir müssen bald alle wieder hin :-)
Ein weiterer Grund zur Freude: Der König der Komödianten wurde heute bei www.histo-couch.de als "Historikus" des Monats ausgewählt!
Und noch eine aktuelle Info: Auf www.buechereule.de läuft derzeit zu dem Roman eine Leserunde.
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Mittwoch, den 17.03.2010
Leipziger Buchmesse
Die Zeit verfliegt nur so. Ist die letzte Frühjahrsbuchmesse wirklich schon wieder ein Jahr her? Man fragt sich, wo all die Monate geblieben sind. Morgen geht es jedenfalls wieder nach Leipzig, wo die Premierenlesung zu Der König der Komödianten stattfinden wird (Näheres unter News bzw. Lesungen). Hoffentlich spielt die Stimme mit. Der Husten, der mich seit letzter Woche plagt, ist immer noch nicht richtig weg. Vorsorglich werde ich eine Extrapackung Salbeibonbons einpacken und den Nachmittag über am Messestand nicht zu viel reden. Der Freitag ist dann reiner Messetag, sprich Präsenz am Stand, zusammen mit anderen Autoren, bevor es Freitag am frühen Abend wieder heimwärts geht.
Die erwachsenen Sprösslinge halten unterdessen zuhause die Stellung. Tochter Nummer eins hat zwischenzeitlich ihre anstrengenden Examensklausuren hinter sich gebracht und bleibt eine Weile, so kann sie ihre jüngere Schwester, die am Freitag ihre letzte Abi-Arbeit schreiben muss, moralisch aufrüsten. Auch Sohn Nummer zwei und Freundin verbringen noch den Rest der Woche hier, sodass für abwechslungsreiches Familienleben gesorgt ist. Auf das Wochenende im Kreise meiner Lieben freue ich mich schon!
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Montag, den 15.03.2010
Aussichten
Tochter Nummer eins schreibt gerade die fünfte von sechs Examensklausuren, und Tochter Nummer zwei die erste von drei Abi-Klausuren. Während die beiden über ihren Arbeiten sitzen, wartet die Autorin daumendrückend auf den positiven Ausgang. Aber die Zuversicht und das Wissen um gutes Gelingen sind in diesen Tagen nicht kleinzukriegen, das ist wie mit dem Frühling, der unaufhaltsam näherrückt und wundervolle Sonnentage bescheren wird.
Heute habe ich auf der Verlagswebsite gesehen, dass das neue Gewinnspiel bereits angefangen hat. Wer mitmachen will, findet auf der Startseite von luebbe.de rechts unten bei "news" die Teilnahmebedingungen. Zu gewinnen ist eine Woche Traumurlaub für zwei Personen auf Kreta, inkl. einem sog. "meet & greet" mit der Autorin. Den teilnehmenden Lesern wünsche ich viel Erfolg und freue mich, die Gewinner demnächst unter griechischer Sonne kennenzulernen!
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Donnerstag, den 11.03.2010
Schon wieder ...
... sucht eine Erkältung die Autorin heim, diesmal mehr mit Schwerpunkt Husten, während bei der letzten der Schnupfen schlimmer war. Praktischer wäre natürlich, man könnte alles auf einmal kriegen und hätte es dann hinter sich. Zumindest für den Rest der kalten Jahreszeit. Welche allerdings momentan überhaupt nicht mehr zu enden scheint. Langsam fange ich an, für die Reise nach Venedig und Padua, die zum Ende des Monats hin ansteht, die Mitnahme von Winterkleidung einzuplanen.
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Montag, den 08.03.2010
Wieder im Lande
Letzten Donnerstag fand die große Housewarming-Party des Lübbe-Verlags statt - natürlich nicht in den neuen Verlagsräumen, die hätten den Ansturm von ca. 1000 Gästen sicher nicht verkraftet. Gefeiert wurde in zwei großen Hallen, die ebenso wie der Bürotrakt zum Gebäudekomplex des auf stylische Art restaurierten Carlswerks gehören. Es war unglaublich viel los, oft reichte es in dem bunten und fröhlichen Getümmel kaum für einen raschen Händedruck.
Das restliche Wochenende stand ganz im Zeichen weiterer netter Treffen. Nach einem Besuch bei der weltbesten Mutter folgte eine Stippvisite bei meiner lieben Schwester und deren Kindern. Dabei konnte ich wie immer feststellen, dass man sich viel zu selten sieht.
Auch das lustige Teil-Klassentreffen beim Italiener wird mir bestimmt noch lange in guter Erinnerung bleiben.
Trotz des mit Macht zurückgekehrten Winters blieben die Straßen weitgehend schneefrei, sodass die vielen Autobahnkilometer relativ problemlos zurückgelegt werden konnten.
Nach meiner Rückkehr dann die Überraschung: Der König der Komödianten befindet sich bereits in der Auslieferung! Amazon hat das Buch schon auf Lager, und vorhin schrieb mir eine Leserin, sie habe ihr Exemplar heute bei Thalia erstanden.
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Dienstag, den 02.03.2010
Aktivitäten
Im Laufe des Wochenendes hat das Manuskript weitere Fortschritte gemacht. In ein paar Tagen wird es allerdings erst einmal zur Seite gelegt, denn es steht eine Kurzreise in Richtung Rheinland an. Der Lübbe-Verlag feiert die Einweihung seiner neuen Kölner Räumlichkeiten mit einer Housewarming-Party, außerdem steht ein Treffen mit ein paar lieben Schulfreundinnen an sowie ein Besuch bei der besten Mutter der Welt. Bleibt nun noch zu hoffen, dass für die Reise in die alte Heimat das Wetter mitspielt und weder Schnee noch Stürme einen Strich durch die Rechnung machen.
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Mittwoch, den 24.02.2010
Hutzelfeuer und Premierenlesung
Der hiesige alte Brauch, durch sogenannte Hutzelfeuer (hierbei werden vorzugsweise die vorher eingesammelten Christbäume den Flammen überantwortet) den Winter auszutreiben, scheint einiges bewirkt zu haben. Bis auf ein paar dürftige Reste ist der Schnee verschwunden, das Thermometer bleibt beharrlich im Plus. Entsprechend beklagenswert sieht der Garten aus - Matsch allenthalben. Doch bis man alles wieder frühlingshaft auf Vordermann bringen kann, muss zuerst das Wetter noch besser werden.
Für sonnige Laune sorgte gestern eine Postsendung: Aus dem Verlag erreichten mich Muster der wunderschönen Deko-Fahne für Der König der Komödianten, die zum Aushängen in den Buchläden gedacht ist.
Inzwischen stehen auch Termin und Ort für die Premierenlesung anlässlich der Leipziger Buchmesse fest: Am Donnerstag, den 18. März um 18 Uhr im Sächsischen Apothekenmuseum, Thomaskirchhof 12, 04109 Leipzig.
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Donnerstag, den 18.02.2010
Tauwetter
Allmählich schmelzen die Schneemassen draußen zusammen. Es sieht ziemlich scheußlich aus, lauter schmuddelige graue Berge, die hoffentlich bald endgültig verschwinden werden.
Frühlingshaft bunt kommt dafür das Cover der Sonderausgabe von Der Montagsmann daher. Heute trafen hier die Belegexemplare ein. Wieder wird es ein HC zum kleinen Preis, veröffentlicht beim Lingen Verlag. Ich bin sehr angetan von der hübschen Aufmachung und freue mich, dass das Buch auf diesem Wege zusätzliche Leser finden kann.
Schreibend geht derweil die Woche weiter, das Manuskript legt jeden Tag ein Stückchen zu. Bis zur Buchmesse, so meine Idealvorstellung, hätte ich gern das erste Viertel des Romans abgeschlossen.
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Dienstag, den 16.02.2010
Finalistenehre
Dieser Tage sind die neun Finalteilnehmer des jährlich ausgeschriebenen DeLiA-Literaturpreises bekanntgegeben worden. Zu meiner großen Freude ist mein Roman Die Liebenden von San Marco auch dabei. Eine besondere Ehre, denn im Laufe des letzten Jahres sind über 80 Titel eingereicht worden, darunter viele wirklich wundervolle Bücher.
Gegen die anhaltend trübe Winterstimmung half auch der Karton, der kürzlich hier eintraf. Darin befanden sich die Belegexemplare von zweien meiner Sibylle-Keller-Urlaubsromane, die eine weitere Neuausgabe im Lingen-Verlag erfahren haben, wie üblich in flottem buntem HC zu leserfreundlich kleinen Preisen.
Nachdem die auswärts lebenden Sprösslinge wieder an ihre Wohnorte zurückgekehrt sind, macht die Arbeit am Manuskript kontinuierliche Fortschritte. Das Mädchen aus Mantua ist nun ungefähr auf ein Achtel des geplanten Gesamtumfangs angewachsen, Kürzungen natürlich wie immer vorbehalten.
Die Erkältung, die ich mir vergangene Woche zugelegt hatte, befindet sich erfreulicherweise auf dem Rückzug, weshalb für diese Woche auf einen guten weiteren Schreib-Output zu hoffen ist.
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Sonntag, den 14.02.2010
Winter ade!
Dieser Ausspruch ist derzeit immer noch eher Wunsch als Wirklichkeit. Wieder hat es über Nacht geschneit, immer noch türmen sich draußen die weißen Gebirge, jeder Sonnenstrahl ist ein ungewöhnliches und viel zu seltenes Ereignis.
Dafür gibt es anderen Grund zur Freude: Sohn Nummer eins und Tochter Nummer eins haben sich für ein paar Tage freigenommen und sind nach Hause gekommen, um ein wenig die Seele baumeln zu lassen. Grund für die Autorin, das Manuskript so lange liegen zu lassen, zumal gerade eine heftige Erkältung das Schreiben erschwert.
Nicht nur Schriftsteller und Feuilletonisten verfolgen in diesen Tagen die Plagiatsdebatte, die den Hype um den Roman "Axolotl Roadkill" noch zusätzlich befeuert. All das löst tiefes Unbehagen aus. Die Minderjährigkeit der Autorin, der mit Wut und Häme begegnet wird. Die Frage nach den Verantwortlichkeiten. Die molochartige Medienmaschine, die sich durch die Lande walzt, bis ... Ja, wann? Nicht mehr allzu lange wahrscheinlich, denn es gibt ständig neue Bücher, und skandalträchtige sind immer wieder mal dabei. Zum Glück gibt es aber auch die anderen, ebenso erfolgreichen Romane, die den Markt erobern, ohne die Gemüter zu spalten: Etwa das neue Buch meiner lieben Freundin und Kollegin Kerstin Gier, "Saphirblau", das seit einigen Wochen vorn auf den Bestsellerlisten steht und das ich allen Lesern, nicht nur den jungen, voller Begeisterung ans Herz legen möchte!
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Dienstag, den 02.02.2010
Versunken ...
... ist die Autorin derzeit gleich in doppelter Hinsicht. Zum einen in die hochinteressante Recherche der historischen Medizin und des damit verbundenen Studiums (unglaublich, was man im fünfzehnten und sechzehnten Jahrhundert schon über Anatomie lernte und wie modern manche Universitäten damals bereits waren!), und zum anderen in gewaltige Schneemassen. Man weiß gar nicht mehr, wohin man die weiße Pracht schaufeln soll, um den Gehweg freizubekommen. Der Vorgarten ist bis an die Strauchspitzen mit dem geräumten Schnee zugeschippt. Eine Art Gebirge türmt sich dort auf, sehr surreal. Und kaum hat man eine Gasse für die Fußgänger geschoben, deckt der nächste Schneefall alles wieder zu. Eigentlich hilft nur noch durchwaten. Die Kinder haben morgen schneefrei, auch das hat es hier, solange ich mich erinneren kann, noch nicht gegeben. Der Streudienst kommt jedoch erfreulich regelmäßig, hier haben die osthessischen Gemeinden gegenüber anderen Orten deutliche Vorteile, denn als Autofahrer bleibt man auf diese Weise mobil und kann zum Einkaufen fahren, während andernorts nur Schneeketten helfen. Trotzdem bleibt man lieber zu Hause. Was sich in meinem Fall ohnehin empfiehlt, denn nach den langen Wochen der Recherche - die immer noch parallel weitergeht - hat jetzt endlich das neue Buch seinen Anfang genommen, das erste Kapitel hat den Weg auf die Festplatte gefunden. Die Figuren lernen sich gerade kennen, umkreisen einander, haben noch ihre Geheimnisse. Und ich freue mich, sie schreibend Stück für Stück aufdecken zu können.
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Donnerstag, den 14.01.2009
Auf ein Neues
Nachdem Sohn Nummer eins mich gestern auf die sträfliche Vernachlässigung dieses Journals aufmerksam gemacht hat, hier endlich mal ein Update. Vom neuen Jahr ist schon ein ganzes Stück vorbei, und Anfang der Woche hat auch die Schule wieder angefangen. Auf Start steht jetzt auch der neue Roman. Das Figurenensemble hat sich versammelt, der Plot ist entwickelt. Der Grund, warum ich nicht schon längst mit dem Schreiben begonnen habe, ist schnell ausgemacht: die faszinierende und täglich aufs Neue fesselnde Recherche. Ständig finde ich weiteres aufregendes Hintergrundwissen, der Stapel an Fachbüchern und Kopien wächst immer mehr. Dank der hilfreichen Tipps eines überaus freundlichen Medizinhistorikers konnte ich die Basis an Sachliteratur noch deutlich erweitern, und auch einige antiquarisch erworbenen Reise- und Forschungsbücher tragen zur Erkundung des zeitgeschichtlichem Hintergrundes bei.
Der neue Roman, so viel kann hier bereits verraten werden, spielt wie der König wieder Ende des 16. Jhds., aber diesmal fast ausschließlich in Padua. Das liegt zwar nicht sehr weit weg von Venedig und gehörte zur Dogenrepublik, unterschied sich aber von der Lagunenstadt vor allem in einer Hinsicht: In Padua befindet sich die damals wohl bedeutsamste Universität jener Zeit. Als Schauplatz für wesentliche Handlungsteile des Romans bietet diese altehrwürdige Örtlichkeit viele spannende und ungewöhnliche Aspekte. Handelte der König vom Theater, so geht es im neuen Buch ums Studium der Medizin. Und natürlich, wie könnte es anders sein, um die Liebe... Auch der Arbeitstitel liegt jetzt fest: Das Mädchen aus Mantua.
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Donnerstag, den 31.12.2009
Zum Jahresende
Gestern war es endlich so weit: Der Besuch des neuen Kinofilms von James Cameron stand auf dem Programm, Avatar. Seit Beginn der Spielzeit sind alle Vorstellungen voll, und das, wie gestern festzustellen war, absolut zu Recht. Ich bin mit großen Erwartungen in den Film gegangen, aber sie wurden samt und sonders weit übertroffen: Ein 3-D-Erlebnis der Megaklasse, phänomenale Effekte, ein Rausch an Farben, Bewegung und unglaublicher Animation. Der Film ist ohne Übertreibung eine Wendemarke in der Kinounterhaltung. Man sitzt da wie ein Kind und kann es kaum glauben. Einmal reingehen reicht nicht, in einer der kommenden Wochen muss ich mir dieses Spektakel mindestens noch ein zweites Mal ansehen.
Doch vorher wird noch Silvester gefeiert! Wieder ist ein Jahr zu Ende, die Zeit ist nur so dahingerast! Und wie immer ist es wunderbar herzerwärmend, das alte Jahr im Kreise seiner Lieben beschließen zu dürfen und hoffnungsfroh in das nächste zu starten. Bis auf Sohn Nummer eins, der mit Freunden in Mainz Silvester feiert, sind alle Sprösslinge zu Hause, mitsamt Freunden/Freundinnen, und mein lieber Neffe aus Dortmund wird heute Nachmittag die große Runde vervollständigen. Vorräte sind in ausreichender Menge eingekauft, Raclettekäse liegt gestapelt im Kühlschrank, der Champagner ist schon kaltgestellt.
Meinen lieben Lesern und Blogbesuchern wünsche ich, wie man hier in Hessen sagt, einen guten Beschluss.
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Donnerstag, den 24.12.2009
Frohes Fest!
Die Stimmung könnte nicht besser sein: Alle Sprösslinge sind vollzählig versammelt. Der Baum ist geschmückt, der Tisch gedeckt, die Geschenke sind verpackt - die Bescherung kann kommen.
Bevor ich mich entspannt in ein paar ruhige und gemütliche Feiertage verabschiede, möchte ich an dieser Stelle noch all meinen lieben Lesern und Besuchern dieses Blogs ein frohes Weihnachtsfest wünschen!
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Donnerstag, den 17.12.2009
Allmählich ...
... kommt so etwas wie Weihnachtsstimmung bei der Autorin auf. Das Gefühl, es könne nichts schaden, sich mal um das Finden einer passenden Tanne zu kümmern, verstärkt sich. Ein sicheres Zeichen dafür, dass es nicht mehr lange bis zum Fest dauert. Ein anderes Zeichen besteht darin, dass Tochter Nummer drei gestern verkündet hat, am Wochenende Plätzchen backen zu wollen.
Es fehlen zwar noch diverse Geschenke, aber immerhin sind schon die Karten vorrätig, die in den nächsten Tagen verschickt werden sollen. Ebenso gefütterte Umschläge sowie ein paar Präsente, die auch noch im Laufe der kommenden Woche den Postweg antreten. Trotz der Befürchtung, wieder alles auf den letzten Drücker zu erledigen, wächst die Vorfreude auf die Festtage im Kreise der Familie. Fazit: Es weihnachtet sehr :-)
Mittlerweile sind auch die Verlagsvorschauen für das kommende Programm des Lübbe-Verlags nebst Imprints bei mir eingetroffen. Ich bin überwältigt und überglücklich, weil Der König der Komödianten eine so schöne und liebevoll gestaltete Präsentation erhalten hat! Voller Spannung und Vorfreude warte ich nun auf die Auslieferung im März. Aufregung und leise Bangigkeit verursacht zudem der Gedanke, dass vielleicht schon der eine oder andere unbekannte Vorableser vor dem offiziellen Erscheinungstermin den Roman liest - mittlerweile dürften die meisten Leseexemplare verschickt sein. Ein bisschen fühlt sich das so an, als würde man sein Kind von der Hand lassen, damit es laufen lernen und dabei Menschen begegnen kann, die es (hoffentlich) ins Herz schließen.
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Samstag, den 12.12.2009
Winter und Familienwochenende
Über Nacht hat hier in Osthessen der Winter Einzug gehalten. Noch bleibt der Schnee nicht richtig liegen, aber im Vergleich zu den eher milden Tagen der vergangenen Woche stellt sich nun sehr viel deutlicher das Gefühl ein, dass Weihnachten jetzt wirklich näherrückt :-)
Die Arbeit am Plot des nächsten Buchs bleibt derweil für ein paar Tage liegen. Zwei der drei auswärts studierenden Sprösslinge haben sich übers Wochenende eingefunden, desgleichen die beste Mutter der Welt, um den Geburtstag (meiner) Tochter Nummer eins zu feiern. Beim gemütlichen Zusammensitzen vergeht die Zeit wie im Flug, und viel zu schnell ist so ein schöner Tag dann vorbei. Was bleibt, ist wie so oft die Erkenntnis, dass im Leben nichts über die Familie geht.
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Mittwoch, den 02.12.2009
Schon wieder ...
... ist eine Woche ohne Blogeintrag verstrichen. Was nicht unbedingt daran liegt, dass das Autorenleben so ereignislos wäre, im Gegenteil. Oft sind einfach zu viele Dinge gleichzeitig zu erledigen, sodass man sich abends manchmal fragt, wo schon wieder der Tag geblieben ist ...
Die unangenehmen Dinge vergisst man dabei am liebsten ganz schnell, etwa die permanente Reparaturbedürftigkeit des kleinen Zweitwagens der Familie. Viel lieber organisiert man den Abend mit lieben Freunden oder das Wochenende mit den Sprösslingen. Allein damit war die vergangene Woche schon ruckzuck vorbei.
Ach ja, nicht zu vergessen die Arbeit. Momentan nimmt die Storyline für das nächste Buch Konturen an. Zunächst wird eine Handlungsskizze entworfen, mit anderen Worten, es wird schriftlich fixiert, was mir schon die ganze Zeit im Kopf herumgewandert ist. Die Charaktere bekommen eine ausführliche Biographie mit einen möglichst konfliktträchtigem Hintergrund und einem besonderem Ziel. Welches natürlich den Zielen einiger anderer Mitspieler zuwiderlaufen muss, ein unerlässliches Element für die Spannung.
Über den Inhalt wird hier noch nichts verraten, erst, wenn das Exposé steht. Auch der Arbeitstitel muss noch gefunden werden. Eines kann ich aber immerhin jetzt schon sagen (sofern ich es noch nicht erwähnte): Der Roman wird, genau wie Der König der Komödianten, wieder eine historische Komödie.
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Mittwoch, den 25.11.2009
Aktivitäten
Das schöne Wetter lockte heute in den Garten, der noch von Gestrüpp, Laub und Kiefernnadeln zu befreien war. Ein paar Arbeitsstunden und zwei randvolle Falttonnen später: Jetzt kann der Winter kommen (aber hoffentlich nicht zu bald :-)
Eine hübsche Überraschung kam gestern noch per Post: zwei Exemplare der türkischen Übersetzung von Der Montagsmann, die mit einem knalligen roten Cover sehr schön aufgemacht ist.
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Dienstag, den 24.11.2009
Auf ein Neues
Während der zuletzt geschriebene Roman zum Gegenlesen bei der Agentur liegt, wird es hier Zeit für das nächste Buch. Mit anderen Worten, es geht wieder an die Arbeit :-) Diese besteht zunächst im Sichten und Eingrenzen des bereits gesammelten Recherchematerials und endgültigen Festzurren des Themas. Die ersten Figuren melden sich und klopfen bei mir an, um mir ihre Geschichte zu erzählen. Das alles spielt sich bislang noch auf mentaler Ebene ab, aber am Wochenende, spätestens kommende Woche, sollte ich so weit sein, die ersten Notizen zu Papier bringen zu können. Figurenbiografien, örtlicher und zeitlicher Hintergrund, eine grobe Storyline. In den nächsten Wochen wird das alles verfeinert, aufgefüllt und zum Plot gestrickt, der dann zum Szenenexposé erweitert wird. Mit dem Schreiben des Manuskripts sollte es dann, je nach Umfang der bis dahin noch nötigen Recherchen, idealerweise noch dieses Jahr losgehen.
Auf der Seite Histo-couch.de steht Der König der Komödianten bereits in der Vorschau: http://www.histo-couch.de/neuerscheinungen.html?offset=100&&sortBy=releasedate_asc;_author_asc;_title_asc |
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Donnerstag, den 19.11.2009
Beiß mich
Ein erholsames Wochenende, gemeinsam mit der weltbesten Mutter sowie meiner lieben Schwester im schönen Teutoburger Wald verbracht, bildete einen entspannten Schlusspunkt nach anstrengenden Arbeitswochen. Ausblick auf ein Teilergebnis dieser Arbeiten findet sich auf der Website des Lübbe-Verlags: Wenn man sich über "Verlage", "Bastei-Lübbe-Taschenbücher" und "bald lieferbar" zum Oktober 2010 durchklickt, sieht man dort unter "Eva Völler" den Titel Beiss mich. Dabei handelt es sich um die leicht bearbeitete Neuausgabe eines älteren Buchs. Bei der Erstveröffentlichung vor knapp 10 Jahren war diese Vampirromanze noch so etwas wie ein Kuckucksei in der Frauenunterhaltung, während heutzutage ein eigenes Genre rund um verliebte Blutsauger den Buchmarkt bereichert. Im Zuge der Neuerscheinung und passend zum romantischen Thema bekam Beiss mich ein entzückendes neues Cover, über das ich mich riesig gefreut habe.
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Donnerstag, den 12.11.2009
Aufregung
Gestern gab es einen lange ersehnten Moment - das Leseexemplar von Der König der Komödianten traf bei mir ein! Das Entzücken war so groß, dass es eine ganze Weile dauerte, bis die Autorin sich von dem absoluten Glücksflash erholt hatte und aufhören konnte, das Cover zu bestaunen und zu betasten und das Buch ans Herz zu drücken. Man kann es schlecht beschreiben; vielleicht noch am ehesten ganz profan: Schöner geht nicht :-)
Hier noch mal ein Link zu dem traumhaften Cover:
http://www.bic-media.com/dmrs/widget.do?skin=blue&isbn=9783431038071
Weiteren Grund zur Freude gab es gestern Abend, als ich Gelegenheit hatte, eine hiesige Lesung meiner lieben Freundin Kerstin Gier zu besuchen, was mir einen wunderbar fröhlichen Tagesabschluss bescherte.
Das Wochenende steht nach den langen Arbeitswochen jetzt ausnahmsweise ganz im Zeichen der Erholung.
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Sonntag, den 08.11.2009
Lesung in Vreden, die zweite
Und so ging es weiter: Nachdem die verspätete Anreise bewältigt war, klappte glücklicherweise alles wie am Schnürchen. In Borken wurden Barde und Autorin von einem reizenden Mitarbeiter des Veranstalters abgeholt und zum Umziehen ins Hotel sowie später zur Bibliothek gebracht, wo bereits ein wundervoll mit Kerzen illuminierter Lesesaal auf uns wartete. Die Gäste erschienen zahlreich, und die Lesung wurde zu einem denkbar schönen Ereignis, vor allem, weil ich diesmal das seltene Vergnügen hatte, zusammen mit anderen Künstlern aufzutreten. Neben dem kunstvoll aufspielenden Barden begeisterte an diesem Abend auch mein lieber Kollege Richard Dübell das Publikum, mit einer herrlich witzigen Passage aus seinem neuen Roman. Bei Wein und köstlichem selbstgebackenem Brot klang der Abend später auf angenehm gesellige Weise aus. Und um die Lesereise perfekt abzurunden, waren am nächsten Tag alle Züge pünktlich :-)
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Sonntag, den 08.11.2009
Lesung in Vreden
Die Anfahrt nach Vreden erwies sich als echtes neuzeitliches Abenteuer. Nach deutlicher Verspätung des Zuges musste die Autorin am Essener Hbf eine geschlagene halbe Stunde lang das Gleis Nummer acht suchen, wo der Zug nach Borken abfahren sollte. Zu allem Überfluss war diese Zugverbindung nicht im aushängenden Abfahrtsplan aufgeführt, was für zusätzliche Verunsicherung sorgte. Nach scheinbar endlosem Herumirren und zahlreichen Befragungen aller möglichen Leute fand die Autorin schließlich einen - nicht ausgeschilderten - Bahnsteig weit abseits des üblichen Betriebs und hunderte Meter außerhalb der Bahnhofshalle, wo einige Fahrgäste ausharrten, die zumindest teilweise der Meinung waren, dies könne Gleis acht sein. Unter ihnen befand sich ein netter, hochgewachsener Reisender, der mit einem gewissen Galgenhumor zu berichten wusste, dass er soeben wegen der langwierigen Suche seinen Anschlusszug nach Borken verpasst habe. Dieser Reisende stellte sich später bei meiner Ankunft als der Barde Ludmillus heraus, der bei der Doppellesung für die wunderbare musikalische Begleitung sorgte.
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Donnerstag, den 05.11.2009
ENDE und Lesung in Mittelkalbach
Wieder einmal war es so weit: In Großbuchstaben konnte ich vorhin "ENDE" unter einen Roman schreiben, und passend zu diesem immer noch aufregenden Moment kam gerade eben die Sonne raus :-) Mit knapp 100 tsd. Wörtern hat das Buch exakt den angepeilten Umfang erreicht.
Nach einer kurzen Pause steht als Nächstes Korrekturlesen auf dem Programm, eingeplant für das kommende Wochenende. Anschließend geht das Buch erst mal zur Agentur.
Die gestrige Kostümlesung im malerischen, nicht allzu weit entfernten Mittelkalbach verlief sehr harmonisch. Ein nettes, aufmerksames Publikum und das schön dekorierte Ambiente machten den Abend zu einer runden Sache, inklusive Signierstunde und Schwätzchen am Schluss.
Morgen geht es dann nach Vreden. Auf die Gemeinschaftslesung mit meinem lieben Kollegen Richard Dübell freue ich mich schon sehr! Übrigens, es wird sozusagen ein "historisches Duett" - wir treten beide kostümiert auf :-)
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Dienstag, den 03.11.2009
Lesungen
Etwas kurzfristig (aber besser spät als nie :-) möchte ich an dieser Stelle noch auf 2 Lesungen hinweisen, die ich diese Woche noch abhalte: Die erste morgen in Mittelkalbach, die zweite am Freitag in Vreden. Genaueres darüber findet sich unter "Aktuelles" bzw. unter "Lesungen und Termine".
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Montag, den 02.11.2009
Leseprobe und Cover
Nun ist es amtlich: Auf der Verlagswebsite von Lübbe kann ab sofort das Cover von Der König der Komödianten betrachtet werden :-) Zu finden ist es, wenn man den Titel in die Suchmaske eingibt oder gleich im Menü auf "Leseproben" geht. Tipp: Auf das kleine weiße Rechteck links unten klicken, um das Bild - bzw. wahlweise den Leseprobentext - zu vergrößern). Nachdem ich schon ausgiebig allen Bekannten von dem wundervollen, nach einer Kreation von Jan Balaz gestalteten Maskenmotiv vorgeschwärmt habe, wird meine grenzenlose Begeisterung für die Aufmachung des Buchs nun bestimmt verständlicher. Was natürlich auch für die Innenillustrationen gilt, von denen die ersten bereits im Rahmen der Leseprobe zu sehen sind.
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Freitag, den 30.10.2009
Abwechslungen
Grund zur Freude gab es im Laufe der vergangenen Woche gleich mehrfach. Zunächst sagte sich die beste Mutter der Welt für einen kurzen Besuch an, was mir einen wunderbar harmonischen Tag bescherte. Wieder mal war festzustellen: Die vielen Telefonate können die gemeinsam verbrachten Stunden nicht ersetzen. Schade, dass solche Treffen infolge der Entfernung nicht öfter stattfinden können!
Fröhliche Geselligkeit gab es obendrein gestern anlässlich des Dinnerabends im Freundeskreis, der sich mindestens alle zwei Monate zum kulinarischen Beisammensein trifft. Diesmal war ich eingeladen und daher nicht mit Kochen dran. Das Essen war infolgedessen hervorragend :-)
Am Manuskript - eigentlich sollte es Ende Oktober fertig sein, hm, nach Adam Riese wird das nicht mehr klappen - fehlen noch zwei Kapitel. Kommende Woche wird deshalb noch ein Schreibmarathon fällig.
Dann geht es nahtlos mit der Entwicklung eines neuen Stoffs für das nächste Buch weiter. Diverse Besprechungen während der Buchmesse haben hier Klarheit gebracht: Es wird wieder eine historische Komödie.
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Sonntag, den 18.10.2009
Ausgeschlafen
Nach drei anstrengenden Messetagen sowie einer lärmenden Zugfahrt mit gefühlten tausend fröhlichen Eintrachtfans von Frankfurt nach Fulda war eine lange Nacht Schlaf nicht genug. Heute geht kaum was anderes als Füße hochlegen und lesen. Tut aber auch mal ganz gut :-)
Die Messe selbst war - außer anstrengend - alles Mögliche: Voll, laut, bunt und aufregend. Aber auf gewisse Weise auch harmonisch, vor allem, was die Begegnungen mit den vielen Kollegen, Verlagsleuten und anderen Bekannten aus der Branche anging. So manches nette Gespräch wird noch lange in schöner Erinnerung bleiben.
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Dienstag, den 13.10.2009
Buchmesse
Diese Woche öffnet wieder die Frankfurter Buchmesse ihre Pforten. Von Donnerstag bis Samstag ist auch die Autorin mit von der Partie. Diverse Termine für Treffen und Veranstaltungen sind schon fest vereinbart, einige andere werden sich vor Ort ergeben, denn immer begegnet man zwischendurch guten alten Bekannten aus der Branche und bleibt auf ein Schwätzchen stehen. Auf die bevorstehenden Tage in Frankfurt und die vielen netten Menschen freue ich mich jetzt schon. Die Erschöpfung und die Müdigkeit, die ich am Wochenende ganz sicher wieder mit nach Hause bringe, denke ich mir einfach im Vorfeld weg :-)
Die Arbeit am aktuellen Manuskript macht derweil Pause, zumal gerade der 2. Fahnenlauf vom König zum Durchsehen bei mir eingegangen ist. Nun dauert es nicht mehr lange, bis die Leseexemplare gedruckt und verschickt werden. Sie erscheinen als Broschur, weil sie nur für die Vorableser aus Buchhandel und Presse bestimmt sind, während die endgültige Verlagsausgabe, die im März erscheint, wie sonst auch als Hardcover herausgegeben wird.
Grund zur Freude gab es gestern beim Eintreffen eines Pakets, das schöne neue Club-Bücher enthielt: Eine Ausgabe von der Madonna als Clubtaschenbuch, und eine von den Liebenden als Hardcover-Clubversion. Beide in sehr gelungener Aufmachung!
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Mittwoch, den 07.10.2009
Kapriolen
Nach den eisigen und verregneten Tagen des letzten Wochenendes ist es seit gestern wieder eigenartig warm, fast so, als wolle der Sommer noch mal ein kleines Zwischenspiel einlegen. Leider ohne Sonne :-)
Sonnig ist dafür die Stimmung, denn heute brachte der freundliche Paketbote die Belegexemplare von Die Lagune des Löwen, genauer, von der Taschenbuchausgabe, die ab Mitte Oktober (bei Amazon wie immer schon vorher) überall erhältlich ist. Die Aufmachung ist wieder wundervoll gelungen und hochwertig, mit schöner Goldprägung auf dem Cover, abtrennbarem Lesezeichen und einer Extra-Innenklappe, feinem Papier, gefälligem Satzbild und traumhafter Farbgestaltung.
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Montag, den 05.10.2009
Herbststimmung
Ein geruhsames Wochenende im Kreise der fast vollzählig versammelten Sprösslinge liegt hinter der Autorin. Lediglich Sohn Nummer zwei musste in Würzburg bleiben und für eine Klausur lernen.
Getrübt wurde die gemütliche familiäre Atmosphäre leider durch das Hinscheiden unseres Hamsters. Mit dreieinhalb Jahren erreichte er zwar ein nahezu biblisches Alter, doch das minderte den Kummer von Tochter Nummer drei kaum. Die Tränen flossen reichlich, ebenso der Regen, der eine zeitnahe Bestattung verhinderte, die folglich heute nachgeholt wird.
Mittlerweile hat sich das Haus wieder geleert. Tochter Nummer eins und Sohn Nummer eins sind an ihre Studienorte zurückgekehrt, Tochter Nummer zwei hat eine Klassenfahrt nach Rom angetreten und bleibt die Woche über in der Ewigen Stadt. Wo ich schon viele, viele Jahre nicht war und daher unbedingt mal wieder hin müsste ...
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Dienstag, den 29.09.2009
Kaum Neues ...
... hat sich nach einer anstrengenden Woche des Fahnenlesens in der Zwischenzeit im Leben der Autorin ereignet, weshalb es hier im Blog auch kaum was zu erzählen gibt. Das Aufregendste war seither vermutlich die Bundestagswahl, wobei heute in der Zeitung zu lesen war, dass die Partei der Nichtwähler die meisten Stimmen zu verzeichnen hat, und das trotz massiver "Ich-geh-hin"-Werbung in allen Medien. Was wohl besagt, dass Politik immer noch zulegen kann.
Dasselbe gilt für das Manuskript, bei dem allmählich das letzte Viertel Gestalt annimmt. Noch zwei, drei Wochen, und die Rohfassung sollte stehen.
Heute steht jedoch erst mal Autowaschen auf dem Programm. Es ist kaum zu glauben, aber schon wieder sind seit dem Abschluss des letzten Leasingvertrages 3 Jahre verangen, womit diesen Herbst ein neuer Wagen fällig wird. Der vertrauten Einfachheit halber wird es wieder das gleiche Modell, nur die Farbe ist etwas anders, und ein paar neue Extras gibt es jetzt serienmäßig. Vorher muss natürlich der Vorgänger ordentlich ausgeräumt und gesäubert werden, damit der nächste Besitzer auch noch seine Freude daran hat.
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Samstag, den 19.09.2009
Kostümlesung in Gera
Vorgestern hatte ich eine denkwürdige Premiere: Zum ersten Mal habe ich im historischen Gewand gelesen :-) Meine Befürchtung, mir vor Publikum blöd vorzukommen, löste sich schon während des Umkleidens in Luft auf. Das Kleid saß perfekt und wurde allseitig bewundert. Ein kleiner Exkurs in Sachen Renaissance-Damenmode rundete den Auftritt noch ein wenig ab. Die nächste Kostümlesung kann also gerne kommen!
Zu verdanken hatte ich die Anschaffung dieser "Arbeitskleidung" übrigens der reizenden, enthusiastischen Buchhändlerin Rosemarie Züge, Organisatorin der Lesung, die mir im Vorfeld von diversen wundervollen Kostümlesungen unter ihrer Ägide vorschwärmte. Da konnte ich einfach nicht widerstehen, mich auch mal zu verkleiden und mir zu diesem Zweck besagtes Gewand zuzulegen :-)
Die Lesung war auch sonst eine runde Sache. In dem mit ca. 70 Leuten gut besuchten Barocksaal des Naturkundemuseums, wohin die Veranstaltung kurzfristig verlegt worden war, bot sich dem Besucher ein schönes historisches Ambiente. Das aufmerksame und liebenswürdige Publikum machte den Abend perfekt. Ein entspannter Ausklang in dem gemütlichen alten Gewölbekeller unter der Buchhandlung bei Rotwein und Schnittchen sorgte anschließend noch für passende Bettschwere. Auf den nächsten Besuch in Gera freue ich mich bereits jetzt!
Unterdessen sind hier die Fahnen vom König eingetroffen, die schon mit großer Spannung erwartet wurden. Tochter Nummer eins hat sich sofort ans Lesen gemacht, für mich eine unschätzbare Unterstützung, denn ihrem unbestechlichen Auge entgeht auch nicht der kleinste Fehler.
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Dienstag, den 15.09.2009
Wurm drin
Manchmal ist es wie verhext. Da geht ein elektrisches Gerät kaputt, und als hätte es sich mit anderen seiner Klasse verschworen, raucht kurz darauf das zweite ab. In diesem Fall zuerst der Rechner von Tochter Nummer zwei, gerade mal zwei Jahre und vier Monate alt und damit natürlich nach Ablauf der Garantie. Nur Stunden später gab dann der Fernseher seinen Geist auf - vier Jahre alt und von vermeintlich hochwertiger Marke. Womit wohl kurzfristig ein ausgedehnter und kostenträchtiger Bummel im örtlichen Elektromarkt fällig werden dürfte. Irgendwie hielten die Geräte früher länger. Beziehungsweise halten immer noch, teilweise umso besser, je älter sie sind. Zum Beispiel der Wäschetrockner, der mit seinen 20 Jahren auf dem Buckel zwar bedenklich schnauft und quietscht, aber immer noch treue Dienste leistet.
Irgendeine angebliche Lebensweisheit - der genaue Wortlaut fällt mir gerade nicht ein - besagt ja, dass nach dem Gesetz der Serie (keine Ahnung, welches) immer drei Dinge in unmittelbarer Folge kaputt gehen. Ich bin daher so frei, den vor vier Wochen verblichenen Toaster dazuzuzählen (auch erst zwei Jahre und zwei Monate alt). Schon deshalb, damit der Wäschetrockner keine Ruhestandsgedanken kriegt ...
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Samstag, den 12.09.2009
Ausgeflogen
Ganz leer und still kommt einem auf einmal das Haus vor, wenn die Sprösslinge fast alle ausgeflogen sind. Tochter Nummer eins und Sohn Nummer zwei haben ihre Zelte wieder in Würzburg aufgeschlagen und widmen sich ihren Studien. Tochter Nummer zwei nutzt das Wochenende für einen Ausflug mit ihrer Freundin, während Sohn Nummer eins ohnehin nur noch selten den Weg in heimatliche Gefilde findet, weil die Dissertation den größten Teil seiner Zeit beansprucht. Bleibt immerhin noch das Nesthäkchen :-) Die DVDs für einen gemütlichen Mutter-Tochter-Video-Abend liegen schon bereit, und zum Naschen die ersten Lebkuchen der Saison. Von der Erkältung, die uns beide seit ein paar Tagen heimsucht, lassen wir uns auf keinen Fall die Laune verderben :-)
Die Arbeit macht unterdessen regelmäßige Fortschritte, 2/3 des Romans sind im Kasten, also alles planmäßig im Soll.
Das Coverbild und die Innenilllustrationen von Der König der Komödianten stehen mittlerweile fest, vor ein paar Tagen durfte ich die fast fertigen Bilder bewundern und bin einfach nur glücklich über die wundervolle Ausführung und die traumhaften Motive.
Heute kam ein Paket mit Belegexemplaren der Hardcover-Club-Ausgabe von Vollweib sucht Halbtagsmann und Hauptsache, untreu, das Ganze in sehr gelungener Doppelband-Aufmachung.
Die ersten Buchmesse-Termine sind mittlerweile auch festgeklopft, und wie immer freue ich mich auf diese spannenden und abwechslungsreichen Tage in Frankfurt!
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Sonntag, den 06.09.2009
Lieber Besuch
Jahrzehnte schrumpfen zu einem Nichts zusammen, wenn alte Schulfreundinnen sich treffen ... So auch diesmal, als zwei liebe Freundinnen aus Schulzeiten mich für zwei vergnügliche Tage besuchen kamen. Auch wenn man sich jahrelang nicht gesehen hat - die verschworene Gemeinschaft stellt sich gleich auf den ersten Blick wieder ein. Zusammen die Schulbank zu drücken, schmiedet einen für den Rest des Lebens zusammen. Schade, dass solche Treffen immer so schnell wieder vorbei sind!
Der restliche Sonntag wird trotz einer aufziehenden Erkältung wieder am Schreibtisch verbracht.
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Dienstag, den 01.09.2009
Weiter im Text
Der Montségur-Kongress am vergangenen Wochenende war wie jedes Jahr spannend, lehrreich und unterhaltsam. Vorträge, Workshops, Lesungen, eine Podiumsdiskussion und diverse gesellige Zusammenkünfte machten das Treffen mit so vielen geschätzten Kollegen auch diesmal wieder zu einem Ereignis, das ich nicht mehr missen möchte!
Nachdem der restliche Sonntag dann noch im Kreise der Familie gemütlichen Ausklang fand, ging es gestern wie gehabt weiter im Text. Die Arbeit schreitet wunschgemäß voran, alles ist im grünen Bereich.
Unterdessen sind auch die ersten wundervollen Entwürfe für die Innenillustrationen von Der König der Komödidanten bei mir eingetroffen. Der Roman wird wie die anderen Venedig-Bücher wieder von dem genialen Jan Balaz illustriert. Diesmal soll außerdem auch das Cover von ihm gestaltet werden, hier liegen ebenfalls bereits schöne Entwürfe vor. Auf das endgültige Ergebnis bin ich schon sehr gespannt!
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Donnerstag, den 27.08.2009
Schöne Ablenkungen
Momentan liegt die Arbeit am Roman seit ein paar Tagen brach. Der Grund: ein unterhaltsamer Dinnerabend mit Freunden, die zugleich als Logiergäste zu Besuch waren. Wie immer war es ein zünftiges Treffen, bei dem viel gelacht und (Tim Mälzer sei Dank) auch lecker gegessen wurde. Kaum sind guten Gläser wieder in der Vitrine verstaut und die leeren Flaschen entsorgt, steht auch schon die nächste Veranstaltung auf dem Programm - der jährliche Montségur-Kongress in Oberursel, auf den ich mich schon lange freue. Viele interessante Workshops und Vorträge warten auf die teilnehmenden Autoren, ebenso wie gesellige kollegiale Zusammenkünfte, auf die man in diesem Beruf, bei dem man überwiegend mutterseelenallein von früh bis spät am Monitor sitzt, nicht mehr verzichten mag.
An der Stelle noch aus gegebenem Anlass ein Hinweis für Leser aus dem Raum Frankfurt und dem Taunus:
Morgen Abend (Freitag, den 28. September) lese ich zusammen mit meinen geschätzten Autorenkollegen Titus Müller, André Wiesler, Sebastian Fitzek und Katerina Timm bei der Oberurseler Lesenacht. Ort der Veranstaltung:
Parkhotel am Taunus,
Hohemarkstr. 168,
61440 Oberursel/Taunus.
Die Veranstaltung geht von 20 bis 23 Uhr, die Einzellesungen dauern jeweils ca. 30 Minuten (meine Lesung ist auf 21 Uhr anberaumt).
Weitere Informationen findet man hier:
http://autorenforum.montsegur.de/public_html/files/Oberurseler_Woche-Kw-33.pdf
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Samstag, den 22.08.2009
Ganz in Seide ...
... wird die Autorin zur nächsten Lesung in Gera erscheinen :-)
Heute brachte der Paketbote zu meiner großen Freude das bestellte Renaissancekleid, das eine bemerkenswert geschickte und begabte Schneiderin für mich maßgefertigt hat, aus edler rostroter Seide, mit Rückenschnürung, weißseidener Ärmelunterfütterung, gediegenem Brokateinsatz und feiner Perlenstickerei an den Ärmeln. Ich kann mich kaum sattsehen an diesem schönen Gesamtkunstwerk!
Wer schon immer Freude an stilechten, hochwertigen historischen Kostümen hatte oder sich vielleicht auch gern mal für ein Fantasy-Event neu einkleiden möchte, dem sei die Seite www.renaissance-fairy.com wärmstens ans Herz gelegt! Das bestellte Kleid hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen!
Ebenfalls erfreulich die Nachricht aus meinem Verlag, dass Der Montagsmann demnächst auch in türkischer Übersetzung erscheinen wird.
Nach derartigen Highlights geht die Wochenend-Arbeit - in diesem Fall Rasenmähen und Säubern der Lichtschächte - gleich viel lockerer von der Hand :-)
Noch rasch die Info zur anstehenden Lesung aus Die Liebenden von San Marco: Sie findet am Donnerstag, den 17. September um 19.00 statt, im Burgkeller Gera, Schuhgasse 2, in 07545 Gera. Die reizende Buchhändlerin, Frau Züge, hat mir bereits ein Muster der Einladungen zukommen lassen, eine in wundervoll venezianischer Optik gestaltete Karte, die hoffentlich viele Besucher anlockt!
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Freitag, den 21.08.2009
Ausflüge
Nicht nur "der heißeste Tag des Jahres", sondern auch eine kurzweilige Reise liegt gerade hinter der Autorin: Ein schon lange geplanter Abstecher nach Hamburg stand in der vergangenen Woche auf dem Programm. Gemeinsam mit Töchtern Nummer eins bis drei ging es gen Norden, zum Musical König der Löwen. Die stundenlange Fahrt hat sich gelohnt: Das Musical war zauberhaft! Einstimmiges Fazit: Wir würden jederzeit noch mal reingehen!
Ein anschließender Besuch bei der besten Mutter der Welt und anderen lieben Verwandten im Ruhrgebiet war der krönende Abschluss dieses schönen Sommertrips.
Die jüngeren Sprösslinge können jetzt noch die letzten Ferientage genießen, bis nächste Woche hier in Hessen wieder die Schule beginnt, während es für die Studenten der Familie nahtlos mit den üblichen Pflichten weitergeht. Sohn Nummer zwei absolviert gerade ein Praktikum am hiesigen Landratsamt, Tochter Nummer eins steckt mitten in den Examensvorbereitungen. Unterdessen hat die Autorin sich wieder in das laufende Manuskript vergraben. Nach dem Redigieren, Abschleifen und Einkürzen der ersten Hälfte geht es nun mit der zweiten weiter, mit der Zielvorstellung, die Rohfassung möglichst noch im Laufe des Oktober in Sack und Tüten zu haben.
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Mittwoch, den 12.08.2009
Wo ist der Sommer?
Diese Frage stellt sich momentan wohl jeder, der nicht gerade unter südlicher Sonne Urlaub macht. Die Daheimgebliebenen müssen die Socken rausholen, denn die Temperaturen sind alles andere als angenehm. Der graue Himmel ist auch nicht gerade dazu angetan, die Stimmung zu verbessern.
Erfreuliche Nachrichten erreichten mich dafür gestern von meiner Lektorin: Die Liebenden von San Marco haben den Sprung auf die Liste der Themenbestseller historischer Romane geschafft, sogar unter die Top 10 - ein schöner 7. Platz.
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Dienstag, den 04.08.2009
Sommerpausen
Schon wieder ist eine Woche im Nu verflogen, und wieder mal ist die Autorin nicht zum Bloggen gekommen. Das lag zum einen am Garten und all dem Unkraut, zum anderen aber auch an dem vergangenen Wochenende, das ganz im Zeichen der Familie stand. Es kommt nur noch ganz selten vor, dass alle fünf Sprösslinge unter einem Dach versammelt sind, und wenn es dann doch endlich mal so weit ist, ist die gemeinsame Zeit einfach zu wertvoll, um sie am PC zu verbringen.
Mittlerweile sind alle wieder an ihren Studienorten bzw. mit Freunden unterwegs, sodass wieder Business as usual angesagt ist. In dem Fall heißt das, die Wäscheberge vom Wochenende und liegen gebliebene Mailpost abzuarbeiten und möglichst regelmäßig am Roman weiterzuschreiben. Der bis zur Buchmesse hoffentlich noch ordentliche Fortschritte macht. Bis dahin stehen allerdings noch ein paar private und geschäftliche Termine auf dem Programm, u. a. ein Abstecher nach Hamburg, zum Lieblingsmusical der Familie, dem König der Löwen.
Ein anderer König steht derweil bereits in den Startlöchern für die nächste Verlagsvorschau. Die Programmtexte für Der König der Komödianten sind fertig, und mit dem Cover und den übrigen Illustrationen wird es sicher auch nicht mehr lange dauern. Also alles im Fluss.
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Dienstag, den 28.07.2009
Zwischendurch ...
... fallen gelegentlich neben dem Schreiben auch andere unaufschiebbare Pflichten an. Und zwar solche, die deutlich weniger Spaß machen als der kreative Teil des Jobs. Als da wäre, die Steuererklärung endlich einzureichen. Das Zusammensuchen und Sortieren von Belegen und Erstellen von Listen ist immer wieder eine lästige Angelegenheit, und die Autorin ist heilfroh, das für dieses Jahr erledigt und alles Weitere in die Hände des kompetenten Steuerberaters gelegt zu haben. Die Papierberge der letzten Tage sind verschwunden, auf dem Schreibtisch ist wieder deutlich mehr Platz.
Das Unkrautrupfen im Vorgarten war heute zwar ebenfalls mühevoll, dafür aber mit viel Bewegung an der frischen Luft verbunden. Morgen und übermorgen soll es dann draußen weitergehen, mit Rasenmähen, Buchskugeltrimmen und Rosenschneiden - wer weiß, wie lange das gute Wetter noch vorhält.
Der Roman hat unterdessen Halbzeit und kann daher, bis der Garten wieder auf Vordermann gebracht ist, auch mal für zwei oder drei Tage liegenbleiben.
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Mittwoch, den 22.07.2009
Ausflug
Bei strahlendem Wetter stand gestern ein Kurztrip nach Würzburg auf dem Programm. Sohn Nummer zwei und Tochter Nummer eins haben sich dort einen Tag vom Studium freigenommen, für einen schönen Stadtbummel und einen Abstecher zum neu eröffneten IKEA vor den Toren Würzburgs. Die gemeinsamen Stunden waren wieder viel zu schnell vorbei. Der Ausflug endete wie üblich mit dem Beschluss, dass man das eigentlich öfter machen müsste. Wenn nur die Fahrerei und die Arbeit nicht wären ...
Letztere steht heute wieder an erster Stelle auf der Tagesordnung. Der neue Roman nähert sich allmählich der Mitte, immerhin. Bis Ende Oktober, so jedenfalls der von mir persönlich angepeilte Termin, sollte er idealerweise fertig werden.
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Freitag, den 17.07.2009
Wechselhaft ...
... ist derzeit nicht nur das Wetter. Auch die Anzahl der zu Hause anwesenden bzw. verreisten Sprösslinge ändert sich täglich. Tochter Nummer eins macht ein paar Tage Urlaub in Amsterdam, bevor es mit den anstrengenden Examensvorbereitungen weitergeht. Sohn Nummer eins schreibt fleißig in Mainz an seiner Dissertation, will aber kommende Woche für ein paar Tage nach Paris. Sohn Nummer zwei steht in den Startlöchern für ein Praktikum, und Töchter Nummern zwei und drei genießen einfach nur ihre Ferien, mal bei Freunden, mal zu Hause. Koch- und Essenpläne können in diesen Wochen daher eher locker gehandhabt werden, oft bleibt die Küche kalt, was wiederum dem Arbeitspensum beim Roman zugutekommt.
Zwischendurch bleibt auch immer noch Zeit für gute Bücher und Filme. Gestern gesehen: Gran Torino von und mit Clint Eastwood, ein beeindruckendes Meisterwerk, ebenso unterhaltsam wie anrührend und unbedingt sehenswert.
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Sonntag, den 12.07.2009
Abwechslung
Heute war es endlich so weit: Der schon seit einer Weile angedachte Kino-Nachmittag fand statt. Gemeinsam mit Töchtern Nummer eins bis drei hatte die Autorin das Vergnügen, den dritten Teil des fröhlichen Eiszeitspektakels rund um Sid, Manni, Elli, Diego und natürlich Scrat zu verkonsumieren, garniert mit einer großen Tüte Popcorn. Ice Age 3 ist ebenso wie die beiden Vorgänger ein rundum gelungenes, herzerfrischendes Leinwand-Abenteuer, bei dem nicht nur die Kleinen, sondern auch die Großen voll auf ihre Kosten kommen :-)
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Freitag, den 10.07.2009
Sommerloch
Tochter Nummer eins meinte heute, mein Blog sei doch in letzter Zeit stark vernachlässigt worden, womit sie eindeutig recht hat. Allein, es gibt keine Neuigkeiten mit echtem Informationswert. Das Manuskript für das neue Projekt macht Fortschritte, die Schulferien in Hessen haben begonnen, das Wetter könnte derzeit deutlich besser sein - damit ist im Grunde auch schon alles Berichtenswerte erzählt.
Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass von meinem Roman Beiss mich für das nächste Frühjahr eine Neuausgabe geplant ist. Im Zuge der momentan auf dem Buchmarkt sehr beliebten Vampir-Romantik sicher eine schöne Idee.
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Dienstag, den 30.06.2009
Dschungelfeeling ...
... kommt bei den derzeitigen Temperaturen auf. Bei dieser Witterung kann man bedenkenlos ärmel- und sockenlos den Tag bestreiten, egal ob drinnen oder draußen. Lange hat der Sommer auf sich warten lassen, jetzt ist er endlich da und bleibt hoffentlich eine Weile auf der Tagesordnung. Das bisschen Gartensprengen wird dafür gerne als Zusatzarbeit in Kauf genommen :-)
Eine Überraschung brachte heute der Paketbote: Schön aufgemachte Exemplare von der Madonna als Sonderausgabe bei Reader's Digest und von der Lagune als Weltbildsoftcover.
Unterdessen schreiten die Arbeiten am neuen Buch voran. Nein, es ist nicht die Madonna II, dieses Vorhaben liegt, wie hier schon berichtet, bis auf Weiteres auf Eis. Infos zu dem momentan in Arbeit befindlichen Projekt gibt es hier aber erst, wenn es bei Agentur und Verlag durchgewunken ist.
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Freitag, den 26.06.2009
Kein Moonwalk mehr
Nur wenige Wochen vor seinem großen Comeback ist er von der Bühne abgetreten - Michael Jackson, einer der ganz Großen der Musikgeschichte, starb gestern im Alter von 50 Jahren. In den letzten Jahren hat er eher durch seine bizarre Lebensweise und sein entstelltes Äußeres von sich reden gemacht als durch seine in mehr als vier Jahrzehnten perfektionierten Kunst, mit der er ganze Generationen begeisterte. Viele mochten nicht recht an die geplante Abschiedstournee glauben - nun behalten sie recht. Doch die Anteilnahme der Welt an seinem Tod ist gewaltig, so umfassend und allgegenwärtig wie bei kaum einem anderen Künstler vor ihm. Das zeigt, dass sie noch da sind, die Generationen von Fans. Und dass er längst zur unsterblichen Musik-Ikone geworden ist. Schon zu Lebzeiten war er seine eigene Legende, und die wird weiterleben. King of Pop, rest in peace!
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Sonntag, den 14.06.2009
Marktplatzlesung in Meißen
Eigentlich eine ungewohnte Umgebung für eine Lesung: Ein Marktplatz mit mittelalterlichem Flair, bestückt mit Bänken, außen herum Sonnenschirme über Tischen und Stühlen, und in den umliegenden Häusern diverse Kneipen und Cafés, die für das leibliche Wohl der Besucher sorgten. Geistigen Input gab es derweil vom Lesepodest aus, wo im Stundentakt Autoren und andere Vorleser Platz nahmen, um das Publikum zu unterhalten.
Für mich war es die erste "Freiluft-Lesung", und alles klappte reibungslos. Befürchtungen wegen des Wetters, die noch vor ein paar Tagen bei den Veranstaltern für Skepsis gesorgt hatten, erwiesen sich als gegenstandslos. Bei strahlend blauem Himmel strömten die Leute scharenweise auf den Marktplatz, um inmitten der reizvollen historischen Kulisse Kultur zu tanken. Ich selbst kam ebenfalls in den Genuss von Lesungen hochkarätiger Kollegen, unter ihnen Titus Müller und Tanja Kinkel, die beide gleich nach mir lasen.
Ein Bummel durch Meißen rundete meinen Besuch in der sehenswerten Stadt an der Elbe ab. Hin- und Rückfahrt, beide mit jeweils fast 5 Stunden recht lang, verflogen dank mitgenommener Lektüre wie im Nu. Eine Lesereise, an die ich gern zurückdenken werde!
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Donnerstag, den 11.06.2009
Feiertag
Für den heutigen Feiertag hätte das Wetter ruhig ein bisschen besser sein können. Zumindest in Osthessen entspricht es nicht gerade den Idealvorstellungen - es regnet seit Stunden. Eigentlich genau passend für die Arbeit am Schreibtisch. Und ja, Schreiben steht auch heute wieder auf dem Tagesplan. Bislang sind es eher Plot- und Figurenentwürfe, aber allmählich entwickelt sich daraus die Handlung für ein neues Buch. Genaueres wird aber erst verlautbart, wenn das Projekt ordentliche Konturen angenommen hat.
Übermorgen - Samstag - findet übrigens im Rahmen des Meißener Literaturfestes eine Lesung aus Die Liebenden von San Marco statt, um 15 Uhr auf dem Meißener Marktplatz. Bleibt nur zu hoffen, dass das Wetter mitspielt. Ersatzweise soll aber, wie ich hörte, ein Lesesaal zur Verfügung stehen.
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Donnerstag, den 04.06.2009
Zwischenphase
Tut mal ganz gut, nicht von morgens bis abends zu schreiben. Das Gefühl, es fehle einem etwas Entscheidendes, wächst zwar allmählich wieder, hält sich aber noch in Grenzen, zumal zwischendurch immer wieder interessante Recherchen anstehen. Ob für das nächste oder das übernächste Projekt, spielt dabei keine Rolle - alles wird irgendwann "verarbeitet". So oder so geht es bald mit dem Schreiben weiter, die neuen Figuren "klopfen" schon bei mir an.
Heute landete zu meiner Freude eine DVD in meinem Briefkasten, mit einem SAT1-Beitrag, der letzte Woche während meiner Abwesenheit im Frühstücksfernsehen lief. Peter Hetzel hatte dort Die Liebenden von San Marco besprochen, und nachdem ich mir die Sendung jetzt nachträglich ansehen konnte, bekam ich sofort Sehnsucht nach Venedig ... Mal sehen, vielleicht klappt es ja diesen Herbst noch mit einem Kurztrip in die Lagune.
Die Besucher dieser Seite haben es sicher bemerkt: Die Website hat ein paar kleine Änderungen erfahren :-)
Für das brandneue Foto danke ich meiner lieben Freundin Kerstin, für die anderen Aktualisierungen meinem allerbesten Webmaster Max.
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Donnerstag, den 28.05.2009
Lang, lang ist's her ...
... dass ich hier was reingeschrieben habe :-)
In der vergangenen Woche gab es so viele anderweitige Aktivitäten, dass mein Blog ein bisschen zu kurz gekommen ist. Zuerst war das Haus voll mit lieben Verwandten, die das verlängerte Wochenende für einen Besuch nutzten und mit mir meinen Geburtstag feierten, und dann war die Autorin ein paar Tage beruflich unterwegs. Ein ausgedehntes Brainstorming mit einer lieben Kollegin über neue und in Arbeit befindliche Stoffe sowie ein Abstecher zum Verlag standen während dieser Zeit auf dem Programm, mit diversen Gesprächen, die sich hauptsächlich um die anstehenden Veröffentlichungen drehten. Spannend gestaltete sich auch ein Arbeitsgespräch über neue Projekte: Die ursprünglich angedachte Fortsetzung der Madonna wird einstweilen zurückgestellt, um stattdessen ein Projekt in Angriff zu nehmen, das eventuell eher in die mit dem König eingeschlagene neue Richtung passt - eine Überlegung, die ganz in meinem Sinne ist. Mal sehen, was sich da so ergibt. Ideen sind zum Glück massenhaft vorhanden :-).
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Montag, den 18.05.2009
Celler Kongress
Vier wunderbare Tage liegen hinter mir - unser DeLiA-Kongress in Celle! Wie jedes Jahr waren die Liebesromantage auch diesmal wieder ein unvergessliches Erlebnis im Kreise lieber Kollegen und Kolleginnen. Dank der perfekten Organisation klappte alles wie am Schnürchen, von der Mitgliederversammlung über die Vorträge und Lesungen bis hin zu den geselligen Events, z. B. die denkwürdige Nachtwächterführung, die "Tagung" in der Bierakademie und die Absacker in den urigen Kneipen der Altstadt.
Zum ersten Mal in Celle, war ich höchst beeindruckt von den vielen mittelalterlichen Fachwerkhäusern, die das Stadtbild prägen und viele interessante historische Details bieten. Celle ist unbedingt eine Reise wert!
Hier geht es mittlerweile weiter im Alltag. Wäscheberge müssen minimiert, frisches Unkraut gerupft und das Haus allmählich vorbereitet werden für das halbe Dutzend Personen, die zum langen Wochenende erwartet werden. Tochter Nummer eins und Sohn Nummer zwei trudeln wieder ein, und dazu gibt es sehnlich erwarteten Besuch von meiner Schwester und ihren beiden Kindern. Denen sich zu meiner Freude praktischerweise auch gleich die weltbeste Mutter anschließen wird. Das Haus wird voll, und alle freuen sich schon auf dieses Familientreffen!
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Montag, den 11.05.2009
Verregnet ...
... sind schon wieder die aktuellen Gartenpläne, z. B. das dringend nötige Rasenmähen. Praktisch ununterbrochen nieselt es vor sich hin, da mag man keinen Schritt vor die Tür tun.
Wunderbar sonnig - vor allem von der Laune her - war dagegen der gestrige Sonntag, ein Muttertag, wie er im Buche steht :-) Alle Sprösslinge waren übers Wochenende versammelt, und in dieser trauten Runde war es mal wieder so richtig schön. Schade, dass es nur noch so selten klappt, alle miteinander unter einen Hut zu bringen.
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Donnerstag, den 07.05.2009
Fortschritte
Wie immer war der Besuch der weltbesten Mutter viel zu schnell vorbei - seit Dienstag herrscht wieder der Alltag vor. Allmählich taucht die Autorin aber aus dem ganzen Wust angestauter Vorhaben und Verpflichtungen wieder auf. Regale und Schränke sind fertig ausgemistet, die dabei entstandenden Kistenladungen zumindest teilweise entsorgt, die Beete bepflanzt und gemulcht. Der Moderationstext für die Preisverleihung im DeLiA-Wettbewerb ist zusammengestellt und ausgedruckt, die Präsentation für den ebenfalls in Celle anstehenden 2-stündigen VHS-Vortrag aktualisiert.
Im Hinterkopf rotieren derweil schon die ersten Handlungsideen für die Madonna II. Mit dem Schreiben geht es allerdings erst in einer Weile los, auf keinen Fall vor Juni, denn für die Stoffentwicklung und die Zusatzrecherche werde ich noch einige Wochen brauchen.
Unterdessen erreicht mich erfreuliches Feedback von meiner Münchner Lektorin und meiner Verlagslektorin zum König: Die Begeisterung ist groß - und die Autorin darüber von Herzen glücklich!
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Freitag, den 01.05.2009
Lieblingsmonat
Der Mai ist mein erklärter Lieblingsmonat. Nicht, weil ich im Mai geboren bin, sondern weil die Fenster wegen der wärmeren Witterung den ganzen Tag offen sind und man unablässig die Vögel singen hört. Und weil alles wunderbar grün ist, wenn man in den Garten hinausschaut. Und weil man endlich ohne Socken ins Freie kann :-) Zugegeben, das war dieses Jahr auch schon im April alles der Fall, aber meteorologisch ist das die Ausnahme. Normalerweise ist immer der Mai der erste "Nackte-Füße-Monat" im Jahr - der Wonnemonat eben :-).
Außerdem gibt es: Spargel, Bärlauch, Maibowle :-)
Und den ersten Mai natürlich, an dem dieses Jahr zufällig die Leserunde zu Die Liebenden von San Marco bei den Büchereulen anfängt - mit anderen Worten: heute :-)
Heute kommt auch die beste Mutter der Welt zu Besuch, was die Laune zusätzlich hebt. Jetzt müsste nur noch das Wetter mitspielen (bislang noch etwas frühneblig) und die Stimmung ist perfekt. Sohn Nummer zwei kam gestern Abend schon übers Wochenende heim, Tochter Nummer eins trifft heute ein, damit ist auch die Familie beinahe vollständig - Sohn Nummer eins ist gestern Abend erst von einer Japan-Reise zurückgekehrt und will zunächst in Ruhe bei sich zu Hause in Mainz den Jetlag ausschlafen.
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Donnerstag, den 30.04.2009
Aufräumwetter
Den Nachrichten zufolge war dieser April der wärmste seit über 100 Jahren, aber der Eindruck wird in den letzten Tages des Monats getrübt, im wahrsten Sinne des Wortes. Verregnet und ungemütlich kühl präsentiert sich das Wetter dieser Tage, sodass die restlichen Gartenarbeiten weiterhin verschoben werden müssen. Immerhin war das Wichtigste bis dato schon erledigt.
Derweil nutzt die Autorin das schlechte Wetter für Innenarbeiten. Schränke und Regale konnten eine gründliche Aufräumaktion vertragen, und so sind bereits diverse große blaue Säcke im Altkleider-Container verschwunden. Etliche 100 Bücher aus allen Genres warten, gestapelt und teilweise schon in Kisten gepackt, auf ein anderes Zuhause. Alt und neu, Taschenbücher und Hardcover bunt gemischt, es ist sozusagen für jeden etwas dabei. Die Autorin stand vor der Wahl, entweder reihum an jeder verfügbaren Wand neue Regale aufzustellen oder die Bücher auszusortieren, die kein zweites Mal gelesen werden und auch keine Nachschlagefunktion erfüllen. Jetzt ist wieder reichlich Platz für Neues da :-)
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Dienstag, den 28.04.2009
Rattern und Reading - Altmodisch ist Trumpf
Beim Ausdrucken des Königs leuchtete gestern am noch nicht allzu alten Drucker der Autorin (er ist gerade so betagt, dass die Garantie abgelaufen ist :-) ein rotes Warnlämpchen. Im Display dazu der freundliche Hinweis, man möge sich an den Kundendienst wenden. Zum Glück konnte altmodisches Aufklappen des Geräts Abhilfe schaffen - danach war nämlich zu sehen, dass ein Blatt Papier im Einzug festhing. Blatt vorsichtig rausgezogen, Drucker wieder angeschaltet - voilà, der heimische Kundendienst tut es manchmal auch :-)
Mittlerweile sind die knapp 800 Manuskriptseiten im Paket unterwegs zu meiner Münchener Lektorin, während meine Verlagslektorin das Manuskript parallel via E-Bookreader liest, da in den kommenden Tagen bereits eine erste Präsentation des Titels ansteht. Mit so einem E-Bookreader liebäugele ich auch schon eine Weile. Für den Urlaub stelle ich mir das Ganze unglaublich Platz und Gewicht sparend vor und würde es auf Reisen zu gern mal testen. Mal sehen, wie sich der E-Book-Markt - und die noch recht hohen Gerätepreise - in der nächsten Zeit entwickeln. Bislang findet der Reader wohl hauptsächlich in Verlagen Anwendung, aber im privaten Bereich wird es sicher bald beträchtliche Zuwächse geben - nach allem, was man aus dem Vorreiterland Amerika hört, sogar ohne die Papierbuchsparte zu beeinträchtigen. Bei mir persönlich kann das E-Book das herkömmliche Buch aber auf keinen Fall ersetzen - Lesen heißt für mich anfassen, knistern, blättern, den Geruch von Druckfrische einatmen - eben ganz altmodisch :-)
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Donnerstag, den 23.04.2009
Lesung und Frühlingsaktivitäten
Die Lesereise in den Harz war eine runde Sache: Um die 70 Besucher füllten den Saal, ein wunderbar aufmerksames und liebenswertes Publikum, das mir für eine Stunde in die Welt der venezianischen Renaissance folgte. Die Dekoration mit venezianischen Masken, Seidendraperien und Muranoglas passte phantastisch zum Thema, ebenso wie das köstliche italienische Büfett, das nach der Lesung lockte. An dieser Stelle nochmals allen Anwesenden sowie dem reizenden Team der "Bücherkiste" meinen herzlichen Dank für die schöne, gelungene Veranstaltung!
Kaum zurückgekehrt, ging es los mit den geplanten Frühjahrsaktivitäten: Kleiderschränke und Regale ausmisten und aufräumen, Garagenkisten aussortieren, Garten auf Vordermann bringen - schnell geht damit ein ganzer Tag vorbei. Die Gartenarbeiten beschränkten sich allerdings bisher auf das Besorgen neuer Sträucher. Das Pflanzen wird auf den nächsten sonnigen Tag verschoben. Und das Rasenmähen wartet auf Sohn Nummer zwei, der heute mit seiner großen Schwester aus Würzburg kommt, um ein verlängertes Wochenende bei der Familie zu verbringen :-)
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Dienstag, den 21.04.2009
Wieder im Lande
Nach traumhaft erholsamen Urlaubstagen hat Osthessen mich wieder. Unter kanarischer Sonne lässt es sich wunderbar entspannen, aber zu Hause ist es - trotz gewaltiger urlaubsbedingter Wäscheberge - auch sehr schön :-)
Frisch und ausgeruht geht es jetzt an die anstehenden Aufgaben. Im Endspurt vor dem DeLiA-Kongress, der Mitte nächsten Monats in Celle stattfindet, sind noch Bewertungstexte für die Finalistenbücher zu entwerfen und die Jury-Moderation für die Preisverleihung vorzubereiten. Für einen im Rahmen des Kongresses von mir abzuhaltenden VHS-Vortrag müssen noch Unterlagen aktualisiert und deren Inhalte verinnerlicht werden. Und natürlich ist dann auch bald das nächste Romanprojekt anzupeilen - die schon verschiedentlich angekündigte Fortsetzung von Die Madonna von Murano. Angefangen wird mit einer gründlichen Lektüre des ersten Bandes. Da seit dessen Erscheinen 3 weitere dicke Schinken von mir zu Papier gebracht wurden, muss der Inhalt des ersten Romans vor dem Start einer Fortsetzung sozusagen aus der Versenkung der Gedächtnisablagen geholt werden, idealerweise zusammen mit vielen Anregungen für neue Abenteuer rund um Sanchia und ihre Mitstreiter aus der Madonna.
Erste Ideen kommen mir hoffentlich beim Beackern des Gartens, der im Laufe der beiden letzten Wochen ungeheure Mengen von Unkraut hervorgebracht hat :-) Doch bevor es diese Woche ans Buddeln geht, steht noch die morgige Lesung in Hattorf/Elbingerode auf dem Programm. Darauf freue ich mich schon sehr!
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Donnerstag, den 09.04.2009
Geschafft!
Die ganze letzte Woche wurde noch konzentriert nachgearbeitet, aber jetzt ist es geschafft: Nach 2 Runden Korrekturlesen, Schleifen, Feilen und Kürzen war der König heute abgabefertig und hat damit den nächsten Schritt auf dem Weg zur Buchwerdung vollendet :-)
182 tsd. Wörter sind es in der letzten Fassung geworden, genau wie geplant 2/3 des Umfangs der "dickeren" Vorgänger. Und damit wird es im wahrsten Sinne des Wortes Zeit für den Urlaub. Ab sofort bleibt dieses Theater für eine Weile geschlossen, die Autorin gönnt sich hoffentlich erholsame anderthalb Wochen unter südlicher Sonne, im Gepäck ein großer Stapel des niemals schrumpfenden SUB. Die erwachsenen Sprösslinge hüten derweil gemeinsam mit diversen Logiergästen die heimischen vier Wände, sodass für alles gesorgt ist.
Über dem Arbeitsstress der letzten Wochen kam die Aktualisierung der Website ein bisschen zu kurz, daher an dieser Stelle wenigstens die Ankündigung der nächsten Lesung aus Die Liebenden von San Marco. Sie findet statt am Dienstag, den 21. April 2009 um 19.00 Uhr im Landgasthof bei Teo, Hauptstraße 8 in 37197 Hattorf. Im Anschluss an die Lesung gibt es ein italienisches Büfett :-) Allerdings erfuhr ich heute von der reizenden Buchhändlerin, dass die Veranstaltung schon fast ausverkauft ist.
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Freitag, den 03.04.2009
ENDE
Gestern war es wieder so weit: In Großbuchstaben erschien ein dickes fettes ENDE unter der letzten Seite eines 820 Seiten langen Manuskriptes - Der König der Komödianten ist fertig, die Autorin auch.
Nachdem die üblichen Tränchen verdrückt und der emotionale Ausnahmezustand wieder etwas runtergefahren war, konnte eine erste Bilanz gezogen werden. Das Buch wurde termingerecht fertig, auch wenn ich privat einen etwas früheren Zeitpunkt erhofft hatte. Aber in dem Fall bleibe ich nicht hinter meinen Wünschen zurück, denn die Geschichte war alle Zeit, die sie bekommen hat, wert. Dass sie länger "bei mir war", bedeutete nicht Last, sondern Freude. Jeder Tag mit dem König war Begeisterung pur, und ich bin glücklich, dass es noch eine Weile so bleibt - bis zum Urlaub ist noch Redigieren und Kürzen und Schreiben der Begleittexte angesagt, offizielle Abgabe ist erst am Tag meiner Abreise. So kann ich den Abschied noch ein bisschen hinauszögern :-)
Und auch danach ist der König der Komödianten noch lange nicht von der Bühne abgegangen, denn sein großer Auftritt steht erst bevor. Auf diese Uraufführung freue ich mich heute schon!
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Montag, den 30.03.2009
Noch nicht ganz, aber bald
Allmählich rückt es näher: Das Ende des Romans.
Im Klartext bedeutet das noch mehr Rückzug, noch länger hinausgezögerte Antworten auf Anrufe und Mails, noch weniger Zeit für den Haushalt. Die Küche bleibt nicht kalt, aber frisch gekocht wird nur jeden zweiten Tag - am nächsten wird aufgewärmt. Funktioniert tadellos, vor allem, wenn es lauter Leibgerichte der Sprösslinge gibt :-)Die Oberherrschaft über die Wäsche hat vorübergehend Tochter Nummer drei übernommen. Tochter Nummer zwei hat Hilfe im Garten zugesagt. So bleibt mehr Zeit für den König, der mit Riesenschritten der Vollendung entgegenstrebt und wenn irgend möglich bis Gründonnerstag fertig werden soll - da geht es nämlich in Urlaub. Der natürlich wesentlich entspannter gerät, wenn schon ENDE unter dem Roman steht :-) Das Pensum bis dahin ist noch beträchtlich, aber bei der momentanen Einteilung sollte es klappen.
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Montag, den 23.03.2009
Abgetaucht
Nach einem Wochenende, an dem (fast) alle Sprösslinge zu Hause waren und deshalb nur ein eingeschränktes Schreibpensum möglich war, geht es jetzt die Woche über im Sauseschritt weiter im Manuskript. Das tägliche Soll hat sich quasi von allein erhöht, ein bekanntes Phänomen, wenn das Ende in Sicht ist und die normale Welt ganz langsam versinkt, während die fiktive Geschichte des Romans immer mehr zur Realität wird. Und den ganzen Tag von morgens bis abends ausfüllt :-)
Wie üblich geht diese Phase einher mit einem mehr oder minder kompletten Abtauchen - an dieser Stelle bitte ich Leser, Kollegen und Freunde um Nachsicht, dass die Post nicht immer gleich beantwortet, die Teilnahme am Forenleben bis auf Weiteres ausgesetzt oder der Rückruf eine Weile aufgeschoben wird. Momentan ist der König in meinem Leben definitiv der Alleinherrscher :-)
Ein paar anstehende Termine (Reifenwechsel, Auto-Inspektion, Routinechecks beim Arzt), bei denen eventuell Wartezeiten anfallen, werden unterdessen zum entspannenden Schmökern genutzt: Die acht Romane für die Endrunde um den DeLiA-Preis sind ein zweites Mal zu lesen und für die Wertung vorzubereiten, damit auf unserem DeLiA-Kongress im Mai der Siegertitel vorgestellt werden kann - ein Ereignis, auf dass ich mich schon sehr freue!
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Donnerstag, den 19.03.2009
Multitasking
Momentan hat die Autorin alle Hände voll zu tun. Der Roman soll bis Ende April fertig werden, und bis dahin sollte auch der Sieger in unserem diesjährigen DeLiA-Wettbewerb ermittelt sein, wobei mir die Aufgabe zufällt, aus den vielen Einzelbewertungen der Juroren den Gewinner herauszurechnen, dazu die Begleittexte für die Moderation während der Preisverleihung zu verfassen und den Schriftwechsel mit Verlagen und nominierten Autoren zu führen. Der tägliche Eingang von immer neuen Abwesenheitsnotizen ist dabei nicht gerade hilfreich, hier ist viel Geduld gefragt.
Hinzu kommt, dass alle Aufgaben gewissermaßen um den zehntägigen Urlaub im April "drumherum" geplant werden müssen, wobei mir natürlich entschieden lieber wäre, alles vor dem Abflug in Sack und Tüten zu haben. Aber daraus wird wohl nichts werden, denn hier gilt das bekannte Sprichwort: Gut Ding will Weile haben :-) So auf alle Fälle der König - das letzte Viertel ist zwar bereits dem letzten Fünftel entgegengeschrumpft, aber das sind immer noch sehr viele zu schreibende Wörter. Plus Glossar, Nachwort, Register.
Mit anderen Worten: In den nächsten Wochen werden gesellige Aktivitäten weitgehend gestrichen - wegen Schreibklausur.
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Montag, den 16.03.2009
Nach der Messe
So extrem übervölkert wie diesmal habe ich noch keine Buchmesse erlebt. Am Samstag herrschte ein solcher Andrang, dass die Besucher buchstäblich steckenblieben - und die Autorin mittendrin. Beim Versuch, durch den Verbindungsgang in die Halle zu gelangen, in welcher sich der Stand meines Verlages befand, kam ich keinen Schritt voran. Ungefähr eine halbe Stunde klemmte ich fest, es ging weder vor noch zurück. Die Hallen waren ebenfalls verstopft, es war kaum ein Durchkommen möglich. Am gestrigen Sonntag war der Andrang nicht ganz so überwältigend, aber die Menge der Besucher immer noch enorm. Der übliche Messebummel musste daher dieses Jahr ausfallen.
Am Verlagsstand ging es zum Glück etwas geruhsamer zu. Wie jedes Jahr gab es viele Gelegenheiten, ausgiebig mit Kollegen, Branchenprofis und Lesern zu reden, Bücher zu signieren, in Novitäten hineinzuschnuppern.
Die Lesung am Samstag Abend war gut besucht und fand in dem beeindruckenden historischen Ambiente des Renaissance-Saals im Alten Leipziger Rathaus statt. Der vorbereitete Text erwies sich als etwas zu lang, zumal unmittelbar im Anschluss bereits die nächste Veranstaltung anstand. Doch es blieb noch Zeit, hinterher ein paar liebe Leser persönlich zu begrüßen.
Nach zwei ungewöhnlich anstrengenden Messetagen und einer nicht besonders angenehmen Heimfahrt - der Zug war dermaßen überfüllt, dass die Leute wie Sardinen auf ihren Koffern in den Gängen hocken mussten - brauchte die Autorin an diesem Montag deutlich mehr Kaffee als sonst, um wieder konzentriert arbeiten zu können.
Aber inzwischen geht es wieder zügig weiter im Text. :-)
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Donnerstag, den 12.03.2009
Schrecklich
Nach dem Schock, der gestern wegen des Amoklaufs in Winnenden durch Presse und Fernsehen ging, sitzt man sprachlos und entsetzt da und fragt sich, wie jedes Mal, wenn derartige Schreckensmeldungen das Land erschüttern, nach dem Warum. In das Mitgefühl für die armen Angehörigen der jungen Opfer und des fehlgeleiteten Täters mischt sich die Sorge, ob genug getan wird, um unsere Kinder vor solchen Massakern zu schützen. Letztlich bleibt aber wohl nur die Binsenweisheit, dass das Problem nicht bei den Sicherheitsvorkehrungen in den Schulen liegt, sondern im Privaten: Ein Kind, das sich angenommen und aufgehoben fühlt, läuft nicht Amok. Fürsorge, Anerkennung und Liebe - das alles fängt zu Hause an.
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Mittwoch, den 11.03.2009
Es ist da!!
Eben brachte DHL das sehnlich erwartete Päckchen! Die Liebenden von San Marco sind bei mir gelandet! Ganz andächtig muss ich es zuerst an die Brust drücken, danach beschnuppern (der Duft eines druckfrischen, eigenen neuen Romans!) und es dann eine ganze Weile hingebungsvoll nur von außen bestaunen: Das Cover ist einmalig schön, so perfekt in seiner Harmonie, Farbgestaltung und Motivzusammenstellung, dass man es einfach selbst gesehen haben muss, um es angemessen beschreiben zu können. Mir fallen dazu nur noch Worte ein wie traumhaft und wundervoll!
Ebenso wundervoll und vor allem einzigartig sind die Innenillustrationen, die wie bei den Vorgängerbänden wieder der begnadeten Hand des Künstlers Jan Balaz entstammen. Kapitel um Kapitel hat er mit bestrickend ausdrucksvollen Handzeichnungen versehen, wobei jeweils die Stimmung der erzählten Episode ganz individuell eingefangen wird - jedes Bild ein unverwechselbares Kunstwerk, genau wie die zauberhaften Motive zu Beginn des Romans! Man kann sich nicht daran sattsehen! Deshalb muss ich mir jetzt auch alles erst noch mal ausgiebig anschauen!
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Mittwoch, den 11.03.2009
Auf ein Neues
Derzeit stehen alle Zeichen auf Neubeginn: Sohn Nummer zwei ist mit Sack und Pack nach Würzburg gezogen und kann nun dort in sein Studentenleben "vor Ort" starten. Sohn Nummer eins hat die nötigen Vorarbeiten für seine Dissertation abgeschlossen und ist nun so weit, mit dem Schreiben der Doktorarbeit anzufangen.
Der König geht jetzt ins letzte Viertel - trotz zeitlicher Einschränkung infolge der "Umzugsassistenz" ist das dritte Viertel endlich fertig überarbeitet und kann daher wie die vorangegangenen Teile seinen Weg zur Begutachtung antreten, sprich an Agentur und Lektorat geschickt werden.
Und kommenden Samstag findet die Premierenlesung aus Die Liebenden von San Marco in Leipzig statt. Da es diesmal keine Leseexemplare gab und der offizielle Erscheinungstermin erst nächste Woche ist, habe ich immer noch kein Buch in Händen. Die Belegexemplare kommen selten vor der offiziellen Erstauslieferung bei mir an. Aber meine Lektorin hat vorgestern ein Vorabexemplar für mich auf den Weg gebracht, damit ich den Lesetext direkt im Roman präparieren kann und die vorbereiteten Stellen nicht aus flatternden Druckfahnen vortragen muss. Heute, spätestens morgen, müsste es hier landen.
Wie immer rätselhaft: Amazon liefert den Titel seit gestern schon aus, was diesmal zu einer skurrilen Situation führen wird: Viele Leser werden ihr Buch bereits vor dem Autor besitzen :-)
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Freitag, den 06.03.2009
Umzüge ...
... sind nicht ohne, und ist der neue Haushalt auch noch so klein. In diesem Fall ist es der von Sohn Nummer zwei, der seine Zelte gerade in besagtem Würzburger Studentenheim aufschlägt. Bis auf das bisschen Hausrat ist dort eigentlich alles vorhanden, das Apartment ist voll möbliert, und ein Single braucht ja nicht so viel. Passt alles in ein Auto. Denkt man. Und weiß es spätestens nach der dritten Fuhre besser :-) Morgen ist immerhin alles eingeräumt und besichtigungsfertig und wird Töchtern Nummer eins bis drei vorgeführt, mit denen danach - bei hoffentlich schönerem Wetter als heute - noch ein kleiner Stadtbummel auf dem Programm steht.
Der Rest des Wochenendes bleibt dann planmäßig dem König vorbehalten, genauer: der Überarbeitung des dritten Viertels, die bis zur Buchmesse in der kommenden Woche abgeschlossen sein sollte.
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Montag, den 02.03.2009
Arbeit und Familie
Die vergangene Woche stand wieder ganz im Zeichen der Arbeit am König. Das dritte Viertel befindet sich in Überarbeitung und kann bald, wie die vorangegangenen Teile, an die Mitleser in Agentur und Verlag rausgehen. In der Hoffnung, dass das Feedback genauso positiv ausfällt wie bisher :-)
Außerdem stand am Wochenende ein Besuch bei Sohn Nummer eins in Mainz auf dem Plan, verbunden mit einem Brunch in der Innenstadt sowie der Erfahrung, dass es dort so ziemlich alles zu kaufen gibt - nur keine Parkplätze. Eine geschlagene halbe Stunde dauerte die Suche; aber dann wurde es doch noch sehr nett. Fazit: Beim nächsten Besuch ist vielleicht eher Zugfahren angesagt :-)
Ein weiterer Auswärts-Abstecher steht morgen auf dem Programm: Sohn Nummer zwei zieht nach Würzburg, und da ist für die Siebensachen, die mit ins Studentenheim müssen, ein Fahrdienst nötig.
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Freitag, den 20.02.2009
Karneval
Dieses Jahr kommt die fünfte Jahreszeit mit Schnee und Regen, ziemlich ungemütlich für die Jecken. Da ist es auf jeden Fall gesünder, das närrische Treiben im Fernsehen zu beobachten :-)
Eingefleischte Narren lassen sich aber von schlechtem Wetter nicht aus der Ruhe bringen, wie ich von lieben Kolleginnen weiß, die sich zuerst in die Weiberfastnacht und dann in alle möglichen Festivitäten der folgenden tollen Tage stürzen. Euch allen wünsche ich viel Spaß!
Die morgen anstehende Geburtstagsparty bei lieben Freunden findet zwar "verkleidet" statt, aber da tut es vielleicht auch die gute alte Pappnase.
Der derzeit in Arbeit befindliche Venedig-Roman spielt übrigens ausnahmsweise gänzlich außerhalb des Karnevals - in den drei Vorgängerromanen gab es schon genug Szenen rund um die närrische Zeit. Was nicht besagen soll, dass im König keine Narren vorkommen!
In diesem Sinne an alle Feiernden ein dreifach kräftiges HELAU (oder ALAAF, je nachdem), und allen anderen Lesern einfach nur ein schönes Wochenende!
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Sonntag, den 15.02.2009
Meister aller Klassen
Schlag nach bei Shakespeare, so lautet während der Arbeit am König oft die Devise, denn es gibt kaum eine dramatische Verwicklung, die man beim Altmeister der Dichtkunst nicht entdecken und für eigene Zwecke ausbeuten kann. Sein Werk ist sozusagen ein Fundus an Tipps und Kniffen, die für eine Komödie von höchstem Nutzen sind - besonders für eine historische.
Aber auch sehr viel ältere Theaterdichtung kommt beim König, passend zur Thematik, zwanglos als Ideenpool zum Zuge, in diesem Falle die von Plautus, der ungefähr 1800 Jahre vor Shakespeare das Licht der Welt erblickte und dessen Werk wiederum für den großen englischen Dichter eine prima Steilvorlage bildete, getreu dem Motto: Aus alt mach neu, oder: Nie war er so wertvoll wie heute.
Unterdessen ist Osthessen wieder unter Schneemassen versunken, es scheint, als möchte der Winter kein Ende nehmen. Klar, dass dann auch der Valentinstag keine Primeln aus dem Boden locken kann. Doch der war gestern, und schon morgen kann der Frühling neue Anstrengungen unternehmen - aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
So oder so ist die Stimmung bei der Arbeit am König sonnig, die Geschichte macht weiterhin einen Riesenspaß. Etwa eine Woche noch, dann sollten drei Viertel des Romans im Kasten sein.
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Dienstag, den 10.02.2009
Noch Winters- oder schon Frühjahrsmüdigkeit?
In den letzten Tagen greift lähmende Mattigkeit um sich, wobei schwer zu sagen ist, ob die Schlappheit am langen Winter liegt oder am demnächst beginnenden Frühling. Auf jeden Fall ist es ein frustrierender Zustand, ganz egal, welche Jahreszeit dafür verantwortlich ist. Vielleicht hilft heute eine Dosis Dr. House, dabei ist die Autorin bislang noch nie eingeschlafen :-)
Immerhin wächst das Manuskript jeden Tag um die eisern eingehaltene Mindestmenge (wenn auch leider nicht viel mehr), sodass terminlich alles im Lack ist. Erhöhter Output ist dann hoffentlich bei besserem Sonnenstand möglich, das kann ja nicht mehr lange dauern. So was wie Frühjahrsmüdigkeit wird dann einfach aus dem Vokabular gestrichen :-)
Einem anderen unhaltbaren Zustand hat die Autorin neuerdings immerhin schon abgeholfen: Nachdem das Schriftbild in der Tageszeitung und anderes Kleingedruckte immer winziger wurde, lässt die erstmalige, aber verblüffend effektive Benutzung einer Lesebrille das Ganze doch in einem etwas anderen (deutlicheren :-) Licht erscheinen. Danke, lieber Optiker!
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Donnerstag, den 05.02.2009
Schweizer Lesung
Vor einem kleinen, aber sehr aufmerksamen und liebenswürdigen Publikum fand meine erste Auslandslesung in Olten in der Schweiz statt, einem Ort, in dem man sich auf Anhieb wohlfühlen kann, ebenso wie in der überraschend großen und reichhaltig bestückten Buchhandlung Schreiber, wo ich freundlichst vom Chef und den netten Angestellten empfangen wurde. Ein Glas Prosecco nach der Lesung (oder war es die gute Schweizer Luft?) tat ein Übriges, dass die Autorin fast rund um die Uhr wie ein Stein geschlafen hat.
Da fiel dann ein bisschen Ärger am Nachmittag nach meiner Rückkehr kaum ins Gewicht: Wieder mal erweist sich der kleine Zweitwagen der Familie als Gefährt, bei dem die Bezeichnung Montagsauto noch geprahlt ist. Obwohl noch keine 3 Jahre alt, war er schon öfter in der Werkstatt, als andere Autos während ihrer gesamten Betriebsdauer. Dass die Garantie inzwischen abgelaufen ist und jedes Mal eine Rechnung fällig wird, hebt dabei nicht gerade die Laune. Falls wir beim nächsten Wagen wieder so ein Pech haben, wird es aber sicher nicht am Hersteller liegen: Der wird auf alle Fälle gewechselt. Genau wie aktuell der Stromanbieter - rasch ein Formular ausgefüllt, und schon sind die Kosten der letzten drei Autoreparaturen, inklusive Reifenwechsel und ein paar Tankfüllungen als Dreingabe, wieder reingeholt :-)
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Montag, den 02.02.2009
Reise in die Schweiz
Ein paar Fränkli sind eingetauscht, das Köfferchen für morgen schon fast gepackt - es kann losgehen mit der ersten Auslandslesereise :-)
Erstaunlicherweise gibt es eine ICE-Direktverbindung nach Olten in der Schweiz, das enthebt die Autorin der Sorge wegen verspäteter Züge, die man ja sonst bei jeder Bahnreise unweigerlich im Gepäck hat. Und die Fahrt ist so lang, dass man gefahrlos auch mal ein Nickerchen halten kann, ohne dabei fürchten zu müssen, den Zielbahnhof zu verschlafen :-)
Ich freue mich auf meine Schweizer Leser und werde in den nächsten Tagen über die Reise berichten.
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Donnerstag, den 29.01.2009
2. Hälfte
Nach Überschreiten der 50 % - Marke des Manuskripts schrumpft sukzessive die Anzahl der noch zu schreibenden Kapitel, aber das Arbeiten erfordert auch mehr Konzentration, weil sich die Handlung, je weiter sie fortschreitet, stärker verdichtet und auch die Figuren immer stärker untereinander vernetzt werden - bis am Ende alle Fäden zum Finale Furioso, der großen Theaterpremiere, zusammenlaufen. Reichlich 100 tsd. Wörter sind mittlerweile in Sack und Tüten, ca. 85 tsd. folgen noch. Jeden Tag mindestens 1 tsd. Wörter, so lautet weiterhin die Devise.
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Sonntag, den 25.01.2009
Wechselhaft ...
... ist derzeit nicht nur das Wetter, sondern auch das Leben allgemein. Nach einem Todesfall in der Familie (der Großvater meiner Kinder verstarb vor wenigen Tagen) steht in den nächsten Tagen eine Beisetzung an, für meine Sprösslinge die erste, bei der sie einen nahestehenden Menschen zu Grabe tragen müssen. Eine Erfahrung, die man niemandem gönnt, die aber fast jeder irgendwann machen muss.
Das Wetter präsentiert sich passend zur Gemütslage derweil grau in grau, ein Grund mehr, regelmäßig die Gute-Laune-Lampe anzuschalten und sie für ein Stündchen während des Schreibens laufen zu lassen.
Letzteres macht immerhin weiter gute Fortschritte. Das bisherige Wochenende brachte 3 tsd. Wörter auf die Festplatte, und heute soll möglichst die Hälfte davon zusätzlich dem Manuskript einverleibt werden. Zwischendurch wird das Szenen-Exposé während des "Abarbeitens" regelmäßig überprüft und zurechtgefeilt, um sicherzustellen, dass die geplanten Wendepunkte im Plot später auch seitengenau sitzen - bei dicken Büchern nicht immer ganz einfach. Zum Glück hat es beim König bisher prima geklappt :-)
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Donnerstag, den 22.01.2009
Höchste Zeit...
...für einen neuen Blogeintrag! Nachdem die Arbeit an der zweiten Hälfte des Romans in die erste Runde gegangen ist, habe ich mir zwischendurch die Zeit genommen, den fertigen Teil an meine Agentur und ins Lektorat zu schicken, um wie üblich die Mitleser auf dem aktuellen Stand zu halten.
Unterdessen geht es mit dem Buch Stück für Stück voran, denn im April soll es bereits fertig werden. Mal sehen, ob es noch vor dem Osterurlaub zu schaffen ist; bis dahin steht auch noch die Leipziger Buchmesse auf dem Plan, außerdem eine Lesung in Olten in der Schweiz (Termin ist hier auf der Website mittlerweile eingetragen).
Soeben brachte der Paketdienst den Karton mit den Belegexemplaren von Wenn Mädchen die Sonne sind, sind Jungs das Eis, das vor ein paar Tagen im Arena Verlag erschienen ist. Es sieht prima aus, eine handliche Klappenbroschur mit knallbunter Schrift auf hellblauem Grund, ich bin ganz begeistert von der schönen Aufmachung!
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Donnerstag, den 15.01.2009
Schon wieder ...
... ist mehr als eine Woche ohne Blogeintrag verstrichen, wie ich eben erst gemerkt habe. Allerdings gibt es auch nicht viel Neues zu berichten.
Das erfreulichste Ereignis war das gestrige Eintreffen des neuen Romans meiner lieben Kollegin Kerstin Gier, Rubinrot - Liebe geht durch alle Zeiten, ein Roman über ein bemerkenswertes junges Mädchen, das in der Zeit reisen kann. Ein Buch für alle Alterklassen, zum Versinken, Träumen und Mitfiebern, das ich allen Besuchern dieser Seite wärmstens ans Herz legen möchte.
Sonst gibt es nicht viel Neues. Mit knapp unter Null Grad ist es schon beinahe warm im Vergleich zu letzter Woche, als das Außenthermometer hier in Osthessen bis zu minus 26 Grad anzeigte und tagsüber Minustemperaturen um 17 Grad herrschten. Da waren hier im Haus doch alle froh, dass die Heizung wieder einwandfrei läuft :-)
Das Manuskript macht unterdessen kontinuierliche Fortschritte. Auch hier geht alles seinen Gang.
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Dienstag, den 06.01.2009
Wintereinbruch und Jugendbuch
Die Kälte hat Osthessen fest im Griff, aber dafür ist der Himmel heute strahlend blau, ein hübscher Anblick zu den Schneemassen, die sich türmen, so weit das Auge reicht. Die Sprösslinge haben dementsprechend die alpine Wetterlage am Wochenende für einen Ausflug in die Rhön genutzt, wo beste Wintersportverhältnisse herrschen.
Mit dem König ist es in den letzten Tagen Stück für Stück weitergegangen. Das Manuskript hat jetzt mit knapp 90 tsd Wörtern Umfang fast Halbzeit.
Unterdessen steht mein Jugendbuch Wenn Mädchen die Sonne sind, sind Jungs das Eis kurz vor der Auslieferung. Die Aufmachung ist wunderbar gelungen, ein richtiger Hingucker in schönem Türkis.
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Donnerstag, den 01.01.2009
Frohes Neues Jahr!
Nach einer gemütlichen Silvesterfeier im Familienkreis verlief der Neujahrstag bislang ähnlich beschaulich und entspannend wie die ganze vergangene Woche. Ausruhen und die Seele baumeln lassen - so lautet im Moment die Devise der Autorin. Zwischendurch werden immer wieder mal ein paar hundert Wörter geschrieben, damit das Tagespensum zusammenkommt, aber alles ganz stressfrei und locker. Auf diese Weise macht der Roman weiterhin gute Fortschritte. Meine Planung (oder zumindest Wunschvorstellung :-) geht dahin, den König möglichst bis zu den Osterferien fertig zu haben. Und im Anschluss an den für diese Zeit geplanten Familienurlaub, spätestens aber im Mai, mit dem nächsten Projekt zu beginnen. Über welches ich wie immer aber erst bei Spruchreife hier berichte :-) Auf alle Fälle gilt: Auch 2009 geht es stetig weiter im Text, Pausen sind keine vorgesehen.
Zunächst aber wünsche ich an dieser Stelle meinen lieben Lesern und Blogbesuchern ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!
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Sonntag, den 28.12.2008
Zwischen den Jahren
Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist die ruhigste im ganzen Jahr. Gäbe es hier im Haus einen Kachelofen mit altmodischer Ofenbank, würde vermutlich den ganzen Tag jemand aus der Familie dort liegen und schlafen, und dieser Jemand wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Autorin :-)
Von daher ist es vermutlich ganz gut, dass es keine Ofenbank gibt, denn dadurch hält sich die Faulheit wenigstens so weit in Grenzen, dass zwischendurch doch hin und wieder etwas am König weitergearbeitet werden kann. Morgen ist die beschauliche Weihnachts-Ruhepause ohnehin zu Ende, dann geht es planmäßig und mit festem Tagespensum weiter im Text.
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Dienstag, den 23.12.2008
Weihnachtsstimmung
Der Baum steht, die Geschenke sind verpackt, der Kühlschrank ist bis obenhin voll - Weihnachten kann kommen :-)
Ab heute Nachmittag sind alle Sprösslinge vollzählig versammelt, und ab dann ist nur noch Entspannen im Kreise der Lieben angesagt. Der PC bleibt weitgehend aus, die Arbeit am Manuskript ruht für ein paar Tage.
Meinen lieben Lesern wünsche ich auf diesem Wege frohe Festtage!
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Dienstag, den 16.12.2008
In acht Tagen ...
... ist schon Heiligabend! Beim Blick auf den Kalender reibt man sich die Augen und fragt sich, wo die Zeit geblieben ist, vor allem das schöne letzte Wochenende im Kreise meiner Lieben, der diesmal von der weltbesten Mutter komplettiert worden ist. Mittlerweile ist sie leider wieder abgereist, und auch Sohn Nummer eins hat sich wieder an seinen Studienort begeben, um weiter an seiner Dissertation zu arbeiten, während Tochter Nummer eins beschlossen hat, die Woche bis Weihnachten bereits zu Hause zu verbringen. Gemeinsam mit Töchtern Nummer zwei und drei hat sie gestern eine große Ladung leckerer Adventsplätzchen gebacken, die schon ausgiebig verkostet wurden :-)
In den nächsten Tagen steht dann noch das Aussuchen des Weihnachtsbaums auf dem Plan, während Anfang kommender Woche der Großeinkauf im Supermarkt fällig wird, damit über die Feiertage hier auch alle satt werden. Danach kann Weihnachten kommen :-)
Grund zur vorweihnachtlichen Freude gab es heute vormittag, als mich die Nachricht meiner Lektorin erreichte, dass die Taschenbuchausgabe der Madonna bereits nachgedruckt werden muss, ein Zeichen, dass der Titel weiterhin in der Gunst der Leser steht.
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Dienstag, den 09.12.2008
Allmählich ...
... rückt Weihnachten immer näher, weshalb die Autorin die kommenden Tage zumindest zum Teil damit zubringen wird, eine Reihe von Geschenken zu besorgen, Einkaufstrubel hin oder her. Außerdem kommt noch diese Woche die beste Mutter der Welt zu Besuch und bleibt für ein paar Tage, worauf ich mich schon lange freue.
Danken möchte ich an dieser Stelle einmal ausdrücklich den vielen lieben Lesern, die mir über das Kontaktfeld meiner Website schreiben. Leider kann ich derzeit nicht alle Zuschriften beantworten, dazu fehlt mir einfach die Zeit, aber ich freue mich über alle Leserbriefe und werde auch weiterhin Fragen, die mir zum Inhalt der Bücher oder Lesungs- und Veröffentlichungsterminen o. ä. gestellt werden, getreulich beantworten.
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Samstag, den 06.12.2008
Nikolaus
Wie jedes Jahr hat mein Agent sich wieder das besondere Adventsgeschenk einfallen lassen: Ein putziges kleines Paar, bestehend aus Nikolausmann und Nikolausfrau in liebevoller Umarmung, walzt auf Knopfdruck in allerliebster Manier über den Tisch und bringt alle zum Lachen. Zwischendurch geht immer mal jemand aus der Familie hin und lässt die niedlich bemützten Wichte eine Runde tanzen, das hebt unweigerlich die Laune.
Für fröhliche Stimmung sorgt auch das neue Spiel, das Tochter Nummer zwei aus der Videothek ausgeliehen hat, SingStar mit Abba, gestern Abend ausprobiert und für äußerst unterhaltsam befunden.
Ebenfalls stimmungsfördernd verlief bisher der heutige Samstag, an dem ich zum ersten Mal seit über einer Woche wieder am König weiterarbeiten konnte und bis vorhin erfreuliche 2 tsd. Wörter Zuwachs verbuchen konnte.
Einen zusätzlichen Grund zur Freude lieferte auch der gestrige Anruf von Tochter Nummer eins aus Würzburg, die bei einem Stadtbummel entdeckte, dass die Taschenbuchausgabe der Madonna überraschenderweise auf der Kaufhaus-Bestsellerliste Rang 17 bekleidet, was darauf hindeutet, dass das Buch seinen Weg noch unter etliche Weihnachtsbäume finden wird.
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Donnerstag, den 04.12.2008
Geschafft!
Heute war der große Fahnenstapel endlich abgearbeitet. Nachdem ich alles nochmals Zeile für Zeile durchgelesen und die noch nötigen Korrekturen eingebracht habe, kann ich die Liebenden erst einmal zur Seite legen, bis der zweite Fahnenlauf fertig ist. Das nächste Mal sichte ich aber nur noch eine Pdf-Datei, und auch nur noch an den korrigierten Stellen, das ist eine Sache von einem Vormittag. Der Roman ist übrigens jetzt 925 Seiten dick, d. h. die Angaben in der Vorschau und bei einzelnen Online-Buchhändlern wie Amazon sind etwas zu großzügig angesetzt, aber das sind ja ohnehin nur Circa-Zahlen, die hoffentlich niemanden zur Beschwerde veranlassen. Meine Überarbeitung vor der Abgabe hat den Roman um 10 tsd. Wörter kürzer werden lassen, sonst wären es etwa 50 Seiten mehr geworden.
Apropos Kürzen: Dieser Tage hat Tochter Nummer eins sich das lange Haar zu einem flotten Bob stutzen lassen, wovon ich heute digitale Fotos bewundern konnte, was mich sogleich der Überlegung näherbrachte, vielleicht auch mal wieder zum Friseur zu gehen. Seit dem letzten Schnitt im Frühjahr ist das Haar doch wieder beträchtlich gewachsen.
Doch vorher sind noch diverse Pflichten zu erfüllen. Weihnachten steht vor der Tür, und wie immer um diese Jahreszeit hat die Autorin bislang weder Tannenbaum noch Geschenke erworben. Und es türmen sich im Arbeitszimmer Stapel über Stapel an Büchern für unseren DeLiA-Wettbewerb, von denen längst noch nicht alle gelesen sind. Für abwechslungsreiche Freizeitbeschäftigung ist somit in den kommenden Wochen mehr als gesorgt :-)
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Dienstag, den 02.12.2008
Fahnen und Vorschauen
Über 900 Seiten sorgfältig zu lesen, braucht eben doch seine Zeit, weshalb ich immer noch über den Fahnen der Liebenden sitze. Dafür sind gut zwei Drittel jetzt durchgearbeitet, und der Rest sollte heute Abend und morgen im Laufe des Tages auch noch zu schaffen sein. Nächste Woche wird im Lektorat kollationiert und danach ein zweiter Fahnensatz erstellt, auf den ich sicherheitshalber auch noch einen Blick werfe, wenn es zeitlich passt. Und dann geht das Ganze auch schon ab in die Herstellung!
Wie der Roman in den Buchhandlungen präsentiert wird, konnte ich heute anhand der am Nachmittag frisch eingetroffenen Vorschau bewundern - und mich ungeheuer darüber freuen, denn die Vorschau-Aufmachung mitsamt Cover ist einfach nur traumhaft schön! Die Grafik hat sich mit dieser Präsentation auf zwei Doppelseiten selbst übertroffen, mit der farbigen Zeichnung einer Venedig-Szenerie als Vorschaumotiv, neben dem das zauberhaft gestaltete Cover perfekt zur Geltung kommt. Da schlägt vor Aufregung und Freude das Autorenherz sofort schneller!
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Freitag, den 28.11.2008
Wochenendpläne
Täglich warte ich jetzt auf das Eintreffen der Fahnen für Die Liebenden von San Marco. Das Wochenende ist fest fürs Lesen verplant, abgesehen von der Signierstunde, zu der ich im Rahmen eines Adventsfestes nach Bad Salzschlirf eingeladen worden bin und die ich Sonntag Nachmittag abhalten werde.
Das Winterwetter hat sich hier abseits der Höhenlagen wieder verzogen, aber in der Rhön liegt noch Schnee, hoffentlich genug für Sohn Nummer eins und Tochter Nummer zwei, die Ski- und Snowboardaktivitäten im Sinn haben. Tochter Nummer eins wird derweil mit unbestechlichem Blick bei der Fahnenkontrolle assistieren; es gibt immer Fehler, die sogar dem gründlichsten Korrektor entgehen, aber meine Tochter findet sie alle. Bislang nur in den fertig gedruckten Büchern, doch diesmal will sie ihr scharfes Auge da einbringen, wo es dem Buch mehr nützt - vor der Drucklegung :-)
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Mittwoch, den 19.11.2008
Überraschung
Ab und zu hält das Leben ausgesprochen nette Überraschungen bereit: Zu meiner Verblüffung erfuhr ich heute Nachmittag, dass Die Madonna von Murano auch in der Taschenbuchausgabe den Sprung auf die Bestsellerliste geschafft hat (Harenberg Platz 29), bei den vielen neuen Büchern, die gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit erscheinen, ein wirklich schöner Erfolg!
Als Erfolg ist auch zu verbuchen, dass endlich unsere Heizung repariert ist, d. h. ab sofort können die Warmduscher der Familie (mit anderen Worten, alle) wieder fröhlich in den Tag starten :-)
Unterdessen bereitet die Autorin sich auf den anstehenden Dinnerabend vor, da sie turnusmäßig wieder mal als Gastgeberin an der Reihe ist. Getreu der Devise, dass Abwechslung angesagt, mein nicht gerade chefkochverdächtiges Repertoire aber doch mittlerweile ziemlich abgegrast ist, wird heute eine kleine Portion des geplanten Dinners nach Rezepten aus dem Internet (danke, Tim Mälzer!) probegekocht und den Sprösslingen als Testessern serviert.
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Freitag, den 14.11.2008
Aktualisierungen
Nachdem mich eine freundliche Leserin darauf aufmerksam gemacht hatte, dass Die Liebenden von San Marco nun auch bereits bei Amazon gelistet ist, hat Webmaster Sohn Nummer eins (danke, Max!) den Titel nebst Klappentext auch auf der Autorenwebsite eingepflegt.
Außerdem kamen gestern die endgültigen Entwürfe für die Innenillustrationen, die wie schon erwähnt aus der Feder des unvergleichlichen Jan Balaz stammen und wieder einmal unglaublich schön und stimmungsvoll sind.
Heute erwarte ich das fertig lektorierte Manuskript für einen letzten Kontrolldurchgang, bevor es nächste Woche in Satz geht. Danach noch einmal gründliches Fahnenlesen, und dann ist bald schon wieder eine lange Buchreise zu Ende ...
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Dienstag, den 11.11.2008
Cover online
Wieder zurück von der letzten Lesereise, entdecke ich das Cover von Die Liebenden von San Marco zu meiner Freude bereits auf der Verlagswebsite. In den nächsten Tagen wird es daher nebst Klappentext auch hier auftauchen, sobald der Webmaster für eine Aktualisierung zur Verfügung steht
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Donnerstag, den 06.11.2008
Überraschungspakete
Fast wie an Weihnachten kam sich die Autorin heute vor, als der Paketbote gleich zwei Sendungen ablieferte: Einen Karton mit den Belegexemplaren der Madonna-Taschenbuchausgabe und einen mit einem Stapel ausgesprochen fremdländisch aussehender Werke, bei denen es sich um die koreanische Lizenzausgabe vom Montagsmann handelt. Ist schon ein sehr merkwürdiges Gefühl, in so weiter Ferne gelesen zu werden :-)
Die Madonna ist auch im Taschenbuch ein richtiger Augenschmaus geworden, mit schöner Goldprägung "veredelt" und mit Buchklappen zur Stabilisierung des Einbandes, was bei den vielen Seiten bestimmt nicht schaden kann. Sogar der Aufkleber "RTL-Buchtipp" (ich weiß, dass nicht alle Leser solche "Papperl" mögen, dafür gibt es sogar extra eine kleine Lasche zum leichteren Abziehen :) ist farblich auf das Cover abgestimmt :-)
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Mittwoch, den 05.11.2008
Lesung in Bonn
Für alle Interessenten im Raum Bonn: Am kommenden Sonntag findet die letzte Lesung in diesem Jahr aus Die Lagune des Löwen statt, und zwar anlässlich der Abschlussveranstaltung des Käpt'n Book Lesefestes im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Uhrzeit: 13 Uhr.
Unterdessen ist Die Madonna von Murano bei Amazon bereits als Taschenbuch erhältlich, wie immer einige Tage vor dem offiziellen Ersterscheinungstermin, der nach Verlagsangaben zufällig auf den Beginn der fünften Jahreszeit fällt, also den 11.11. :-). Schon am kommenden Wochenende dürfte das Buch aber auch im regulären Buchhandel überall erhältlich sein.
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Montag, den 03.11.2008
Fortschritte
Nach dem gestrigen Tag des Tanzes, der mit stundenlangem publikumswirksamem Üben in der Halle verbunden war, schmerzen heute noch ein paar untrainierte Muskeln (als Ursache tippe ich auf den sehr bewegungsfreudigen Salsa-Workshop :-), doch schlappmachen gilt nicht.
Der neue Roman schreitet stetig voran, die Arbeit daran beflügelt ungemein, beim Schreiben sprudeln nur so die Ideen - es ist die reine Schaffensfreude! Natürlich steht die Story mitsamt aller Verwicklungen schon vorher fest, doch es bleibt immer noch genug Raum zur freien Entfaltung der Phantasie, etwa bei den Dialogen und den Gefühlen der Protagonisten oder den Szenenbeschreibungen. Auf diese Weise verwächst man immer fester mit seinen Figuren, bis man schließlich sogar von ihnen träumt oder morgens mit dem Gedanken an ihr Schicksal aufwacht. Das sind dann jene goldenen Momente, in denen die Autorin davon überzeugt ist, den allerschönsten Beruf der Welt zu haben :-)
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Freitag, den 31.10.2008
Winterlich
Schon wieder neigt sich eine ereignisreiche Woche dem Ende zu. Neben einer Lesung vor einem netten, aufmerksamen Publikum in der Fuldaer Landesbibliothek und einem schönen Zuwachs zum König brachte sie gestern den ersten Schnee, von dem hier in Osthessen über Nacht gleich so viel runterkam, dass man sich wie mitten im Winter fühlte. Höchste Zeit für den Reifenwechsel, der für kommende Woche auf dem Programm steht.
Mittlerweile kamen auch die Entwürfe für die Innenillustrationen, die zu meiner großen Freude wieder von dem Künstler Jan Balaz erstellt werden - von ihm stammen auch die traumhaften Illustrationen bei der Madonna und der Lagune, und nun also auch die neuen bei den Liebenden. Die Wahl zwischen den verfügbaren Varianten bei der Kapitelillustration fällt schwer, denn es sind alle einfach nur wunderbar. Nun bin ich gespannt, wofür der Verlag sich entscheidet - meine Favoriten habe ich jedenfalls heute benannt :-)
Auch das Cover ist inzwischen fertig, und ich hoffe, es hier in den nächsten Tagen bereits mit den Klappentexten einstellen zu können.
Dieser Tage kam auch schon die erste Lesungsanfrage für nächstes Jahr, und zwar für meine erste Auslandslesung - in der Schweiz :-)
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Freitag, den 24.10.2008
Lesung in Homberg
Die gestrige Lesung in Homberg fand sozusagen vor vollem Hause statt: Sage und schreibe 156 Besucher versammelten sich zu der Dinnerlesung in der Stadthalle, und oben auf der Bühne zu thronen und auf eine so aufmerksam lauschende Zuhörerschar von diesen Ausmaßen zu blicken, war schon ein ungewöhnlich aufregendes Ereignis. Doch alles klappte vorzüglich, dank des bewunderungswürdigen Elans und des beispiellosen Engagements der örtlichen Buchhänderinnen Ulrike Weitzel und Sylke Bösking-Rieß, denen ich von hier aus nochmals meinen herzlichen Dank für die gelungene Veranstaltung und den schönen Abend aussprechen möchte - und natürlich auch für den netten Shuttle-Service. Es hat einfach alles gestimmt, inklusive anschließendem Absacker mit Kaffee plus Grappa :-)
Für die hiesigen Blogbesucher noch eine Information: Eine weitere Lesung aus Die Lagune des Löwen findet kommende Woche Mittwoch (29. Oktober 2008) um 19.30 Uhr in Fulda statt, und zwar im Lesesaal der Hochschul- und Landesbibliothek am Heinrich-von-Bibra-Platz. Der Eintritt ist frei.
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Dienstag, den 21.10.2008
Die Liebenden von San Marco
Die Vorschauen für das nächste Programm sind so gut wie gedruckt, und auf der Website des Verlags ist der Titel schon angekündigt, weshalb ich ihn jetzt endlich auch hier verraten kann: Aus den Gondeln wurde Die Liebenden von San Marco, ein Titel, mit dem ich hochzufrieden bin, weil er wie kein anderer der vielen Vorschläge genau das Hauptthema des Romans widerspigelt. Ob tragisch, glücklich, heimlich, verblendet, zerstörerisch - die Liebe hat in dem Buch viele Facetten, und um sie dreht sich letztlich alles.
Auch der Erscheinungstermin steht jetzt fest, es ist mein Wunschtermin: Mitte März zur Leipziger Buchmesse :-) Zeitgleich gibt es dazu übrigens das Hörbuch, das wieder von Anne Moll eingelesen wird.
Während der Buchmesse trafen hier letzte Woche die Belegexemplare für die Clubausgabe der Lagune ein. Das Cover finde ich sehr gelungen!
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Montag, den 20.10.2008
Nach der Messe
Die Messetage waren mal wieder spannend und bunt, aber auch anstrengend. Irgendwie scheint der normale Alltag danach zu wenige Stunden zum Ausruhen zu haben, erkennbar am vermehrten Schlafbedürfnis.
Davon abgesehen läuft wieder alles im gewohnten Trott. Die Herbstferien sind vorbei, die Sprösslinge in der Schule bzw. an der Uni (Sohn Nummer zwei ist ziemlich angetan von dem Jurastudium, muss irgendwie in der Familie liegen :-)), und auch sonst steht alles im Zeichen der Arbeit. Das Manuskript wächst und gedeiht täglich ein kleines Stückchen mehr und macht weiterhin viel Freude.
Die Autorenwebsite müsste mal wieder in Sachen Lesungen aktualisiert werden: Mindestens zwei, die in den nächsten paar Wochen stattfinden, sind noch nachzutragen, aber bislang sind mir leider noch nicht alle Veranstaltungsdaten bekannt. Auf jeden Fall wird aber hier jeweils noch auf aktuell anstehende Lesungen zusätzlich im Blog hingewiesen.
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Samstag, den 11.10.2008
Alles im grünen Bereich
Kind wieder gesund, Auto wieder so gut wie neu, Zweitwagen ebenfalls wieder gut unterwegs, und dazu noch traumhaft schönes Herbstwetter - was will der Mensch mehr. Okay, die Heizung könnte endlich mal aufhören, sich ständig ungefragt auszuschalten. Hier hatten wir uns wohl zu früh gefreut - die ganze Woche lief sie tadellos, auch ohne Monteur, aber pünktlich zum Wochenende fängt sie wieder an zu streiken. Das wird sich wohl doch ein Experte näher ansehen müssen.
Unterdessen macht auch Der König der Komödianten wieder planmäßige Fortschritte, etwa ein Viertel des Romans steht bereits, und die Arbeit macht mir unglaublich viel Spaß.
Nächste Woche ist dann allerdings erst mal Schreibpause angesagt - die Buchmesse steht vor der Tür! Alle wichtigen Termine sind festgeklopft, und Mittwoch früh geht es dann auch schon los. Drei Tage, randvoll mit Messe-Aktitiväten, Geschäftsessen, Agententreffen, Verlagsdinner, Standpräsenz, Signierstunde - und natürlich gemütliches Beisammensitzen, Klönen und Kaffeetrinken mit lieben Kollegen. Das Wetter darf gerne zur Buchmesse so sein wie jetzt, dann wäre alles perfekt :-)
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Sonntag, den 05.10.2008
Serienpech
Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt ... Dieser Spruch trifft ziemlich gut auf die vergangenen zehn Tage im Leben der Autorin zu. Noch vor dem Kongress ging der ganze Ärger los. Es begann alles mit einem heftigen Scheppern, genauer, mit einem Auffahrunfall, bei dem Stoßstange, Auspuff und ein Teil der Heckklappe von meinem Auto reichlich in Mitleidenschaft gezogen wurden. Der erschrockene Hintermann bedauerte seine Unaufmerksamkeit sehr, und für den finanziellen Schaden kommt ja die Versicherung auf, aber die vielen Telefonate, den Papierkrieg und den ganzen anderen Zeit und Nerven raubenden Stress nach so einem Unfall muss man als Betroffener trotzdem irgendwie abarbeiten.
Dem Gesetz der Serie folgend, wurde unversehens dann noch Tochter Nummer drei krank, und zwar so ernst, dass drei Arztbesuche in kurzen Abständen nötig waren, bis endlich ein passendes Medikament gegen die Infektion gefunden war. Da es ihr mittlerweile wieder besser geht, fällt die Tatsache, dass gerade passend zur anstehenden Autoreparatur nun auch der kleine Zweitwagen der Familie bzw. dessen Zündung den Geist aufzugeben im Begriff ist und dass sich obendrein aus unerfindlichen Gründen fast täglich die Heizung abschaltet, kaum noch ins Gewicht, denn es gibt nichts Wichtigeres als die Gesundheit.
Alle anderen Probleme lassen sich leicht einrenken, vor allem, solange es nette Fachleute gibt, die sich darum kümmern. Folglich wird morgen ein Heizungsmonteur bestellt, zwei Autos werden in die Werkstatt gebracht, und die lädierten Nerven können sich unterdessen hoffentlich so weit erholen, dass Der König der Komödianten wieder auf die Tagesordnung passt.
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Mittwoch, den 24.09.2008
Kongress
Es ist so weit, unser jährlicher Montségur-Kongress steht am kommenden Wochenende an, und wieder mal merke ich, dass die Zeit mir davonläuft, zumal auch die anderen Pflichten nicht ruhen. Für die Tage meiner häuslichen Abwesenheit sind noch diverse Organisationsfragen zu klären - wobei es ungemein praktisch ist, für den familiären Innendienst lauter erwachsene Kinder zu Hause zu wissen :-).
Der 2-stündige Vortrag für den Kongress muss noch mal durchgegangen, mit erkälteter Tochter Nummer drei zum Arzt gefahren und das Tagespensum am König der Komödianten eingehalten werden. Nach der letzten erschreckenden Gaspreiserhöhung wird es außerdem jetzt endlich Zeit für einen Anbieterwechsel, das soll auch vor dem Wochenende noch erledigt werden. Ach ja, und Tochter Nummer zwei braucht für die Klassenfahrt nach Paris noch Geld. Vielleicht sollte ich lieber eine Liste schreiben, um nichts zu vergessen.
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Donnerstag, den 18.09.2008
Es herbstelt
Kalendarisch steht er ja sowieso vor der Tür, und nun merkt man es auch an den sinkenden Temperaturen, mit anderen Worten, mal eben ohne Socken zum Einkaufen fahren geht nicht mehr, denn es ist lausig kalt geworden: Der Herbst hat Einzug gehalten. Eigentlich liebe ich diese Jahreszeit, irgendwie ist es dann gemütlicher zum Lesen, genau passend zu den vielen tollen Herbstnovitäten, die es dieses Jahr wieder gibt. Die ersten sind schon wieder von meinem SUB verschwunden, u. a. das herrliche Gegensätze ziehen sich aus von Kerstin Gier und der spannende neue Thriller Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek, doch nach der Buchmesse wird der Stapel wieder höher sein als vorher.
Ein anderer Stapel kam bei mir dieser Tage an, nämlich die Belegexemplare von Tierische Helden, frisch erschienene Club-Premiere einer Anthologie hübscher Tiergeschichten, u. a. von Charlotte Link, Sebastian Fitzek, Iny Lorentz, Amy Tan und Elke Heidenreich, neben denen ich mit meiner Story Auf den Hund gekommen vertreten bin. Wobei selbstredend aus dem Titel keinerlei Rückschlüsse auf den Gemütszustand der Autorin zu ziehen sind :-) Der ist nämlich gerade sehr ausgewogen, weil die Arbeit am König der Komödianten richtig viel Spaß macht.
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Mittwoch, den 10.09.2008
Gegensätze ziehen sich aus
Endlich ist er da, der lang ersehnte Nachfolger von Die Müttermafia und Die Patin: Soeben brachte DHL den knallroten und druckfrischen dritten Teil dieser unvergleichlich witzigen Reihe: Gegensätze ziehen sich aus von meiner wunderbaren Freundin und Kollegin Kerstin Gier. Dass sie mir mit ihren Büchern nicht nur regelmäßig die Lachtränen in die Augen treibt, sondern mit diesem letzten auch ein Tränchen der Rührung, kommt daher, dass sie es meiner Wenigkeit gewidmet hat. Liebe Kerstin, du siehst mich sprachlos (wer mich kennt, weiß, dass das so gut wie nie vorkommt :-)
Jetzt wird für den Rest des Nachmittags erst mal gelesen!
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Montag, den 08.09.2008
Ablenkungen
Das Wochenende verlief weitgehend schreibfrei, abgesehen von diversen Mails, die bereits im Vorfeld der Buchmesse mit Branchenkollegen getauscht wurden, um die ersten Termine festzuklopfen. Die übrige Zeit gehörte den Sprösslingen, die ausnahmsweise vollzählig versammelt waren, eine Gelegenheit, die natürlich ausgenutzt werden muss. Dabei war wieder mal festzustellen, dass keine Zeit schöner ist als jene im Kreis der eigenen Familie :-)
Nachdem der heutige Vormittag mit etlichen Besorgungen ausgefüllt war, geht es aber heute Abend auf jeden Fall mit dem König der Komödianten weiter.
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Donnerstag, den 04.09.2008
In Windeseile ...
... vergeht momentan die Zeit, schon wieder ist eine (bloglose) Woche verstrichen. Die war allerdings voll mit Verpflichtungen rund um den anstehenden Studienstart von Sohn Nummer zwei. Diverse Abstecher nach Würzburg zum Einschreiben und zwecks Wohnungssuche brauchen ihre Zeit. Auf akademische Würden ausgerichtet ist derweil auch das Leben von Sohn und Tochter Nummer eins. Während der eine sich entschieden hat, vor dem Referendariat noch zu promovieren und sich gerade eifrig in erste thematische Recherchen stürzt, hat die andere soeben ihre umfangreiche Studienarbeit abgegeben, welche schon für das Erste Staatsexamen zählt.
Unterdessen versucht die Autorin, ihre eigene Arbeit nicht aus den Augen zu verlieren, und so geht es zumindest phasenweise auch mit dem König der Komödianten weiter. Die ersten drei Dutzend Seiten sind geschrieben, die Freude an dem Stoff wächst von Zeile zu Zeile. Die Figuren kommen mir jetzt schon wie gute Freunde vor :-)
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Dienstag, den 26.08.2008
Der König der Komödianten
Das Wochenende war bereits dem neuen Roman gewidment, und das Schreiben schritt sofort mit Schwung voran. Normalerweise kommt es nur sehr selten vor, dass ich schon von der ersten Seite an mit einer Hauptfigur völlig vertraut bin, und dass es bei diesem Buch der Fall ist, macht mich sehr froh und ist unglaublich beflügelnd! Gleich ein "Feeling" für die Hauptfigur zu haben, ist sonst nicht selbstverständlich, oft muss man sich erst schreibend an sie herantasten, bis man ganz in ihrem Kopf ist. Diesmal gab es keine Barrieren, was vielleicht auch daran liegt, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird, so wie bei etlichen meiner anderen Komödien auch - nur dass nun erstmalig ein Mann die Hauptrolle spielt. Ich gebe zu, deswegen hatte ich Identifikationsprobleme befürchtet, aber es gibt keine. Es fühlt sich kein bisschen alienmäßig an. Männer sind halt doch nicht vom Mars :-)
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Freitag, den 22.08.2008
Coverfragen
Vorgestern kam aus der Grafik-Abteilung des Verlags ein wunderschöner Coverentwurf, mit einem traumhaften Hintergrund, der keine Wünsche offenlässt. Die junge Dame, die dem Betrachter aus dem Vordergrund des Bildes entgegenblickt, jagte mir aber tags darauf einen ordentlichen Schrecken ein: Zu meinem Entsetzen entdeckte ich sie via Internet auf einem anderen historischen Roman, der nächsten Monat erscheinen soll. Hm. Hier war rasche Abhilfe vonnöten, eine neue Dame musste her. Nach vielen Stunden Internetsuche war schließlich eine kleine Auswahl von einem knappen Dutzend Damenporträts aus dem 16. Jhd. zusammengestellt, von denen wiederum zwei nach einer verlagsinternen Abstimmung deutlich vorn liegen - und zwar Kopf an Kopf, sodass ich nun eine Entscheidung treffen muss. Sohn Nummer eins hat zu diesem Zweck die Aufgabe übernommen, beide Damen passend digital auszuschneiden und auf den ursprünglichen Hintergrund zu "kleben". Mal sehen, welche sich dann netter macht.
Unterdessen ist meine Münchener Lektorin mit der Textredaktion der Gondeln fertig (die dann natürlich nicht so, sondern ganz anders heißen werden, Info kommt hier aber wie angekündigt erst nach dem Druckstart der Vorschauen!). Großes Lob auch zum Rest. Und große Freude bei der Autorin :-)
Das Wetter ist derzeit scheußlich, aber die Stimmung zum Wochenende entspannt. Und erwartungsvoll: Der Plot für das neue Buch ist fertig, Der König der Komödianten kann somit die Bühne betreten :-)
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Dienstag, den 19.08.2008
Hilke Rosenboom
Tief erschüttert hat mich dieser Tage die Nachricht vom Tode einer lieben DeLiA-Kollegin, der bekannten Kinder- und Jugendbuch-Autorin Hilke Rosenboom, die am vergangenen Freitag viel zu früh verstorben ist. Mit ihren wunderbaren Büchern wird sie in den Herzen vieler weiterleben, doch bei DeLiA wird sie uns mit ihrer fröhlichen, humorvollen Art sehr fehlen.
Einmal nach ihrem Hobby befragt, sagte sie: "Reisen, Reisen, Weiterreisen."
Auf dieser - deiner letzten - Reise alles Gute, Hilke. Unsere Gedanken begleiten dich.
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Donnerstag, den 14.08.2008
Neuer Stand
Höchste Zeit, mein Blog-Tagebuch mal wieder zu aktualisieren, zumal es diverse Neuigkeiten gibt. Der Titel für das nächste Jugendbuch ist gefunden: Wenn Mädchen die Sonne sind, sind Jungs das Eis. Diese Idee des Arena-Verlages fand ich sehr hübsch, und auch der dazugehörige Coverentwurf ist prima gelungen, sodass das im Januar erscheinende Buch bestimmt wieder eine schöne runde Sache wird.
Unterdessen wird eifrig am neuen Roman geplottet und täglich die bereits im Laufe der letzten Monate angeschaffte Hintergrundliteratur zum neuen Thema gewälzt. Der anstehende historische Roman soll diesmal gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts spielen - natürlich auch wieder überwiegend in Venedig. Und hier offenbare ich nun auch das Novum gegenüber den drei vorangegangenen Renaissance-Romanen. Genau genommen sind gleich drei Aspekte entscheidend anders: 1. Die Hauptfigur ist männlich, 2. die Story wird in der Ich-Form erzählt, und 3. es ist eine Komödie. Einzelheiten werden im Laufe der nächsten Monate hier in diesem Theater verraten :-)
Geplant ist ein Umfang von rund 600 Seiten, von daher ist bei diesem Buch jetzt schon eines sicher: Es wird bedeutend schneller fertig als die Gondeln. Von denen es übrigens auch Neues zu vermelden gibt: Meine liebe Münchener Lektorin hat das Manuskript schon zu 2/3 redigiert, und das Lob, das von dieser professionellen und unbestechlich strengen Stelle als Rückmeldung kommt, lässt die Autorin wieder mal ein Stückchen überm Boden schweben.
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Donnerstag, den 07.08.2008
Buddelei und Juristenschwemme
Der gestrige Tag stand ganz im Zeichen der Gartenverschönerung. Eine Beetbepflanzung mit Bodendeckerrosen und Lavendel brachte die Autorin nicht nur ins Schwitzen, sondern ließ sie hinterher auch wie das reinste Erdferkel aussehen. Das zwischen den Bodenplatten vor dem Haus sprießende Unkraut bekam der Einfachheit halber eine Behandlung mit Round-up verpasst, das ging in der Hitze schneller als Rausreißen. Und das Rasenmähen hat heute freundlicherweise Sohn Nummer zwei erledigt. Der ansonsten derzeit in den Startlöchern sitzt, sich für sein Studium einzuschreiben. Der gewünschte Platz in Würzburg ist bewilligt, und so kann es im Oktober dann losgehen mit dem nächsten Lebensintervall - einem Jura-Studium. Honni soit qui mal y pense, mag da manch einer vielleicht sagen, aber: Nein, ich bin daran völlig unschuldig, ebenso wie bei Sohn Nummer eins und Tochter Nummer eins, die bekanntlich denselben Studiengang gewählt hatten wie ihre Eltern und ihr jüngerer Bruder. Mir wäre es ganz recht, wenn im Sinne der Berufsvielfalt einer der Sprösslinge mal was anderes lernen würde. Aber anscheinend sind manche Dinge auch erblich, von denen man es nicht vermutet :-) Und wer weiß, vielleicht fängt ja der eine oder andere sogar irgendwann an zu schreiben :-))
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Montag, den 04.08.2008
Aufgeräumt
Der gestrige Tag diente dem ausgiebigen Aufräumen. Sämtliche Bücher- und Papierstapel, die sich auf und rund um den Schreibtisch angesammelt hatten, sind wieder ordentlich im Regal verstaut, alle Flächen wunderbar frei und sauber abgewischt - ein Arbeitsplatz, der sich (buchstäblich) wieder sehen lassen kann :-) Wie immer nach einem fertigen Buch: alles auf Neustart, sozusagen. Ein gutes Gefühl!
Heute sollte endlich die schon seit einer Weile aufgeschobene Beetbepflanzung drankommen, außerdem Rasenmähen und das restliche Beschneiden der Rosenbüsche. Doch der erste Regentag seit langem macht hier einen Strich durch die Rechnung. Also vielleicht dann doch heute gleich mit dem neuen Buch anfangen? Mal sehen, wie so die Stimmung ist. Ein bisschen Ausruhen nach den arbeitsreichen letzten Wochen tut sicher auch ganz gut.
Für Töchter Nummer zwei und drei gilt dagegen die umgekehrte Version: Passend zum Regenwetter fängt heute die Schule wieder an :-)
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Samstag, den 02.08.2008
Ab die Post!
Nachdem den ganzen Nachmittag und Abend über der Drucker vor sich hinratterte, ist jetzt leichtes Aufatmen angesagt: Der große Papierstapel ist in Sack und Tüten, buchstäblich, und geht morgen mit DHL auf die Reise nach München zu meiner Lektorin. Natürlich wurde vorher das gute Stück - sicher ist sicher - vorab schon mal per Mail an alle Beteiligten gesandt (Verlag, Agentur, Lektorin), sodass jeder, der mag, es sich noch zusätzlich ausdrucken kann. Bei der Hitze und bei 1.100 Seiten allerdings ein ziemlich mühseliges Unterfangen; rund um den Drucker herrschen hier gerade gefühlte 40 Grad :-)
Morgen ist gleich der nächste Papierstapel dran, allerdings nicht von mir auszudrucken, sondern in Form fertiger Druckfahnen, die mir dieser Tage von Arena-Verlag geschickt wurden und die noch durchzugehen sind - Endkontrolle, bevor der Jugendroman endgültig in die Herstellung geht. Im Januar soll bereits der Erscheinungstermin sein. Einen Titel weiß ich für das Buch noch nicht, aber demnächst erfahre ich hierzu mehr.
Tja, bliebe noch der aktuelle und vermutlich endgültige Titel von den Gondeln. Die Vorschauen sind indessen noch nicht in Druck, d.h. so ganz 100%ig und unwiderruflich amtlich ist es immer noch nicht, deshalb halte ich mich hierzu noch ein bisschen bedeckt und verrate es erst, wenn nichts mehr dran zu ändern ist :-)
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Montag, den 28.07.2008
Empfehlenswert
Im Rausch der Überarbeitung habe ich ganz vergessen, meine Begeisterung über den neuen Film zu erwähnen, den ich dieser Tage im Kino gesehen habe: Mamma Mia, die Leinwand-Adaption des gleichnamigen Abba-Musicals. Klar, dass man an diesem Film als Fan (ich bin einer der ersten Stunde!) der legendären schwedischen Popgruppe am meisten Freude hat, aber auch sonst ist er einfach sehenswert. Ein zauberhaftes Libretto, wunderbar ausgewählte Songs, witzig überzeichnete Kostüme und eine herrlich idyllische Kulisse machen Mamma Mia zu einem echten Kino-Erlebnis. Die größte und gelungenste Überraschung aber waren für mich die Schauspieler, allen voran die von mir sehr verehrte Meryl Streep mit einer verblüffend schönen Singstimme. Unweigerlich zu Tränen rührend: Slipping through my fingers. Alle Mütter, die den Film schon im Kino gesehen haben, werden wissen, was ich meine...
Fantastisch singen kann übrigens auch der einzig wahre und echte Mr. Darcy, Colin Firth, der neben dem fröhlich aufspielenden und Mut zum Bäuchlein zeigenden Ex-Bond Pierce Brosnan sein komisches Talent perfekt unter Beweis stellte.
Ein rundum gelungenes Vergnügen!
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Montag, den 28.07.2008
Es wird ...
... wohl doch etwas eher fertig als gedacht. Gepackt von dem Stoff, hat die Autorin sich entgegen ursprünglicher Planung mehrere Rund-um-die-Uhr-Arbeitsschichten verordnet und heute schon den ersten Durchgang des Manuskripts abgeschlossen, inklusive Aktualisierung der Zeittafel und des Glossars sowie der Erstellung eines Personenregisters. Überraschend bei der Arbeit war für mich mal wieder, dass ein Buch, im Ganzen gelesen, ganz anders wirkt als beim sukzessiven "Abarbeiten" des Kapitelexposés und während des Redigierens noch mal einen völlig neuen Sog entfalten kann - obwohl ich die Story ja schon haarklein vorher kannte.
Dem ersten Durchgang sind knapp 10 tsd. Wörter Text zum Opfer gefallen, denn es gibt kaum ein besseres Mittel zum Feilen als das Kürzen. Trotzdem bleiben noch rund 1.100 Manuskriptseiten übrig, was am Ende ein gut 900 Seiten dickes Buch ergeben dürfte.
Ab morgen ist dann der nächste Durchgang am fertig formatierten Text angesagt. Ein paar Tage noch, dann kann ich dieses Kind auf die Reise schicken.
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Freitag, den 25.07.2008
Redigieren
Die Überarbeitung der Gondeln macht täglich weitere Fortschritte, auch wenn es bei einem Tausendseiten-Manuskript natürlich seine Zeit braucht, bis alles durchgeackert ist. Nach knapp zwei Dritteln liegt jetzt ungefähr noch eine Woche Arbeit an dem Buch vor mir - für den ersten Durchgang. Ein zweiter Durchgang wird dann schneller gehen, da wird es dann einfach "am Stück" gelesen. Von den Begleittexten sind Glossar und Zeittafel schon fertig. Es fehlen noch Personenregister und Nachwort, beides wird wie üblich erst ganz zum Schluss geschrieben. Tja, und dann heißt es fürs Erste Abschied nehmen von diesem Buch, das anschließend die üblichen Stationen durchlaufen wird. Textredaktion, Lektorat, Fahnenkontrolle, Korrektorat, Herstellung ... Und nächstes Jahr, irgendwann im Frühsommer (den genauen Termin weiß ich noch nicht) dann die letzte Etappe - den Weg zum Leser :-)
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Donnerstag, den 17.07.2008
Zwischen zwei Büchern
Die Gondeln sind - zumindest in der Rohfassung - fertig, der nächste Venedig-Roman steht in den Startlöchern. Aber vorher ist Nacharbeiten angesagt. Neben dem Redigieren der Gondeln ist noch ein frisch lektoriertes Jugendbuch durchzuschauen und satzfertig zu machen. Es geht natürlich nur eins nach dem anderen, weshalb während der letzten Tage statt Entspannung weitere intensive Textarbeit im Vordergrund stand. Das flotte Jugendbuch war nach dem eher dramatischen historischen Roman eine nette Abwechslung, deshalb kam das zuerst dran. Aber schon morgen geht es mit der Überarbeitung der Gondeln weiter, und in etwa zwei bis drei Wochen dann mit dem Plotten des neuen Romans.
Aber erst mal Wochenende mit ein bisschen Lesen und Ausspannen, muss ja auch mal sein :-)
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Montag, den 14.07.2008
ENDE
Eine stumme Woche ist vorbei, aber zu erzählen hatte ich in dieser bloglosen Zeit trotzdem ziemlich viel: den Schluss des Romans.
Man erkennt es unschwer an der Überschrift - gerade eben fand er statt, dieser eine magische Moment, der beim Schreiben eines Romans immer mit den meisten Emotionen einhergeht, nämlich das letzte Wort vom letzten Kapitel, das in Großbuchstaben verfasste ENDE.
Begleitet vom unausweichlichen Tränenausbruch musste ich mit diesem einen Wort wieder eine Geschichte loslassen, mit der ich eben noch so fest verwachsen war wie Yin mit Yang. Eine reizende Leserin schrieb mir gestern wunderbar passend, Bücher seien wie Seelen, das ließ mich den ganzen Tag beim Schreiben nicht los, weil es eine so einfache Wahrheit ist - vor allem dann, wenn es sich um Bücher handelt, die man selbst schreibt.
Die Rohfassung der Gondeln ist damit fertig, jetzt geht es noch ans Feilen und Korrigieren, der nach-kreative Teil sozusagen. Aber erst ab morgen (bzw. heute). Jetzt (3.20 h MEZ) geht die Autorin erst mal ins Bett.
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Montag, den 07.07.2008
Noch ...
... ist das Buch nicht fertig, auch wenn mich dieser Tage vermehrt Anfragen erreichen, wann es denn nun so weit sei. Eine Woche strammes Schreiben fehlt auf alle Fälle noch bis zur kompletten Rohfassung, es sei denn, die nächsten Tage kämen noch ein paar Nachtschichten dazu, was nicht auszuschließen ist :-)
Mein Blog ist in der letzten Zeit ein bisschen dünn, ich gebe es zu und gelobe - wieder mal - Besserung bei der Aktualisierung der Neuigkeiten. Aber erst nach dem letzten Kapitel der Gondeln :-)
Abgesehen von der Arbeit herrscht hier aber sowieso gerade Sommerloch, mit anderen Worten, es läuft nicht viel. Alles, was nicht mit Schreiben zu tun hat, wird momentan aufgeschoben, u. a. die Bepflanzung eines Beetes oder der Rosenschnitt. Das Kleinerlesen meines SuB. Neue Filme angucken. Vor allem aber das schlichte Entspannen, denn das kann man in der letzten Endphase eines Romans am wenigsten brauchen :-)
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Dienstag, den 01.07.2008
Versenkung
Wieder mal ist es so weit: Die Autorin arbeitet sich dem Ende eines Manuskripts entgegen, das tägliche Schreibpensum wächst, die Konzentration ebenfalls. Zum Schluss eines Tausendseiten-Buchs alle Handlungsfäden zusammenlaufen zu lassen, alle Geheimnisse aufzulösen und all das mit der dramatischen Krise zu verknüpfen, die den letzten Teil markiert und auf die der Roman von Anfang an unweigerlich zusteuert - da kann nebenher nicht viel stattfinden. Mein Platz ist sozusagen im Buch, zumindest mental und emotional. Der Rest befindet sich vor der Tastatur und dem Monitor :-)
So manches Alltägliche wird da nicht nur unwichtig, sondern zuweilen sogar lästig. Anderweitige Verpflichtungen werden entweder delegiert (Sohn Nummer zwei muss heute unbedingt den Rasen mähen, und zum Autofahren-Üben ist er derzeit für Tochter Nummer zwei der einzige Ansprechpartner) oder aufgeschoben (Jaja, die Steuererklärung, warum schafft man so was nicht einfach mal ab?).
Wieso ich all das ausgerechnet in meinen Blog schreibe? Weil es eine gute Möglichkeit ist, allen mitlesenden Freunden, Bekannten und sonstigen Besuchern meiner Website auf diesem Wege mitzuteilen, dass ich nicht aus misanthropischer Ungeselligkeit in der sozialen Versenkung verschwunden bin und deswegen so schleppend auf Mails antworte oder nie zurückrufe. Böse Absicht steckt nicht dahinter. Ich bin einfach mal wieder vom Schluss-Bazillus infiziert. Aber der ist zum Glück heilbar. Wie immer in dem Fall durch ein einziges Wort. Das ENDE am Schluss des Romans :-)
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Sonntag, den 29.06.2008
Fußball- und Gondelfieber
Während die Fans des runden Leders schon seit Tagen dem Endspiel um die Europameisterschaft entgegenfiebern, schippern die Gondeln in erhöhtem Tempo der Vollendung entgegen. In Teil acht ist noch dies und das zu überarbeiten, bevor es mit Teil neun weitergeht und dann - hoffentlich - Ende kommenden Monats die Zielmarke erreicht wird. Ein Titel für das Buch ist inzwischen auch gefunden; von Anfang an war klar, dass Gondeln aus Gold nur der Arbeitstitel sein sollte. Das, was letztlich aus dem Provisorium geworden ist, wird hier aber noch nicht verraten, erst nach endgültiger Festlegung in der nächsten Programmvorschau. Sicher ist sicher :-)
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Mittwoch, den 25.06.2008
Aus Kindern ...
... werden unweigerlich Leute, was man manchmal nur an beiläufigen Kleinigkeiten bemerkt, etwa daran, dass sie plötzlich größere Füße haben als man selbst oder am Wochenende erst lange nach Mitternacht heimkommen. Manchmal aber auch an einschneidenden Begebenheiten, etwa dem gerade frisch bestandenden Führerschein von Tochter Nummer zwei. Oder dem soeben mit Bravour geschafften Staatsexamen von Sohn Nummer eins, der nun als stolzer Prädikatsjurist ins Referendariat gehen kann. Da wird jeglicher Alltagskram auf einmal ganz unwichtig, und die stolze Mutter möchte am liebsten gleich den ganzen Rest der Welt informieren. Was sie hiermit tut :-)
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Montag, den 23.06.2008
Erledigt ...
... ist die Autorin nach einem anstrengenden Wochenende, an dem sich so ziemlich alles ballte, was eventmäßig normalerweise bequem in ein paar Wochen passt, nämlich ein Besuch bei einer lieben Freundin und Kollegin, eine Lesung, ein großes Familienfest und ein Besuch bei der weltbesten Mutter sowie zum Abschluss eine kleine Shopping-Tour mit Töchtern Nummer zwei und drei - alles verbunden mit Fahrerei von fast tausend Kilometern, Baustellen und Staus inklusive.
Nach glücklicher Heimkehr folgte heute ein Blitzeinkauf zwecks obligatorischem Auffüllen des leeren Kühlschranks sowie ein gemütlicher Grillabend im Kreise der anwesenden Sprösslinge. Jetzt ist jetzt erst mal Ausruhen angesagt, vielleicht noch eine DVD zum Ausklang des stressigen Tages.
Morgen geht es dann mit Volldampf in den Gondeln weiter.
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Dienstag, den 17.06.2008
Spontaner Schulbesuch
Gestern gefragt, heute gemacht: Eine Idee der Deutschlehrerin von Tochter Nummer zwei führte heute dazu, dass ich die Schulbank drückte - allerdings vom Lehrerpult aus. Dort hatte ich vorhin das seltene Vergnügen, vor der Klasse einen Vortrag über die Entstehung und das Schreiben von Romanen zu halten. Wieder mal konnte ich feststellen, dass mir dergleichen großen Spaß macht.
Zum Thema Jugend gab es auch gestern ein erfreuliches Ereignis: Der Karton mit den Belegexemplaren von Schluss mit der Jungsdiät traf ein. Das Buch ist um einiges größer und dicker als erwartet, eine richtig schön aufgemachte Klappenbroschur mit buntem Cover als Hingucker. Tochter Nummer drei (14) hat schon angefangen zu lesen :-)
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Mittwoch, den 11.06.2008
Lesung in Kirchberg
Absolut begeistert bin ich von dem Örtchen Kirchberg an der Jagst, das mit seiner reizvoll ländlichen Umgebung und zauberhaft mittelalterlichem Flair ein schönes Lesereisen-Highlight bietet und allen Autoren daher nur zu empfehlen ist. Die Lesung fand gestern in dem herrlich pittoresken und altehrwürdigen Gemäuer einer Wehranlage statt, die den historischen Stadtkern zum Tal hin abschirmt. Der liebenswürdige Empfang, das aufmerksame und interessierte Publikum, ein stimmungsvoller Stadtrundgang und ein kurzweiliges Absacker-Gespräch beim heimischen Rotwein machten den Abend zu einer rundum gelungenen Angelegenheit. Und ließen die Autorin mit dem festen Entschluss nach Hause fahren, irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft wiederzukommen!
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Dienstag, den 10.06.2008
Noch mal Frühstücksfernsehen
Hätte mich nicht zufällig vorhin die beste Mutter der Welt angerufen ("Schalt mal schnell SAT 1 ein, die Sendung läuft schon!"), hätte ich glatt die Buchvorstellung verpasst. Die kam nämlich entgegen den offiziellen Ankündigungen schon um 8.15 Uhr. Danke, Mama! :-)
Vielleicht bekomme ich auch noch eine Aufzeichnung, nachdem Tochter Nummer eins eine solche vorausschauend in Auftrag gegeben hat.
Nach TV zum Frühstück ist der Rest des Tages auch schon verplant: Bis zur Reise nach Kirchberg wird jetzt noch ein Stück Text von den Gondeln redigiert, damit ich zwei weitere Großkapitel zum Testlesen an Agentur und Lektorat senden kann.
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Montag, den 09.06.2008
Frühstücksfernsehen
Hoch erfreut las ich heute eine Nachricht, der ich schon eine Weile entgegenfieberte und die mich dann gleich doppelt erreichte, sowohl vom Verlag als auch von meiner Agentur: Morgen wird im Frühstücksfernsehen von SAT 1 Die Lagune des Löwen vorgestellt! Der Beitrag bzw. das mit dem Moderator Peter Hetzel in Venedig aufgenommene Interview soll voraussichtlich zwischen 8.30 und 8.40 Uhr gesendet werden. Ich bin schon sehr gespannt!
Grund zur Freude ist auch das hübsche Cover meines im Arena-Verlag erscheinenden Mädchen-Buchs Schluss mit der Jungsdiät, das mittlerweile auch auf der Eva-Völler-Website unter Aktuell eingepflegt wurde. Auslieferung ist bereits nächste Woche.
Und noch eine Info aus aktuellem Anlass: Falls einer der geneigten Besucher dieser Seite in der Umgebung von Kirchberg an der Jagst lebt - dort findet morgen um 19.00 Uhr in der ehemaligen Rossmühle (Haus Graf) am Neuen Weg meine nächste Lesung aus Die Lagune des Löwen statt.
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Sonntag, den 08.06.2008
DeLiA-Kongress in Augsburg
Leider hatte ich Anfang der Woche völlig vergessen, die anstehende DeLiA-Tagung zu erwähnen - welche inzwischen stattfand, womit sich zugleich auch meine Abwesenheit der vergangenen Tage erklärt. Der Kongress fand diesmal in Augsburg statt, mit dichtem Programm von Donnerstag bis zum heutigen Sonntag, und es war mal wieder wunderbar! Die vielen lieben und vertrauten Kolleginnen und Kollegen wiederzusehen war allein schon die Reise wert, von den interessanten Workshops, dem göttlich komischen Kabarett unserer Mit-DeLiA Sophia Farago und der fröhlich-harmonischen Gala anlässlich der Preisverleihung ganz zu schweigen.
Und hier wird auch das Geheimnis nun gelüftet: Stolze Gewinnerin der DeLiA 2008 ist Michaela Rabe mit ihrem Romantic Thriller Perfektion, womit zum ersten Mal seit Vergabe des Preises dieser an eine DeLiA-Autorin gegangen ist! Herzlichen Glückwunsch auch von hier aus nochmals an meine Kollegin Michaela.
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Samstag, den 31.05.2008
Jugendbuch
Ganz unauffällig in den Startlöchern steht das Jugendbuch von mir, das kommenden Monat erscheint. Schluss mit der Jungsdiät wird, wie ich gestern vom Arena Verlag hörte, in den nächsten Wochen ausgeliefert und ist auch schon bei Amazon gelistet, auch wenn dort noch Cover und Klappentext eingestellt werden müssen, was der Verlag in den nächsten Tagen noch erledigt. Für ein weiteres Jugendbuch im Arena Verlag sind übrigens schon Vorarbeiten im Gange :-)
Neue Belegexemplare brachte mir der Paketbote heute von Die Madonna von Murano - Weltbild hat von dem Roman eine preiswerte Sonderausgabe herausgebracht. Auch im Taschenbuch ist der Titel inzwischen vorbestellbar - Auslieferung ist im November.
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Mittwoch, den 28.05.2008
Paket mit Postmann
Heute war mal wieder Rätselraten angesagt, als der Paketbote mir eine weitere "Auslandsüberraschung" brachte, die ich nicht auf Anhieb einordnen konnte. Fünf Freiexemplare eines fremdländischen Werks, auf dem zwar mein Name stand, aber auch ein Titel, der für das ungeschulte Auge alles Mögliche bedeuten konnte, nämlich: "Kai Laiskanesys Nepaskambina" (die Akzente auf diversen S gibt mein Schriftbild leider nicht her).
Allerdings vermittelte mir das Cover gleich darauf eine Ahnung, um welches Buch es sich handelte: In einem hübschen grünen Vorgarten liegt ein Brief mit einem dicken Blutklecks drauf :-) Damit war das Rätsel auch schon gelöst, diesmal sogar, bevor ich in das Begleitschreiben spähte - es handelt sich um eine Lizenzausgabe von Wenn der Postmann nicht mehr klingelt, in dem Fall um die litauische Übersetzung.
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Samstag, den 24.05.2008
Urlaub bei ALDI
Passend zum bevorstehenden Sommer ist es mal wieder soweit: Bei ALDI gibt es auch in diesem Jahr wieder eine schön aufgemachte HC-Sonderausgabe eines meiner Sibylle-Keller-Reiseromane, diesmal von Pizza, Mare und Amore. Zum kleinen Preis, versteht sich :-)
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Donnerstag, den 22.05.2008
Gedern und Geburtstag
Die gestrige Lesung in Gedern fand in zauberhaftem Ambiente statt, im schönen alten Wappensaal des dortigen Schlösschens, ein wunderbar stimmungsvoller Ort. Gedern selbst ist ein reizendes Städtchen im Vogelsberg, eine knappe Stunde Autofahrt von hier, die allerdings wie im Flug vergeht, weil sie fast ausschließlich durch herrliche Hügellandschaften führt. Die Lesung vor all den netten und aufmerksamen Zuhörern war ebenfalls eine reine Freude, und so wurde es ein rundum gelungener Abend, der nach meiner Heimkehr noch dadurch gekrönt wurde, dass ich mit meinen lieben Sprösslingen in meinen Geburtstag "reinfeiern" durfte und mein Geschenk schon um Mitternacht bekam :-)
Der heutige Tag gehört ganz der Familie, die aus gegebenem Anlass vollzählig versammelt ist. Zuerst steht gleich ein Geburtstagsbrunch auf dem Plan, danach gemütliches Beisammensein, im Idealfall auch draußen auf der Terrasse, wenn das Wetter hält, was es bisher verspricht. Für schlechtes Wetter bzw. den Abend liegen ein paar nette DVDs bereit, und Spiele gibt es auch genug. So lässt es sich leben :-)
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Dienstag, den 20.05.2008
Abgelenkt
So geht das machmal: Eigentlich muss unbedingt der Rasen gemäht werden (sollte gestern schon passiert sein), weil man mittlerweile eher hindurchwaten statt drüberlaufen kann, aber dann ist die anderweitige Arbeit wieder mal viel spannender ... Genauer, die speziellen Hinrichtungsgepflogenheiten der Osmanen, die um rüde Methoden, sich ihrer Gegner und Übeltäter zu entledigen, nicht verlegen waren. So kam es heute, dass ich für einen einzigen Satz im Manuskript (eigentlich war es sogar nur ein Halbsatz) mal eben in einem wunderbar umfassenden Sachbuch (von dem leider bald die Leihfrist abgelaufen ist) etwas über Hinrichtungen im historischen Konstantinopel nachschlagen wollte - und mich rettungslos festlas. Auf die Weise kann man für eine Szene leicht 10 mal so lange brauchen wie veranschlagt. Und man hat hinterher eine Vorstellung davon, woher die Verwünschung Zum Henker nochmal! stammen könnte :-)
Der Rasen wird dann morgen gekillt. Vorausgesetzt, es regnet nicht :-)
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Sonntag, den 18.05.2008
Schreibzeit
Mit Erschrecken stelle ich eben fest, dass eine ganze blogfreie Woche verstrichen ist, woran ich erkenne, dass die Pausen eher dünn gesät bis kaum vorhanden waren. Nachdem ich die ganzen Tage mehr oder weniger durchgeschrieben habe, ist der Status quo bei den Gondeln recht erfreulich, sprich weit fortgeschritten. Noch ein Großkapitel überarbeiten, ein weiteres schreiben, und dann das Große und Ganze noch mal durchgehen und feilen - Ende Juni (wenn alles klappt) sollte das Manuskript zumindest in der Rohfassung in trockenen Tüchern sein.
Bis dahin finden allerdings noch etliche aushäusige Veranstaltungen statt, darunter diverse Geburtstage (u. a. ein runder meiner lieben Schwester), drei Lesungen (von denen eine noch hier auf der Homepage nachzutragen ist), der große DeLiA-Kongress in Augsburg - der Kalender ist für die nächsten sechs Wochen ziemlich voll.
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Samstag, den 10.05.2008
Schon wieder Wochenende
Nach einer ereignis- und teilweise recht stressreichen Woche naht nun Entspannung. Sohn Nummer zwei kann sich wieder ohne Krücken fortbewegen. Die beiden ersten Lesungen aus Die Lagune des Löwen sind geschafft, alles hat bestens geklappt. Die Premierenlesung mit "Heimvorteil" in Fulda hat am Mittwoch trotz des schönen Maiabends so viele Besucher in die Buchhandlung gelockt, dass die freundlichen Damen vom Thalia-Team noch ein paar Stühle dazustellen mussten. Das liebenswert-aufmerksame Publikum (unter dem sich nicht wenige Freunde, Bekannte und Verwandte der Autorin befanden :-) sorgte für beste Lesestimmung, die anschließend noch durch nette Gespräche in der Buchhandlung und später in einer nahegelegenen Cocktailbar gekrönt wurde.
Die gestrige Lesung in Wächtersbach war zu meiner Überraschung unglaublich gut besucht; der herrliche historische Gewölbekeller, in dem die Veranstaltung stattfand, war bis in den letzten Winkel mit liebenswürdigen und freundlichen Besuchern besetzt. Das reizende Buchhändler-Paar von der örtlichen Buchhandlung "Dichtung & Wahrheit" sorgte mit perfekter Organisation und unverwüstlichem Humor für einen wunderbaren, fröhlichen Ablauf des Leseabends, der später noch in geselliger Runde bei einem leckeren italienischen Essen ausklang.
Das derzeitige Traumwetter ruft indessen nach draußen; das Schreiben wird auf den Abend verlegt, denn heute ist endlich ein bisschen Arbeit im Garten angesagt. Und vielleicht zur Entspannung zwischendurch: Lesen unterm Sonnenschirm :-)
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Sonntag, den 04.05.2008
Ausrutscher
Was schnell passiert, kann lange wehtun: Diese schmerzliche Erfahrung musste gestern Sohn Nummer zwei machen, als er sich beim Fußball eine Bänderzerrung zuzog. Die Folge waren fast drei Stunden Warte- und Behandlungszeit in der Unfallambulanz, große Erleichterung nach dem Röntgen, weil nichts gebrochen oder gerissen ist - und neben einem Stützverband ein paar Krücken, ohne die das Laufen in der nächsten Woche leider nicht möglich sein wird.
Die Arbeit am Manuskript blieb angesichts der unausweichlichen mütterlichen Sorge zwischenzeitlich auf der Strecke, aber vielleicht geht heute Abend noch was.
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Donnerstag, den 01.05.2008
Lesung und Radio
Zunächst ein wichtiger Hinweis in Sachen Lesung nächsten Mittwoch, am 7. Mai in der Buchhandlung Thalia in Fulda: Die Lesung kostet 5 Euro Eintritt, und wie ich inzwischen hörte, sind die Karten auch schon seit einer Weile im Vorverkauf erhältlich. Nachdem mir schon viele Leute versichert haben, dort erscheinen zu wollen, empfiehlt es sich vielleicht, vorher die Karten zu erwerben. Nur für alle Fälle. Sollte doch jemand zu spät dran sein: Zwei Tage später lese ich in Wächtersbach, das ist immerhin noch halbwegs in der Nähe.
Heute nachmittag gab es im Deutschlandfunk zu Die Lagune des Löwen ein Interview mit mir, das Interessierte unter www.dradio.de noch "nachhören" können.
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Mittwoch, den 30.04.2008
Frühlingslaune
Endlich ist er da, auch optisch: Der Frühling meldet sich schon am frühen Morgen mit Vogelgezwitscher, Sonne satt und strahlend blauem Himmel. Wenn das kein Gute-Laune-Wetter ist :-)
Nach dem durch einen Dinnerabend mit Freunden aufgelockerten, aber ansonsten arbeitsreichen Wochenende stehen die Gondeln wieder an einem Wendepunkt. Von Venedig wechselt die Szenerie abermals nach Konstantinopel, wo ich derzeit - zumindest recherchemäßig - die Verhältnisse der diversen Hafenanlagen im 16. Jhd. ergründe. Einige von ihnen werden heute, was ich erstaunlich finde, als Gärten benutzt. Vielleicht wäre das doch auch mal eine Idee für das stillgelegte Arsenal in Venedig :-)
Heute Abend steht wieder der traditionelle Tanz in den Mai auf dem Programm, wie üblich im Rahmen einer Veranstaltung mit unserem Tanzsportverein, worauf ich mich wie immer sehr freue. Ein Grund mehr, gleich mit der Arbeit anzufangen, damit bis dahin reichlich Wörter auf der Platte sind :-)
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Sonntag, den 27.04.2008
Garten und Gondeln
Endlich richtiges Gartenwetter! Ein paar Stunden Buddeln und Pflanzen brachten gestern das Beet wieder auf Vordermann, und nach gründlicher Reinigung strahlt auch die Terrasse wieder in frischem Glanz. Sohn Nummer eins und Tochter Nummer drei legten dankenswerterweise mit Hand an, sodass die Arbeiten munter voranschritten. Als nächstes ist der Vorgarten dran, der noch eine Runde Unkrautzupfen und Düngen vertragen kann.
Auch das Schreiben macht mit Frühlingslaune deutlich mehr Spaß, aber bevor es mit dem nächsten Großkapitel (dem siebten) weitergeht, steht in der kommenden Woche die Überarbeitung des vorangegangenen Teils auf dem Plan. Beim Bücherschreiben ist das der weniger kreative Part, aber mindestens genauso wichtig wie das Schreiben der Rohversion.
Außerdem sind bald die ersten Lesungen vorzubereiten. Premierelesung aus der Lagune ist diesmal in Fulda, was mich besonders freut.
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Dienstag, den 22.04.2008
Wieder am Schreibtisch
Nach wunderbaren, aber auch anstrengenden Tagen in Venedig sind immer noch die schönen, aufregenden Eindrücke zu sortieren, die ich auch diesmal von dort mitgenommen habe. Besonders in Erinnerung bleiben wird mir ein nahezu leerer Markusplatz in der Morgensonne, mit nur wenigen Tauben und noch weniger Joggern, früh um halb acht, bevor der allgemeine Touristen-Run losging. Ein traumhaftes, fast surreales Bild! Und während ich die umwerfende Szenerie noch genoss, tauchte plötzlich dieses riesige Kreuzfahrtschiff in der Einfahrt zur Giudecca auf, so gigantisch und so nah, dass es einem den Atem verschlug.
Danach erscheint einem der normale Alltag zu Hause erst mal gewöhnungsbedürftig, vor allem in Sachen Wetter. In Venedig gab es am Wochenende herrlichen Sonnenschein, während es sich hier gerade mal wieder einregnet. Immerhin blieb es zwischendurch lange genug trocken, um rasch den Rasen zu mähen :-)
Neben den üblichen Haushaltspflichten geht es jetzt mit Volldampf im Manuskript weiter, denn das soll in diesem Sommer noch fertig werden.
Ach so, ja, mehrere freundliche, des Niederländischen mächtige Blogbesucher haben mich inzwischen darauf aufmerksam gemacht, dass "slechts" nichts mit "schlecht" zu tun hat, sondern "nur" bedeutet :-) Danke für die liebenswürdige Lösung des Rätsels!
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Dienstag, den 15.04.2008
Venedig und Holland
Übermorgen geht es los, allmählich stellt sich das "Hilfe-hoffentlich-vergesse-ich-nichts"-Gefühl ein, denn es ist immer noch komisch, den Sprösslingen für mehrere Tage die Haushaltsführung in eigener Verantwortung zu überlassen, obwohl sie doch - bis auf die Jüngste, die morgen auch bereits 14 wird :-) allesamt erwachsen sind. Aber irgendwie wird es schon klappen, vielleicht sogar so gut, dass am Sonntag mein Auto innen sauber und das Unkraut im Vorgarten gerupft ist :-)
Gestern kamen zwei enorm dicke Belegexemplare in romantisch-buntem Rosa, bei deren Anblick ich genau wie neulich stutzte, bis ich den an ungewohnter Stelle (links ganz unten auf dem Cover) angebrachten Namenszug sah: Francesca Santini. Freihändiges Übersetzen der Titel Hartstocht in Toscane sowie De Florentinjnse bruid brachte gleich darauf des Rätsels Lösung: Es handelte sich um die Taschenbuchausgabe des vor zwei Jahren in den Niederlanden erschienenen Hardcover-Doppelbandes von Zypressenmond und Die Florentinische Braut. Sieht sehr hübsch aus, vor allem der Zusatzaufdruck, der da lautet: Dit boek heeft alles wat een roman nodig heeft: spanning, passie en dramatiek :-)
Noch nicht ergründet habe ich einen Ausdruck auf dem Preisaufkleber, da steht über den 12,50 Euro das Wort Slechts - was immer das heißt, es hat hoffentlich nichts mit "schlecht" zu tun :-)
Außerdem zu vermelden: Laut offiziellem Erscheinungstermin ist Die Lagune des Löwen ab heute im Handel.
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Samstag, den 12.04.2008
Schwer zu tragen ...
... hatte gestern der Paketbote an meinen schon sehnlich erwarteten Freiexemplaren. Er brachte mir zwei Kisten mit Büchern und eine - etwas leichtere - mit Hörbüchern. Da klopfte das Künstlerherz gleich schneller :-) Ist eben doch immer noch ein besonderer Moment, das fertige Werk in so realer Ausführung, d. h. in dicken Stapeln vor sich zu haben. Vom Buch hatte ich zwar bereits seit letztem Monat ein Vorausexemplar, aber das war nur ein sog. Leseexemplar und sieht inzwischen - nach häufigem Blättern - entsprechend aus. Das Hörbuch ist dagegen völlig neu für mich, ich kannte bislang nur die Aufmachung in der Vorschau sowie den für die Audioversion eingekürzten Text. Nach erstmaligem Reinhören bin ich begeistert. Dana Geissler spricht einfach wunderbar, die von ihr vermittelte Atmosphäre fängt den Hörer sofort ein.
Anders als der Roman ist das Hörbuch derzeit noch nicht bei Amazon lieferbar, dafür aber zu einem sensationell günstigen Preis vorbestellbar. Natürlich nur, falls die dortige Angabe von 12,97 Euro (für immerhin 12 Audio-CDs!) auch wirklich stimmt, woran ich immer noch zweifle, weil der reguläre Verkaufspreis weit mehr als das Doppelte beträgt, nämlich 29,95 Euro. Schon ein wenig merkwürdig, aber für den einen oder anderen Hörbuch-Fan bietet sich angesichts dieser "Tiefstpreisgarantie" vielleicht die Möglichkeit, ein nettes Schnäppchen mitzunehmen.
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Dienstag, den 08.04.2008
Lieferbar
Ziemlich platt war ich heute, als mir eine Bekannte mitteilte, dass Die Lagune des Löwen schon bei Amazon ausgeliefert wird, obwohl der offizielle Erscheinungstermin erst in einer Woche ist und der Titel im regulären Buchhandel bis dahin nur vorbestellt werden kann. Auf diesem Weg kommen manche Leser jetzt offenbar schneller zum Zug als andere und können sich vielleicht schon diese Woche mit dem Buch befassen :-)
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Montag, den 07.04.2008
Reisen und Lesen
Die Flug- und Hoteldaten für die Venedig-Reise stehen nun fest, vor ein paar Tagen kam die entsprechende Bestätigung - nächste Woche Donnerstag geht es schon los, und die Vorfreude wächst.
Auch die mir inzwischen bekannten Lesetermine sind jetzt aufgelistet und auf der Website eingetragen. Die erste Lesung aus Die Lagune des Löwen findet am 7. Mai um 20.00 Uhr statt, sozusagen vor heimischer Kulisse, nämlich in der Thalia-Buchhandlung in Fulda.
Noch ein kurzer Hinweis an meine geneigten Leser, die mir über das Kontaktfeld meiner Website schreiben: Immer noch bekomme ich viele Zuschriften, über die ich mich sehr freue. Wenn ich die eine oder andere nicht beantworte, liegt das manchmal an Zeitmangel, meist aber daran, dass der Absender nicht korrekt oder unvollständig eingegeben wurde, für mich erkennbar an der Fehlermeldung beim Versenden meiner Antwort. Also nicht böse sein, wenn mal nichts zurückkommt!
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Freitag, den 04.04.2008
Fremdsprachig
Gestern kam mit der Post ein Bücherpäckchen, das mir zunächst Rätsel aufgab, und zwar im buchstäblichen Sinne: Es waren drei Romane drin, auf deren (hübsch aufgemachtem) Cover mein Name stand, aber mit dem Titel konnte man nicht viel anfangen - die Sprache war mir völlig unbekannt. Sogar die Buchstaben sahen z. T. fremdartig aus. Klar, es musste sich um eine der Auslandslizenzen handeln, die der Verlag im letzten Jahr verkauft hatte, aber welche? Weiteres Stöbern förderte den in der Luftpolsterfolie hängengebliebenen Begleitbrief zutage: Es war die slowakische Ausgabe von Der Montagsmann :-)
Unterdessen trifft sich an diesem Wochenende bei der Autorin wieder Beruf, Ehrenamt und Familie. Ein bestimmtes Pensum soll bei den Gondeln den Weg auf die Festplatte finden, aber auch die Jury-Arbeit darf derweil nicht liegenbleiben. Im Zuge der Ermittlung des Gesamtsiegers sind die acht Bücher der Finalisten für den DeLiA-Literaturpreis nochmals zu lesen und zu bewerten. Und eine neue Ausgabe der Handwerkszeitung, die ich für die DeLiA-Mitglieder in losen Abständen, aber möglichst zwei bis drei Mal im Jahr herausgebe, ist noch vorzubereiten und zu redigieren, bevor ich sie an unsere Layouterin weitergeben kann. Und last, but not least: Ein paar Kisten voll einkaufen und was Leckeres kochen will ich dieses Wochenende auch noch, damit die (derzeit vier) anwesenden Sprösslinge nicht zu kurz kommen. Family first, wie üblich :-)
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Dienstag, den 01.04.2008
April, April ...
Der macht bekanntlich, was er will, und manchmal muss man sich auch in selbigen schicken lassen, aber hier zeigt er sich momentan nur von seiner allerbesten Seite: wunderbar sonnig, warm und frühlingshaft. Geht doch :-)
Unterdessen strebt im Roman das nächste Großkapitel der Vollendung entgegen, womit rund zwei Drittel des Buchs fertig wären. Diesmal schreitet die Arbeit am Manuskript langsamer voran als zu Beginn veranschlagt, was zum Teil daran liegt, dass ich die nötige Überarbeitung parallel durchführe, zum Teil aber auch daran, dass ich bei den Abschnitten, die in Konstantinopel spielen, gewissermaßen historisches Neuland betreten habe und die Faszination während der Vertiefung des Stoffes mich häufiger vom Schreiben abhält als einkalkuliert. Beispiel: Über Ostern habe ich mir per Fernleihe weitere Bücher über Konstantinopel besorgt, und die sind einfach unwiderstehlich - man möchte sofort für Stunden in die vielfältigen Beschreibungen der Stadt in osmanischer Zeit versinken.
Davon abgesehen wächst das Manuskript trotzdem jeden Tag ein zuverlässiges Stück, sodass es weit vor dem offiziellen Abgabetermin fertig werden dürfte. Was auf keinen Fall schaden kann, klopfen doch seit geraumer Zeit schon die Ideen für das nächste Buch bei mir an :-)
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Freitag, den 28.03.2008
Auf ein Neues
Nach wunderbar harmonischen Tagen bei der weltbesten Mutter sowie bei meiner - leider ebenfalls viel zu weit weg lebenden - Schwester und deren Familie sitzt die Autorin heute wieder am heimischen Schreibtisch und nimmt sich das nächste Großkapitel der Gondeln vor. Die männliche Hauptfigur erlebt in Konstantinopel so manches Ungemach, aber es gibt auch Ereignisse, die diesen Aufenthalt verschönen. Unterdessen muss sich die Heldin des Romans in Venedig ihrer Widersacher erwehren, was mit diversen Problemen verbunden ist. Der Sommer des Jahres 1511 wird für die Ärmste nicht gerade leicht.
Im wirklichen Leben, sprich, in Osthessen, weicht der Winter derzeit nur allmählich. Ein paar Schneereste finden sich immer noch in den Hecken und Büschen, und in der Hochrhön liegt weiterhin Schnee. Trotzdem spürt man heute wieder einen Hauch von Frühling in der Luft; für nächste Woche ist daher - vorausgesetzt, die Sonne spielt mit - endlich mal Gartenarbeit angesagt.
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Samstag, den 22.03.2007
Kurz vor Ostern...
... hat der Winter noch einmal Einzug gehalten. Pünktlich zum Frühlingsanfang morgens aufzustehen und auf eine dicht verschneite Landschaft hinauszuschauen, ist reichlich surreal, zumal es vor nicht allzu langer Zeit schon warm genug war, um auf der Terrasse Kaffee zu trinken. Hier in der Rhön kommen jetzt die Wintersportler passend zu den Osterferien jedenfalls nochmals voll auf ihre Kosten :-)
Unterdessen gondele ich im Roman weiter, sowohl durch Venedig als auch durch Konstantinopel, und wieder einmal müssen die Hauptfiguren dabei Federn lassen, bevor sie das nächste Mal durchschnaufen können. Allerdings bekommen sie (und das Buch) in den nächsten Tagen Gelegenheit zum Pausieren, weil ab kommender Woche diverse Familienbesuche auf dem Plan stehen und die Arbeit am Manuskript daher so lange ruht - das Bloggen natürlich auch.
Meinen lieben Lesern und Blog-Besuchern wünsche ich deshalb an dieser Stelle bereits jetzt schon schöne Ostertage, ob mit Schnee oder ohne.
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Mittwoch, den 19.03.2008
Ehrenamtlich...
... habe ich im Moment ordentlich was um die Ohren, denn derzeit werden die Pressemitteilungen und die Ausschreibungstexte für den diesjährigen DeLiA-Preis herausgegeben, und da ich neuerdings den Jury-Vorsitz innehabe, obliegt diese Aufgabe nun mir. Konkret heißt das, Adresslisten zu sichten und abzugleichen (und nach Alternativen zu suchen, wenn Nachrichten als unzustellbar zurückkommen), bündelweise Mails zu verschicken, nebst den nötigen Anhängen natürlich, und gleichzeitig die ersten Rückfragen zu beantworten und Teilnahmemodalitäten zu erläutern. Und am Ende sind alle Ein- und Ausgänge zu sortieren, die wichtigen darunter auszudrucken und alles entweder in virtuelle oder echte Ordner zu packen. Bei dieser Arbeit vergeht leicht der ganze Tag wie im Flug.
Unterdessen hat es draußen gegraupelt und gehagelt, sodass der Wunsch nach einem Arbeitspäuschen nur noch von der Sehnsucht nach dem Frühling übertroffen wird. Vielleicht überlegt der es sich ja noch bis zu seinem kalendarisch fixierten Auftritt und lässt sich bis zum Wochenende mal blicken :-)
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Sonntag, den 16.03.2008
Palmsonntag und Storyboard
Eben erinnerte mich die weltbeste Mutter daran, dass wir letztes Jahr exakt um diese Zeit in Venedig waren und dort die Palmprozession und den Bischofssegen aus nächster Nähe erleben durften. Ich sehe noch die vielen - teilweise gewaltigen - Palmwedel vor mir; ein Blatt davon hat im Koffer meiner Mutter dann auch mit uns die Heimreise angetreten.
Hier tut sich der Palmsonntag in diesem Jahr durch anhaltenden Regen hervor, genau das richtige Wetter zum Arbeiten. Der heutige Tag dient der Überarbeitung des gerade fertig gestellten Großkapitels, beim Schreiben eher der fleißige als der kreative Teil, der aber kaum weniger Spaß macht. Danach geht es mit der Feinstrukturierung des nächsten Großkapitels weiter: Der vorher entworfene Plot wird in Szenen aufgeschlüsselt, die anstehenden dramatischen Wendepunkte passend lokalisiert, wobei die Länge des Kapitels mit rund 30 tsd. Wörtern ebenso vorher feststeht wie die Ereignisse, die in diesen Abschnitt gepackt werden müssen. Dabei arbeite ich wie die meisten Kollegen mit einem sog. Storyboard; während viele dafür Programme oder Tabellen verwenden, benutze ich als eher haptisch orientierter Mensch am liebsten DIN A 4 Bögen, die ich - querliegend - in Zehntel unterteile und dann mit großer Freude vollkritzele. Ein solches Zehntel entspricht dabei ungefähr dem Inhalt einer Handlungssequenz, die wiederum aus mehreren (meist bis zu drei) Szenen bestehen kann. In die Zehntel-Kästchen werden Schauplätze und auftretende Figuren eingetragen sowie mit ein paar kurzen Stichpunkten Inhalt und Stimmungen bzw. Konflikte skizziert.
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Samstag, den 15.03.2008
An die Arbeit
Nach einem ausgedehnten Wochenendeinkauf und der Zubereitung eines gesunden Mittagessens (bestehend aus einem Salatbüfett, das sich auch für Spätaufsteher eignet) widersteht die Autorin dem Drang nach einem kurzen Nickerchen und macht sich mit reichlich Kaffee an die Arbeit. Bei den Recherchen über die Herrschaft der Osmanen in Konstantinopel tun sich grausige Details auf, etwa die traditionelle Ermordung der überzähligen männlichen Nachkommen, sobald der Nachfolger des Sultans feststeht. Hier verfuhren die Machthaber nach dem Grundsatz, mögliche Konkurrenz frühzeitig auszuschalten. Überliefert sind auch Fälle, in denen der Sohn schneller war als der Vater und diesen sowieso alle Brüder umbrachte, um selbst die Herrschaft zu ergreifen. Rustikale Sitten herrschten auch bei der Rekrutierung von Soldaten. Man fackelte nicht lange und beschaffte das nötige "Personal" im Wege der sog. Knabenlese, eine gesetzlich erlaubte Form von Kindesraub. Menschenrechte waren damals noch ein Fremdwort; auch im Abendland wurde bekanntlich reger Sklavenhandel betrieben. Venedig bildete hier keine Ausnahme. Interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch die Geschichte der Galeerenruderer; als Seemacht brauchte Venedig unzählige davon. Zu Beginn des sechzehnten Jahrhunderts waren diese Männer noch frei, während andere Nationen bereits Galeerensklaven einsetzten. Auch in Venedig wurde dieser Job zunehmend unbeliebter, sodass man bald dazu überging, Sträflinge zum Ruderdienst zu zwingen. Womit sich wiederum der Bogen zu den Gondeln schließt, da in dem Roman die Ausbeutung im Dienste der Seefahrt ein wichtiges Thema darstellt.
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Freitag, den 14.03.2008
Sonnige Aussichten
Die Kopfzeile bezieht sich nicht auf das Wetter, denn das Wochenende fängt alles andere als sonnig an, hier regnet es schon den ganzen Morgen Bindfäden. Auch im Roman ist die Stimmung derzeit trist, wenn auch nur für die Protagonisten - beide Haupthandlungsträger müssen zum Schluss des Großkapitels ziemliche Rückschläge hinnehmen. Aber nur auf diese Weise kann es ja hinterher wieder aufwärts gehen :-) Dasselbe erhofft die Autorin natürlich vom Wetter, denn ein bisschen Sonne in der Woche vor Ostern kann nicht schaden.
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Donnerstag, den 13.03.2008
Gondeln auf dem Bosporus
Nach wunderbaren Gesprächen mit Kolleginnen und Lektorinnen sitzt die Autorin seit gestern wieder am heimischen Schreibtisch und gondelt fleißig vor sich hin. Von Algier ging die Romanreise mittlerweile weiter nach Konstantinopel, ein Schauplatz der Extraklasse, bei dem jedoch, anders als in Venedig, nicht allzu viele historische Gebäude die letzten fünf Jahrhunderte überstanden haben. Etliche der heute bekannten Bauwerke waren zu Beginn des 16. Jhds. noch gar nicht errichtet, und hinzu kommt, dass die Stadt gerade um die Zeit durch ein schweres Erdbeben stark verwüstet wurde. Stadtpläne zum historischen Konstantinopel zeigen daher nur Details, sodass für die Ausmalung von Lokalkolorit ein bisschen schriftstellerische Kreativität gefragt sein wird. Zur Untermauerung werden aber noch einige Sachbücher über die städtebauliche Entwicklung herangezogen, dank Fernleihe der Landesbibliothek ein erschwingliches Unterfangen. Somit heißt die heutige Arbeitsdevise: Auf zum Goldenen Horn.
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Sonntag, den 09.03.2008
Kurz vor weg
Gestern wurde es spät, weil ich bei den besten Vermietern der Welt zum Geburtstag eingeladen war und die nette Runde bis tief in die Nacht zusammensaß. Heute täte folglich Ausruhen ganz gut, aber Schlappmachen gilt nicht. Gleich geht es los, ins Bergische Land, wo heute und morgen eine umfängliche Stoffbesprechung mit einer lieben Kollegin auf dem Plan steht und dann am Dienstag ein Meeting mit meiner Verlagslektorin; auf das Wiedersehen freue ich mich schon.
Die Bahn bleibt wegen drohender Streiks links liegen, ausnahmsweise ist die Autobahn in diesem Fall sicherer.
Ein paar Kleinigkeiten sind noch einzupacken, aber das Handy ist schon aufgeladen, der Tank voll, das Essen für die Sprösslinge gekocht: Die Reise wird gleich losgehen, deshalb herrscht hier bis Mitte der Woche Blogstille. Davon abgesehen werde ich aber auf Anregung eines lieben Bloglesers künftig versuchen, wieder häufiger Einträge zu verfassen, nach dem Motto: Öfter mal was Neues :-)
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Donnerstag, den 06.03.2008
Finalisten
Die Spannung bei der Vergabe unseres DeLiA-Preises hat einen weiteren Höhepunkt erreicht: Seit heute vormittag stehen die acht Finalisten fest!
Die vierköpfige Jury, der anzugehören ich die Ehre habe, hatte dieses Jahr buchstäblich alle Hände voll zu tun. Über 60 Bücher waren zu lesen, und am Ende hatte man wirklich die Qual der Wahl - es waren so viele wunderbare Romane dabei!
Doch ins Finale ziehen immer nur acht, und die sind jetzt gefunden. Wer sich die Auswahl näher anschauen möchte, findet hier die Aufstellung:
http://www.delia-online.de/html/preis.html
Was die Endrunde der Finalisten betrifft, so bleibt weiterhin das Ergebnis offen. Bis zur Preisverleihung im Juni anlässlich unseres Kongresses in Augsburg ist nun ein zweiter Lesedurchgang angesagt, aus dem schließlich der diesjährige Sieger hervorgehen wird.
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Mittwoch, den 05.03.2008
Halbzeit
Schon wieder Mittwoch, wo bleibt die Zeit nur immer? Nicht nur die Woche ist zur Hälfte rum, auch die Gondeln gingen in Form der ersten Hälfte kürzlich auf die Reise, zuerst zur Agentur und zu meiner Münchener Lektorin, und letzte Woche dann auch zu meiner Verlagslektorin nach Bergisch Gladbach. Die Reaktionen von allen Seiten waren sehr beflügelnd - nach den begeisterten Kommentaren meiner professionellen Testleser fließt mir der übrige Teil des Romans hoffentlich nur so aus der Feder bzw. in die Tasten.
Unterdessen steht zum kommenden Wochenbeginn die nächste Kurzreise an, diesmal in Richtung Verlag, um meiner dortigen Lektorin meine Idee für den nächsten Roman zu skizzieren und mit einer lieben Kollegin gemeinsam zu brainstormen. Somit bleibt alles in Bewegung :-)
Für Bewegung sorgt auch die momentane Entwicklung bei den Gondeln: Die männliche Hauptfigur geht auf eine unfreiwillige Reise, die aus der venezianischen Lagune über Algier bis nach Konstantinopel führt. Per Schiff natürlich. Für die Autorin bedeutet das konkret, sämtliche Fachbücher an den schon vorher markierten Stellen aufzuklappen und Seerouten, Schiffspläne, alte Stadtzeichnungen sowie Landesbeschreibungen abzugleichen. Und dabei die Dramatik nicht zu vergessen, die das Schicksal (bzw. die Story) den Figuren auferlegt. Eine knifflige, aber wie immer hochspannende Aufgabe.
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Sonntag, den 02.03.2008
Stürmisch
Recht bewegt verlief bisher das Wochenende, und dabei fing es nicht mal wie üblich mit dem Tanztraining an. Letzteres fiel nämlich aus, wegen Jahreshauptversammlung des Tanzsportclubs, sodass die Autorin guten Gewissens der Einladung zum auswärtigen Dinnerabend folgen konnte. Unerwarteten Drive verursachte dann aber Sturm Emma, der mich während der Heimfahrt ein paar Mal fast von der Autobahn wehen wollte. Zu ungeplanter Aktivität führte gestern auch die plötzliche Grippe-Erkrankung von Sohn Nummer zwei. Das letzte Mal hatte es ihn als Kleinkind derartig erwischt, weshalb wegen des hohen Fiebers und des schmerzhaften Hustens nicht nur die mütterliche Besorgnis groß, sondern auch die rasche Inanspruchnahme des ärztlichen Bereitschaftsdienstes angesagt war. Statt der für den Samstag ursprünglich eingeplanten Schreibetappe hatten folglich diverse Aktivitäten in Sachen Krankenpflege erste Priorität. Immerhin zeichnen sich nach Einnahme der vom Arzt verschriebenen Antibiotika erste Anzeichen von Besserung ab, und auch das Fieber ist bereits gesunken, sodass heute vielleicht wieder ein paar Takte Gondeln machbar sind.
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Mittwoch, den 27.02.2008
Impressionen aus München
Die Bayernmetropole war mal wieder eine Reise wert. Das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite, auch wenn es für einen Besuch im Biergarten doch noch eine Idee zu frisch war. Dafür spielte die Sonne die ganze Zeit mit, sodass die Autorin eine ausgiebige Frischluftkur in Form eines langen Spaziergangs rund um das Nymphenburger Schloss genießen konnte, inklusive Kaffeetrinken im Palmenhaus. Unbedingt erwähnenswert ist auch der Besuch des indischen Restaurants "Shiraj" in der Leonrodstraße, wo mir nicht nur mein erstes indisches Menü überhaupt serviert wurde, sondern zugleich auch das leckerste Hühnchengericht aller Zeiten. Mein besonderer Dank gilt nicht nur dem reizenden Inhaber, sondern vor allem meiner lieben Münchener Lektorin, die als Indienkennerin und -fan diese wunderbare Lokalität für unser Arbeitsessen ausgesucht hatte. Letzteres war nicht nur ein lukullischer, sondern auch ein fachlicher Erfolg, konnte ich doch anschließend zahlreiche neue Ideen und Anregungen mit nach Hause nehmen.
Dasselbe gilt für mein Treffen mit dem weltbesten Agenten. Dieses Arbeitsessen fand beim Italiener statt und war ebenfalls von allerbester kulinarischer und zugleich geschäftlicher Qualität, weshalb ich allmählich die Leute verstehe, die ihre beruflichen Meetings am liebsten in Restaurants abhalten. Vor allem in München mit seinen unzähligen netten Lokalen drängt sich das geradezu auf.
Mein Fazit nach diesem Besuch in Bayern: jederzeit gerne wieder :-)
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Sonntag, den 24.02.2008
Frühling ...
... lässt sein Band schon fast wieder durch die Lüfte flattern, zumindest kam es uns heute so vor, bei strahlendem Sonnenschein und angenehmer Wärme. Jedenfalls war es schön genug draußen, um die Terrassenmöbel rauszuholen, was hier sozusagen immer als Startschuss für die warme Jahreszeit gilt, auch wenn es hinterher noch so kalt wird. Unwiderrufliche Frühlingsgefühle scheinen auch Rosen und andere Büsche zu entwickeln, denn allerorts sieht man die ersten Knospen. Bei dem Anblick verzieht sich der Winter hoffentlich bis zum Ende des Jahres.
Unterdessen ist das Köfferchen für die Münchenreise gepackt, die Fahrkarte gekauft, das gebuchte Hotel im Stadtplan ausfindig gemacht und alle Termine nochmals telefonisch abgeklärt. Passende Lektüre für die Bahnfahrt liegt auch schon bereit, der neue Roman von Andrea Schacht, "Göttertrank", nach erstem Reinlesen genau das Richtige für einen Gelegenheits-Schokoholic wie mich.
Außerdem kommt ein Galeerenfachbuch mit ins Gepäck, damit die Recherche nicht zu kurz kommt. Wenn jetzt noch das Wetter mitmacht, könnte man fast überlegen, eines der anstehenden Arbeitsessen in einen Münchener Biergarten zu verlegen ... Mal sehen, was dieser Tage die Sonne dazu meint.
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Donnerstag, den 21.02.2008
Ausblicke
Nach der gestrigen Abreise der weltbesten Mutter drängte sich wieder einmal die stets nachdenklich stimmende Frage auf, wie man den Familienzusammenhalt fördern kann, wenn alle so weit verstreut leben. Von meinen eigenen Geschwistern wohnt - nach langen Jahren in anderen Städten und im Ausland - nur noch mein Bruder in der alten Heimat; meine Schwestern haben dagegen ebenso wie ich in unseren Studienorten bzw. in deren Nähe Fuß gefasst. Von daher muss ich damit rechnen, dass meine eigenen Sprösslinge ebenfalls in alle vier Himmelsrichtungen ziehen - aus dem profanen Grund des auswärtigen Studierens, was offenbar häufig dazu führt, dass man sich dort anschließend auch beruflich und privat niederlässt. Vermutlich werde ich im Alter also viel reisen :-)
Doch wozu in die entfernte Zukunft schweifen, wenn schon in der kommenden Woche die nächste Reise ansteht. Auf dem Plan stehen 2 Tage München, für Arbeitsgespräche mit Lektorin und Agent, um die Ideen für neue Projekte in ein konkreteres Stadium zu bringen.
Unterdessen eine erfreuliche Nachricht aus meiner Agentur: Die erste Hälfte der Gondeln, die ich dort zum Testlesen eingereicht hatte, gefällt sehr gut. Ein Grund mehr, beschwingt weiterzuschreiben :-)
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Freitag, den 15.02.2008
Schlaues Wochenende
Woran erkennt die Autorin das Wochenende? Daran, dass wieder mal Tanztraining ist :-) Wie jeden Freitag werden heute Latein und Standard geübt und damit nicht nur die körperliche, sondern zugleich auch die geistige Koordinationsfähigkeit auf Trab gehalten. Jedenfalls sagt man dem Tanzen nach, dass es entscheidend dazu beiträgt, die Intelligenz zu erhalten, während, wie ich dieser Tage lesen konnte, wochenlanges Rumhängen, speziell im Urlaub, den Intelligenzquotienten in erschreckendem Ausmaß sinken lässt, sodass man am Ende der Erholung Wochen braucht, um die geistigen Reservoirs wieder auf Vordermann zu bringen. Also nur keine Schlappheiten einreißen lassen :-)
Zum Thema Intelligenz und Bildung lese ich übrigens gerade ganz ungeplant und nebenher ein herrlich unterhaltsames und zugleich informatives Buch, Generation Doof von Stefan Bonner und Anne Weiss. Wer schon immer wissen wollte, warum manche Leute den Dreisatz für eine olympische Disziplin halten oder den Bundestag für einen Feiertag, dem sei dieses Werk ans Herz gelegt.
Die eigene Intelligenz wird (hoffentlich) gerade durch eifriges Textredigieren gefördert. Die letzte Woche war neben dem Schreiben zunehmend Schleifen, Feilen, Kürzen angesagt, denn die mittlerweile fünf fertigen Großkapitel zu je 30 tsd. Wörtern sollen in ein paar Tagen in Lektorat und Agentur gehen, damit man sich dort wieder vom Stand der Dinge informieren kann. Bei einem so dicken Buch sind (Mit-)Leser für mich unverzichtbar.
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Dienstag, den 12.02.2008
Hilfe, wo bleibt die Zeit?
Das ist wirklich die Frage, vor allem, wenn die Autorin nach beinahe einer Woche endlich mal wieder in ihren Blog schaut und dabei bemerkt, dass die ganze Zeit nichts eingetragen wurde :-)
Die gute Nachricht: Es gibt eigentlich nichts Neues. Die schlechte: Es gibt eigentlich nichts Neues.
Mit anderen Worten: alles wie gehabt, was ja nicht unangenehm sein muss, vor allem, solange man dabei schön gesund bleibt :-)
Fortschritte machen aber immerhin die Gondeln, hier wäre Stillstand wirklich kontraproduktiv. Inzwischen sind weitere Begleitbücher eingetroffen, ein bunt bebildertes Buch über venezianische Galeeren und ein Roman, der in Konstantinopel zu Beginn des 16. Jhds. spielt und aus dem man laut Klappentext "richtig die Wohlgerüche des Orients spüren kann". Werde mich noch im Laufe der Woche schnuppertechnisch davon überzeugen :-)
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Mittwoch, den 06.02.2008
Dies und das
Die Planung für die nächsten Wochen wird allmählich konkreter. Ein Termin für die München-Reise steht fest, außerdem zwei Lesungstermine im Mai und Juni (weitere werden momentan noch bestimmt), der Termin für die Venedig-Reise, und, last but not least, der Besuch der besten Mutter der Welt, die sich erfreulicherweise schon nächste Woche hier einfinden wird.
Vor Ort abzuarbeiten sind außerdem diverse Arzttermine mit den Sprösslingen, zwecks Impfung und zahnärztlicher Prophylaxe. Der Kalender liegt ständig in Sichtweite, damit während des Schreibens (bei welchem bekanntlich der Kopf nicht im Hier und Jetzt steckt, sondern in Phantasie-Welten) auch der ganz normale Alltag im Blick bleibt.
Mit den Gondeln geht es unterdessen trotzdem möglichst planmäßig weiter; weitere Begleitliteratur über Konstantinopel ist bestellt; außerdem liegen derzeit auf meinem Schreibtisch wieder diverse Werke über den Galeerenbau, der im nächsten Großkapitel ein konkretes Thema sein wird.
Im Großen und Ganzen also alles im grünen Bereich. Außer dem Wetter, aber das kann ja noch werden :-)
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Freitag, den 01.02.2008
Regenstart ins Wochenende
Ziemlich ungemütlich, wie der Februar dieses Jahr daherkommt, aber noch bleibt dem Frühling ja genug Zeit. Insofern hat der Regen auch sein Gutes: Man freut sich erst recht auf sonnigere und wärmere Tage :-)
Auswandern hat anscheinend unabhängig vom Wetter Hochkonjunktur. Nicht nur in einschlägigen Fernsehserien ist das Auf-und-davon-Thema aktuell, sondern auch in den heimischen vier Wänden. Tochter Nummer zwei träumt seit geraumer Zeit von einem Au-Pair-Jahr nach dem Abi, "möglichst weit weg", und freut sich auf die Sprachferien in London, die für den kommenden Sommer auf dem Plan stehen. Und die Autorin hörte neulich, dass Künstler, einschließlich Schriftsteller, in Irland keine Steuern zahlen müssen ... Als Altersruhesitz ist die grüne Insel vielleicht gar nicht so übel. Aber ob man sich auf seine späten Tage noch daran gewöhnen kann, ständig auf der falschen Straßenseite zu fahren? :-)
Außerdem ist Zuhause immer da, wo man seine Lieben um sich hat. Dieses Wochenende wird Häuslichkeit bei der Autorin wieder besonders groß geschrieben, denn nach etlichen Wochen kommt endlich Tochter Nummer eins heim, um ein bisschen Zeit mit der Familie zu verbringen. Selbstgemachte Pizzabrötchen und ein Stapel DVDs liegen schon bereit, und alle freuen sich auf gemütliche Abende.
Gegondelt wird natürlich trotzdem zwischendurch. Das ist das Gute an diesem Job: Schreiben kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit :-)
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Donnerstag, den 31.01.2008
Druckfahnen und Terminplanung
Heute kam mit der Post das gesetzte Manuskript meines Jugendromans zur Fahnenkontrolle. Das Korrekturlesen war erfreulicherweise nur eine Sache von wenigen Stunden, es waren lediglich einige Trennungsfehler zu berichtigen. Damit ist dieses Buch sozusagen in Sack und Tüten - obwohl immer noch kein endgültiger Titel gefunden ist. Aber spätestens in ein paar Wochen ist auch der unter Dach und Fach.
Unterdessen wird nicht nur fleißig an den Gondeln weitergearbeitet, sondern es werden auch eifrig Reisepläne für nächsten und übernächsten Monat geschmiedet. Es stehen an: eine Agenturbesprechung in München, ein Lektoratsgespräch und ein Kollegentreffen im Bergischen Land, und wahrscheinlich eine weitere Venedig-Reise, wenn alles so klappt wie angedacht. Außerdem gibt es bereits drei Lesungstermine und zwei Start-Termine für Leserunden, die demnächst noch unter "Aktuelles" einzupflegen sind - sobald Sohn Nummer eins trotz Examens-Endspurt ein Stündchen Zeit findet.
Ansonsten geht alles seinen gewohnten Gang, mit anderen Worten: Finger auf den Tasten und Kopf in den Gondeln :-)
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Sonntag, den 27.01.2008
Regentag und Karneval
Schon wieder Sonntag, diesmal einer von der verregneten Sorte. Ein bisschen mehr Sonne könnte nicht schaden, aber man ist ja schon froh, wenn es nicht so kalt ist. Die fehlende Helligkeit kommt derweil aus der Gute-Laune-Lampe auf meinem Schreibtisch, und die nicht vorhandene Karnevalsstimmung aus den Gondeln, in denen ich heute über einen folgenschweren Kostümball schreibe.
Um Masken und Kostüme drehte sich unter anderem auch das Live-Interview, das ich vorgestern mittels Standleitung von einem Studio des Hessischen Rundfunks aus in Richtung WDR gegeben habe. Interessant fanden hoffentlich viele Hörer den Umstand, dass der heute bekannte venezianische Karneval nur wenig mit dem historischen zu tun hat - es gibt ihn nämlich in dieser Form erst seit 1979, davor war fast 200 Jahre lang - seit der Eroberung Venedigs durch die Franzosen - karnevalsmäßig nichts los in Venedig. Und auch die allseits bekannten kunstvollen Masken orientieren sich nicht am mittelalterlichen venezianischen Karneval, sondern eher an der Commedia dell'Arte, die ihre Blütezeit im 17./18. Jhd. erlebte.
Hierzulande spielen Masken keine allzu große Rolle im Karneval. Um es auf Rheinländisch zu sagen: Hauptsache, Kölsch und Kamelle :-)
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Mittwoch, den 23.01.2008
Noch mal Radio
Wie es der Zufall will, soll ich diese Woche wieder ein Radio-Interview geben, diesmal sogar live, weshalb ich im Unterschied zu neulich auch mit Sender und Ausstrahlungstermin aufwarten kann, nämlich WDR fünf, "Neugier genügt", Freitag (also übermorgen) zwischen 10.20 und 10.50 Uhr. Thema der Sendung ist Venedig.
Die letzten Tage standen gänzlich im Zeichen des Brainstormings. Ausgiebiges Telefonieren mit einer tüchtigen Kollegin sowie meiner lieben und überaus erfahrenen, im Metier beschlagenen Münchener Lektorin förderte faszinierende Ideen für das nächste - spätestens übernächste - Roman-Projekt zutage, über das natürlich erst dann was verraten wird, wenn es spruchreif ist.
Hin und her überlegt habe ich heute auch gemeinsam mit meiner reizenden Lektorin bei Arena; es fehlt noch ein schmissiger Titel für das Jugendbuch, das dort im Herbst erscheinen soll. Immerhin gibt es schon mal eine lange Liste mit Vorschlägen, der Anfang ist also gemacht. Und der fertige Text ist bereits in der Herstellung :-)
Bestellt und teilweise schon eingetroffen ist unterdessen ein ganzer Schwung neuer Sachbücher für den in Arbeit befindlichen Roman; mein Interesse gilt momentan vor allem dem Osmanischen Reich bzw. Konstantinopel, wohin im späteren Verlauf der Gondeln noch ein Abstecher ansteht. Die nächsten Tage wird also auch wieder fleißig gelesen
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Freitag, den 18.01.2008
Schon wieder Freitag
Die Woche ist mal wieder schneller verflogen als der Wind. Neben dem Schreiben stellte sich die eine oder andere zusätzliche Herausforderung, u. a. das Radio-Interview im Rahmen einer Kultursendung über historische Romane, das ich vorgestern gegeben habe. Praktischerweise telefonisch, sodass ich nicht mal vom Schreibtisch aufstehen musste :-) Leider habe ich in der Aufregung vergessen, mir Programm und Sendetermin zu notieren, sonst hätte ich beides hier gerne empfohlen. Da ich jedoch die Kanäle von RBB (Radio Berlin Brandenburg) leider sowieso nicht empfangen kann, spielt es für mich persönlich keine große Rolle, ganz abgesehen davon, dass man mir einen Mitschnitt schicken will.
Vor eine weitere Zusatzaufgabe stellte mich dieser Tage das redigierte Manuskript von meinem Jugendbuch, das ich in der neuen Fassung nochmals konzentriert durchgehen und nachbearbeiten musste. Inzwischen ist auch das erledigt, und das Wochenende kann starten. Nach dem für heute Abend geplanten sportlichen Auftakt beim Tanztraining ist für die kommenden zwei Tage allerdings hauptsächlich Schreiben angesagt. Ein Kostümball und eine Werftbesichtigung stehen auf dem Programm - natürlich nur im Roman. Wenn ich mit dem Pensum zufrieden bin, ist Sonntag vielleicht noch ein Kinobesuch drin. Mal sehen, was der Energiepegel morgen und übermorgen so hergibt.
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Dienstag, den 15.01.2008
Montagsmann auf Litauisch
Neben einer koreanischen und slowenischen Ausgabe wird es auch eine litauische Übersetzung von Der Montagsmann geben, wobei es, wie ich gestern durch eine E-Mail der reizenden Übersetzerin erfuhr, keine wörtliche Entsprechung des Titels in dieser Sprache gibt, so wie auch die Verwendung des Wortes "Montags-" in Verbindung mit mängelbehafteten Dingen generell dort unbekannt ist. Ob es nun daran liegt, dass die litauischen Männer weniger zu beanstanden sind als die deutschen, oder eher an sprachlichen Unterschieden, kann sicher dahinstehen :-) Der litauische Verlag will jedenfalls nun einen passenden anderen Titel für die dortige Roman-Ausgabe suchen, auf den ich sehr gespannt bin.
Eine Umgestaltung ergibt sich derweil auch im häuslichen Bereich der Autorin: Nach einer umfassenden Entrümpelungsaktion sieht man seit gestern wieder etliche freie Ecken, vor allem in der bis dato teilweise arg zweckentfremdeten Garage. Praktische Sache, so eine Sperrmüllabfuhr, aber auch immer wieder eine Gelegenheit, um erschrocken festzustellen, wie viel überflüssigen Ballast man im Laufe der Jahre doch anschafft. Letzterer vermehrt sich eigenartigerweise proportional im Verhältnis zur Anzahl meiner Sprösslinge mit eigenem Hausstand sowie deren jeweilgen Umzügen, bei denen immer etlicher alter Hausrat übrig bleibt. Der dann mal eben schnell in der mütterlichen Garage landet :-)
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Sonntag, den 13.01.2008
Autsch
Das kennen sicher fast alle: Man hat schief gelegen (nicht entscheidungsmäßig, sondern im Bett) und sich dabei irgendwie im Schlaf eine Halsverrenkung zugezogen. Am nächsten Morgen steifer Nacken, man kann kaum noch den Kopf drehen. Zum Glück muss ich das ja auch nicht, jedenfalls nicht dann, wenn ich geradeaus auf den Monitor schaue. Den Rest wird hoffentlich die Zeit und etwas Dehnungsgymnastik richten.
Der Dinnerabend mitsamt Logierbesuch liegt hinter mir, es war wie immer richtig lustig. Alte Freundschaft rostet eben nie.
Heute geht es wieder im Manuskript weiter; ein Abstecher zur Seidenmanufaktor steht im Programm, das Recherchematerial liegt schon auf meinem Schreibtisch. Unterdessen kam auch das Feedback meiner lieben Münchener Lektorin zu den ersten drei Großkapiteln: großes Lob. Für die Autorin eine schöne Zwischenbilanz und vor allem ein gutes Gefühl beim Weiterschreiben. Nebenher die Erkenntnis, dass man auch nach Dutzenden von Büchern bei der Ausgestaltung von Charakteren und Story immer noch nicht hunderprozentig sicher ist, auf dem richtigen Weg zu sein, sodass zusätzliche professionelle Begleitung, zumindest etappenweise, nie zu unterschätzen ist.
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Dienstag, den 08.01.2008
Pinien
Kaum ist der Tannenbaum entsorgt, kommen andere Bäume ins Haus. Genauer: Heute traf das Paket mit den Belegexemplaren von Pinien im Wind ein :-)
Die Autorin freut sich nicht nur über die schöne Aufmachung des Covers, sondern auch über die passende Ankunft des Buchkartons, denn am kommenden Freitag findet hier bei mir der nächste "Weiberabend" statt, jene traditionelle Dinnerrunde, die ich gemeinsam mit fünf Freundinnen schon seit vielen Jahren pflege. Dazu gehört es von jeher, dass frisch erschienene Bücher von mir zum Dessert serviert werden :-) Natürlich nur, sofern gerade mal wieder eines herausgekommen ist, was indessen, seit ich mich hauptsächlich dem historischen Genre zugewandt habe, weniger häufig der Fall ist als früher bei den Frauenkomödien oder den Romantik-Thrillern. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die historischen Romane, die ich bisher verfasst habe bzw. gerade bearbeite, sind drei Mal so dick, von der zusätzlichen Recherchearbeit ganz zu schweigen. Pinien im Wind ist allerdings als Schicksalsroman - im Vergleich zu den Komödien - mit 556 Seiten auch noch recht umfangreich. Und ab kommender Woche im Buchhandel erhältlich.
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Montag, den 07.01.2008
Baumfreie Zone
Heute ist es so weit: Der Baum kommt raus. Allmählich reicht es an weihnachtlicher Stimmung, obwohl ich heute erst im Radio hörte, dass es erstaunlich viele Christbaumliebhaber gibt, die ihren Baum noch Wochen nach Weihnachten gern um sich haben, allem Genadel zum Trotz. Tatsächlich würde sich unser diesjähriger Baum durchaus ebenfalls für eine längere Standperiode eignen, weil er - Mutation? Mumifizierung? - noch keine einzige Nadel verloren hat. Die fallen vermutlich nachher beim Kleinschneiden alle auf einmal runter :-)
Sohn und Tochter Nummer eins sind wieder an ihren Studienorten und lernen fleißig; Sohn Nummer eins bereits für die mündliche Prüfung, die irgendwann in den nächsten beiden Monaten ansteht. Gutes Gefühl dabei: Bestanden hat er schon nach dem erfolgreichen schriftlichen Teil.
Töchter Nummer zwei und drei haben unterdessen ihren Snowboard-Lehrgang absolviert, leider bei matschigem Tauwetter und teilweise dürftigem Kunstschnee, doch wer weiß, ob in dieser Saison aus dem Winter noch was wird. Und Spaß gemacht hat es den Berichten zufolge trotzdem, auch wenn der Muskelkater wohl noch ein paar Tage vorhalten dürfte.
Und die Autorin? Muskelkaterfrei und ausgeruht zieht sie nach wie vor einen ungefährlicheren Sport vor: Schreiben.
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Freitag, den 04.01.2008
Außer der Reihe ...
... bewegte sich das Schreiben die letzten paar Tage. Statt bei den Gondeln das nächste Großkapitel zu beginnen, habe ich noch eine Kurzgeschichte dazwischen geschoben, 20 Seiten für eine Club-Anthologie, die im Herbst erscheinen soll. Die Anfrage für eine neue Story lag schon länger vor, und gerade jetzt passte es gut, das zu erledigen.
In den Gondeln hat sich die weibliche Hauptfigur inzwischen verheiratet; über Freuden und Leiden ihres Ehelebens soll das nächste Großkapitel berichten, mit dem ich an diesem Wochenende loslege. Zwischendurch sind jedoch auch ein paar Abstecher in die Rhön angesagt, da Töchter Nummern zwei und drei morgen und übermorgen auf der Wasserkuppe einen Snowboardkurs absolvieren wollen. Hoffentlich hält sich das Wetter; im Moment ist es traumhaft: glasklare Luft, blauer Himmel, herrlicher Sonnenschein.
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Mittwoch, den 02.01.2008
Auf ein Neues
Mit einem Raclette-Essen und einem lustigen Spieleabend im Kreise der Familie ging es auf höchst angenehme und fröhliche Weise ins Neue Jahr. 2008 hat begonnen, mit der Umsetzung der guten Vorsätze kann es also endlich losgehen :-)
Für mich bedeutet das konkrekt, mit Volldampf den SUB um die restlichen ungelesenen Jury-Bücher zu verringern, von denen in den letzten Wochen noch etliche dazugekommen sind. Außerdem sollte es nach den geruhsamen Festtagen jetzt etwas zügiger mit den Gondeln weitergehen; den beteiligten Figuren ist ein kompliziertes psychologisches Beziehungsgeflecht zugedacht, das es noch auszubauen gilt, um die Konflikte richtig zum Brodeln zu bringen. Auch für äußere Krisen ist gesorgt: Für das in Arbeit befindliche Großkapitel stehen ein Erdbeben und eine Entführung an. Und der kurze Frieden, dessen Venedig sich zu Anfang des Jahres 1511 hatte erfreuen können, ist auch bald wieder vorbei, womit es auf jeden Fall spannend bleibt.
Und zum Schluss dieses Eintrags noch das Wichtigste für heute: All meinen Blogbesuchern wünsche ich von Herzen ein glückliches und gesundes Neues Jahr!
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Montag, den 31.12.2007
Neige
Das Jahr ist fast zu Ende, aber irgendwie fehlt für einen persönlichen Rückblick die rechte Lust, denn die wunderbare harmonische Entspanntheit (eigentlich schon eher Schlappheit) der Weihnachtswoche wirkt noch nach. Die Faulheit steckt sozusagen in allen Knochen, aber tröstlicherweise nicht nur in meinen. Die Kinder, alle anwesend bis auf Sohn Nummer eins, der mit ein paar Freunden zum Jahreswechsel nach Salzburg gefahren ist, kommen kaum je vor dem Mittag aus den Federn. Alle genießen ihre Ferien. Tut der Familie aber auch mal richtig gut, dieses Ausruhen rund um die Uhr, die Autorin nicht ausgenommen. Man könnte sich glatt dran gewöhnen :-)
Wenn auch die vergangene Woche beruflich eher auf Sparflamme lief, blieben die Gondeln nicht gänzlich unbearbeitet liegen. Zum Redigieren und Polieren der ersten drei Großkapitel reichte der schriftstellerische Elan immerhin noch, und im Laufe der Woche soll die Arbeit am nächsten Teil weitergehen.
Vorher ist aber eine kleine Silvesterparty angesagt, wie in den letzten Jahren wieder bei uns zu Hause, im Kreise der Kinder und deren Freunden sowie eines lieben Neffen, der heute zu Besuch erwartet wird.
Ein strahlend blauer Himmel und schönster Sonnenschein lassen den letzten Tag des alten Jahres im besten Licht erscheinen, die Stimmung ist positiv. Für einen guten Rutsch ins Neue Jahr also die perfekten Voraussetzungen.
Meinen lieben Blogbesuchern wünsche ich an dieser Stelle ebenfalls einen fröhlichen Jahreswechsel, und für 2008 Gesundheit, Glück und viele gute Bücher!
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Samstag, den 22.12.2007
Es weihnachtet sehr
Allmählich kann es losgehen. Die Einkäufe sind (fast alle) erledigt, Vorräte für die Festtage verstaut, Geschenke verpackt, Stimmung weihnachtlich. Bevor ich die nächsten Tage in gemütliche familiäre Harmonie abtauche und der PC deswegen die meiste Zeit aus bleibt, möchte ich nicht versäumen, mich bei all meinen Lesern an dieser Stelle für die treue Begleitung in meinem Blog zu bedanken. Den vielen Zuschriften, die mich das Jahr über erreicht haben, konnte ich entnehmen, dass diese Art der Kommunikation mit dem Publikum - auch wenn sie naturgemäß die meiste Zeit ein wenig einseitig bleibt - ein bisschen mehr Nähe herstellt, als sonst zwischen Autoren und Lesern möglich ist. Deshalb werde ich dieses Tagebuch auch mit Freude weiterführen, so viel Zeit muss sein.
All meinen Blogbesuchern danke ich fürs Reinschauen, für das vielfältig geäußerte Interesse, die unzähligen netten Zuschriften - und überhaupt dafür, dass Ihr irgendwo da draußen seid und meine Bücher kauft, mögt, verschenkt, verleiht, weiterempfehlt. Ich möchte Euch versichern, dass das Schreiben weiterhin für mich eines der schönsten Dinge der Welt bleiben wird. Aber nicht etwa, weil der Weg das Ziel ist, sondern weil Ihr es seid - meine Leser.
Euch allen ein schönes Weihnachtsfest!
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Dienstag, den 18.12.2007
Baum und Bücher
Ein schöner Baum ist zwischenzeitlich gefunden, und ein Gewaltmarsch durch die vorweihnachtliche Innenstadt hat auch reiche Ausbeute an Geschenken in den - vorübergehenden - Besitz der Autorin gebracht. Unter anderem solche, die man immer gern unter den Baum legt oder an gute Freunde verschickt - Bücher, Bücher, Bücher. Einen ganzen Stapel packte ich gestern zusammen und schleppte alles zufrieden zur Kasse. Wo mir auf der Theke als Kassenartikel noch eine Kiste mit schönen Herzsteinen ins Auge stach, mitsamt den dazu passenden Karten, auf denen die zum jeweiligen Sternzeichen gehörige Steinfarbe abgebildet war. Der Kassiererin bereits meine anderen ausgewählten Artikel anreichend, suchte ich einen Stein für das Sternzeichen Fische heraus, worauf ich zu meiner Verblüffung von einer der beiden Damen an der Kasse - wohlgemerkt, noch bevor jemand begonnen hatte, meine bereits hinübergereichten Bücher einzuscannen - angeblafft wurde, ob ich hier etwa gucken oder bezahlen wollte. Auf meine schüchterne Gegenfrage, ob dies hier das richtige Blau für Fische sei, kam ein erst recht aggressives "Woher soll ich das wissen?" zurück. Das verschlug mir dann komplett die Sprache. Den blauen Stein habe ich auf gut Glück trotzdem gekauft, im Bewusstsein, dass der Laden bis unter die Decke voll von Kunden war, mit einer langen Schlange hinter mir und auch sonst Andrang an allen Fronten. Aufgehalten habe ich mit meinem Gucken und Fragen zwar niemanden, aber vielleicht akuten Stress bei ohnehin schon überlastetem und angespanntem Personal ausgelöst. Fazit: Weihnachten steht vor der Tür, und wir sind alle nur Menschen, also Schwamm drüber.
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Sonntag, den 16.12.2007
3. Advent
Heute brennt die dritte Kerze auf dem Adventskranz, Weihnachten nähert sich in erschreckendem Tempo, aber die Autorin hat noch keinen Christbaum und kein einziges Geschenk. Aber immerhin, die Weihnachtspost ist größtenteils auf den Weg gebracht, und eine Art Terminplan existiert auch schon - in Form eines bereits ziemlich zerknitterten Merkzettels, auf dem steht, was kommende Woche noch sukzessive abzuarbeiten ist, bis der heimische Tannenbaum besungen werden kann.
Keinen Merkzettel brauche ich für die Arbeit an den Gondeln, da liegt das tägliche Pensum sowieso fest und wird auch tatsächlich fast immer vollständig auf die Platte gebracht. Nebenher bleibt nicht allzu viel Zeit, aber immerhin noch genug für das Tanztraining (vorgestern) und eine nette kleine Geburtstagsfeier bei Freunden (gestern) oder, wie im letzten Beitrag erwähnt, hier und da ein Stündchen Lesen. Kaum Zeit ist dagegen fürs Surfen in Lese- oder Autorenforen übrig; mehr als kurzes Drüberhuschen ist im Moment nicht drin. Zumal dabei ständig der unbezähmbare Drang geweckt wird, augenblicklich und ungeachtet des schon vorhandenen gigantischen SUBs all die tollen Bücher zu bestellen, die da regelmäßig besprochen oder von Kollegen vorgestellt werden. Eine Reihe schöner Novitäten habe ich aber trotzdem auf meiner must-have-Liste für die Leipziger Buchmesse im März, auf die ich mich jetzt schon freue.
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Donnerstag, den 13.12.2007
Lese- und Schreibzeit
Es klappt nicht immer, aber meist versuche ich jeden Tag, neben dem Schreiben mindestens eine Stunde zum Lesen lockerzumachen, denn sonst, so habe ich festgestellt, komme ich fürchterlich mit all den Büchern ins Hintertreffen, die der Lektüre harren. Da sind zum einen die vielen Jurybücher für den DeLiA-Preis, und zum anderen stapelweise Romane, die ich mir zum Privatvergnügen zugelegt habe (Lieblingsautoren, Newcomer, Geheimtipps etc.), und last but not least die Fachlektüre für den aktuellen Roman, die sich teils in Form von Kopien aus Werken der Landesbibliothek, teils in Gestalt vielfach zerfledderter Schwarten neben und auf meinem Schreibtisch stapelt. Nach Pest und Schiffsbau steht bei den Gondeln als Nächstes ein Ausflug in die venezianische Seidenweberei auf dem Plan. Aber zuerst wird - idealerweise am kommenden Wochenende - das derzeit in Arbeit befindliche Großkapitel abgeschlossen und überarbeitet. Ach ja, und dann ist ja auch bald schon Weihnachten ... Auf dem Platz vor meinem Stamm-Supermarkt werden schon seit letzter Woche Christbäume verkauft. Mal sehen, ob dieser Tage ein schöner für mich dabei ist.
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Samstag, den 08.12.2007
ebay
Diesmal ging es mit dem neuen Buch bei ebay sogar noch schneller als Anfang des Jahres mit der Madonna, denn Die Lagune des Löwen war schon kaum eine Woche nach Auslieferung der Leseexemplare bei ebay zu haben, zum Startpreis von 2,50 Euro plus 3,00 Euro Porto. Ersteigert wurde das gute Stück, wie ich eben sah, vorhin für 6,50 Euro, ein echtes Schnäppchen für ein funkelnagelneues HC, das erst in vier Monaten erscheint. Auch beim Porto kommt der Käufer erstklassig günstig weg, denn das Buch wiegt über 1 kg und kann daher weder als Büchersendung noch als Brief verschickt werden, sondern muss als Päckchen auf die Reise gehen, sodass der Verkäufer letztlich - nach Abzug der ebay-Gebühren - eigentlich kaum was verdient. Aber dafür hatte er ja auch keine Ausgaben. Da auf seiner Angebotsliste auch noch diverse andere Leseexemplare stehen, allesamt Novitäten aus dem kommenden Lübbe-Frühjahrsprogramm, ist wahrscheinlich irgendwo ein Karton vom Laster gefallen. Aber wie neulich schon bei den Büchereulen erörtert wurde, kann man im Prinzip wenig gegen diese Art von "Vorabverkäufen" tun, es sei denn, man stellt irgendwann fest, dass es sich immer um denselben Verkäufer handelt, sodass man ein echtes "Schwarzes Schaf" am Haken hätte. Davon abgesehen, und hier spricht der Eigennutz, freut es einen Autor natürlich, wenn auf diesem Wege ein Leseexemplar, das vielleicht sonst unbeachtet liegengeblieben wäre, einen sicheren Leser findet :-)
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Samstag, den 08.12.2007
Licht aus
Für heute abend um 20.00 Uhr ist allgemeiner Klimaschutz angesagt, genauer: die Teilnahme unseres Haushalts an der bundesweit angekündigten Aktion zum Schutze unseres Klimas. Für ganze fünf Minuten. Klar, dass es nur ein Symbol ist, und vor allem dass das Mitmachen freiwillig bleibt. Ganz im Gegensatz zu den horrenden Preisen an der Zapfzäule, von welcher man inzwischen weiß, dass das Zapfen in beiden Richtungen funktioniert, in der einen Richtung sogar immer besser. Der solcherart beim Tanken abgezapfte Bürger erinnert sich in manchen Fällen vielleicht noch sentimental an die Siebziger und damalige Ölkrise. Die zwecks Spritsparens eingeschobenen autofreien Sonntage, an denen man auf der Autobahn spazieren gehen konnte, hatten was, findet die Autorin. Vor allem einen guten Effekt auf das Klima.
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Freitag, den 07.12.2007
Vorschauen und Ausblicke
Nachdem zunächst überhaupt keine Vorschauen bei mir ankamen, trudelten sie im Laufe der beiden letzten Tage wegen eines Verteilerversehens gleich doppelt ein, ein Riesenstapel wundervolles neues Lübbe-Programm für nächstes Jahr, ein Titel schöner als der andere, darunter Dutzende (oder noch mehr), die man unbedingt lesen muss - fragt sich nur wann! Das sind die Momente, in denen ich immer wieder beklage, dass die Tage viel zu kurz sind. Oder die Jahre. Es müsste immer ein paar Extrawochen geben, nur zum Lesen. Allein der groß angekündigte neue Ken-Follett-Titel, Die Tore der Welt, wieder ein gewaltiger Über-Tausend-Seiten-Schinken und zudem die heiß ersehnte Fortsetzung von Die Säulen der Erde, bedeutet drei Tage Vollbeschäftigung. Aber das muss sein, da gibt es kein Vertun.
In der Ehrenwirth-Vorschau des Lübbe-Programms nimmt Die Lagune des Löwen auch wieder einen schönen zentralen Platz ein, wie die Madonna Spitzentitel auf zwei Doppelseiten, mit wundervoll künstlerisch gestalteten Bildmotiven, und als Dreingaben für den Buchhandel gibt es phantasievoll geformte Stapelkreuz-Aufsteller, traumhaft schöne Dekofahnen und sogar Vivaldi-CDs :-) Als Pressehighlight sind Printkampagnen in den Magazinen Stern, Der Spiegel und Die Zeit vorgesehen. Ähnlich ist auch das Hörbuch im Audio-Programm präsentiert. Alles gute Gründe, vergnügt ins Wochenende zu starten.
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Donnerstag, den 06.12.2007
Zum Nikolaus...
... gab es heute für den Backofen eine neue Heizspirale. Da leider die Garantiefrist schon im Februar abgelaufen war, wurde es ein teurer Spaß, obwohl Siemens mir kulanterweise ein knappes Drittel der der Reparaturkosten nachgelassen hat, weil das Gerät ja noch keine drei Jahre alt war. Immerhin war der Kundendienst schnell und effizient, Lob muss sein, auch wenn die Adventsplätzchen infolge der explodierten Heizspirale in diesem Jahr eine ziemlich kostspielige Angelegenheit werden.
Planmäßig voran geht es dafür mit den Gondeln, die täglich um ein festes Pensum zulegen. Da morgen Kaffeebesuch bei einer Freundin und Tanztraining anstehen, wird heute zum Vorarbeiten noch eine Spätschicht angehängt
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Montag, den 03.12.2007
Programmvorschau
Von mehreren Leuten hörte ich heute, dass Die Lagune des Löwen in der neuen Programmvorschau wunderbar präsentiert ist, ganz ähnlich wie letztes Jahr um diese Zeit Die Madonna von Murano, doch irgendwer im Verlag muss mich beim Versenden der Vorschauen vergessen haben. Habe vorsorglich in der Presseabteilung drum gebeten, mir ebenfalls das Glanzstück zukommen zu lassen und hoffe auf baldiges Eintreffen.
Das Wochenende war teils der Familie, teils der Arbeit gewidmet. Gemütliche DVD-Abende, dazu ein spätes Highlight in Form einer Live-Übertragung der WM im Latein-Formationstanz. Ansonsten heißt es wieder Business as usual. Sohn Nummer eins, der sich Samstag noch kurzfristig einfand, ist mittlerweile wieder abgereist. Die Gondeln machen planmäßige Fortschritte.
Was gibt es noch zu berichten? Bei www.buechereule.de wird nach Erscheinen der Lagune wieder eine Leserunde stattfinden; zu gegebener Zeit gibt es hier unter "Aktuelles" einen Link. Eine erste Lesungsanfrage ist letzte Woche noch eingegangen, aber ansonsten ist derzeit alles ruhig - für das in Arbeit befindliche Buch genau richtig.
Ärgerlich bloß das Knallen und Blitzen, mit dem heute mein Backofen aus heiterem Himmel seinen Geist aufgab, was sofort die besorgte Frage aufkommen ließ, wie lange die Reparatur dauert. Es sollten in den nächsten Wochen unbedingt noch diverse Sorten Weihnachtsplätzchen aus heimischer Produktion fertig werden. Am Donnerstag kommt bei uns nun anstelle vom Nikolaus der Siemens-Kundendienst :-)
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Samstag, den 01.12.2007
Zeit zum Arbeiten
Am heutigen Samstag liegt nichts Besonderes an, zum ersten Mal diese Woche keine Termine, die vom Schreiben abhalten, also gilt es jetzt: Gute-Laune-Lampe an und frisch ans Werk! Das zweite Großkapitel ist endlich fertig und wird übers Wochenende poliert. Für den kommenden Monat ist ein etwas größeres Pensum eingeplant, und weil erstmalig seit langem keine Auswärtstermine im Kalender stehen, sollte das wohl machbar sein.
Neues gibt es noch von der Madonna zu berichten: Dem weltbesten Agenten ist es gelungen, die erste Auslandslizenz zu vermarkten - es wird eine Übersetzung ins Serbische geben. Für deutsche Romane über 1000 Seiten, so habe ich mir sagen lassen, sind Auslandslizenzen so ähnlich wie ein Sechser im Lotto, denn das Teure daran sind nicht die Lizenzgebühren, sondern die Übersetzungskosten, die folgerichtig bei einem so dicken Buch doppelt so stark ins Kontor schlagen wie bei einem Roman von eher üblicher Seitenzahl. Wobei der normale Band dann im Laden dasselbe kostet wie der dicke Wälzer, weshalb sich Letzterer für die - meisten kleineren - Auslandsmärkte kaum rechnet. Also freue ich mich riesig über diesen "Lottogewinn" und winke dankend in Richtung Serbien. Und nebenher fülle ich noch einen richtigen Lottoschein aus, klare Sache bei dem Riesenjackpot von 38 Mio., die heute in der Ausspielung sind. Vielleicht habe ich ja auch hierbei Glück :-)
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Donnerstag, den 29.11.2007
Deko-Wechsel und andere Fortschritte
Nachdem in den Läden und Supermärkten schon seit Wochen glitzernde Advents-Dekorationen die Optik bestimmen, glänzte das Heim der Autorin bisher noch im Halloween-Kürbis-Look. Der wurde heute - passend zur morgigen Biomüllabfuhr - in die Tonne befördert und gegen das vorweihnachtliche Tannenbäumchen ausgetauscht, das jetzt den Eingang verziert. Am Wochenende kommt dann der übliche Rest dazu, nämlich Engelchen, Lichterketten, Adventskranz. Sohn Nummer eins hat sein Kommen angekündigt, obwohl er noch nicht ganz genau wusste, wie es zeitlich passt - die Vorbereitungen auf das mündliche Examen gehen nun mal vor. Tochter Nummer eins kann erst in der Vorweihnachtswoche freinehmen, weil noch eine wichtige Seminararbeit ansteht. Doch dann fängt die schönste Zeit des Jahres an: Zu Weihnachten sind alle unter einem Dach versammelt. Auf diese Tage freue ich mich jetzt schon!
Bis dahin gibt es noch einiges zu tun, mal abgesehen von der Dekoration, der Auswahl des schönsten Weihnachtsbaums, den Großeinkäufen für die sechsköpfige Familie. Bis zum Ende des Jahres sollten idealerweise noch zwei Großkapitel fertig werden, womit ich dann knapp die Hälfte der Gondeln auf der Festplatte hätte.
Im derzeitigen Kapitel wird die weibliche Hauptfigur wieder neuen Prüfungen unterworfen. Von der Pestinsel entkommen, landet sie unvermutet in einem Bordell, wo sie nicht nur leichten Mädchen begegnet, sondern auch Menschen kennenlernt, die bald darauf ihr weiteres Schicksal bestimmen ...
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Dienstag, den 27.11.2007
Leseexemplare
Wie schon bei der Madonna werden nun auch von der Lagune Leseexemplare für den Buchhandel verschickt, genauer, sie sind schon unterwegs bzw. zum Teil sogar bereits angekommen. Heute rief mich eine mir bekannte Buchhändlerin an und erzählte mir, dass sie ihr Exemplar schon in Händen hält - und von der schönen Aufmachung sehr angetan ist.
Die Vorstellung, dass der Roman jetzt vielleicht schon in vielen Buchhandlungen ausgepackt und womöglich schon von dem einen oder anderen Empfänger zum Lesen mit nach Hause genommen wurde, verursacht wieder ziemlich viel Herzklopfen. Dieses jüngste Kind von mir hat eine lange und beschwerliche Reise hinter sich, und da wünscht man sich natürlich sehnlich, dass die ersten professionellen Leser "da draußen" es mögen, an die Hand nehmen, es begleiten, vielleicht sogar liebgewinnen.
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Freitag, den 23.11.2007
Freutag!
Die Lagune des Löwen ist da! Heute druckfrisch eingetroffen, liegt sie jetzt vor mir auf dem Schreibtisch, jedenfalls immer dann, wenn ich das Buch nicht gerade hochnehme, betaste und dran rieche. Ja, wirklich, sogar der Geruch ist was Besonderes - das Buchparfüm eben, das verströmt nur ein ganz neuer Roman, und auch nur dann, wenn es der eigene ist :-). Ganz zu schweigen von der Haptik (wunderbar glattes, seidig-dünnes Papier!) und der Optik (das traumhafte Cover! Und sogar der Inneneinband ist mit auffallend schönem Goldapplikat auf dem Buchrücken verziert!) - das Gesamtpaket ist wunderbar griffig und ein einziger Augenschmaus, noch bevor man reingeschaut hat. Und drinnen: Es stechen sofort die wunderbaren Illustrationen ins Auge, Jan Balaz' kleine Meisterwerke vermitteln eine einzigartige Venedig-Atmosphäre! Das Schriftbild ist wieder in der unverwechselbar gefälligen Ehrenwirth-Gestaltung gehalten, die Textabsätze mit entzückenden Vignetten und die Jahreseinteilungen mit pittoresken Markuslöwen geschmückt. Was gibt es noch zu erwähnen? Die hochwertige Bindung, das schöne goldfarbene Lesebändchen, die Gestaltung des Vorsatzblattes mit Motiven aus dem schon bei der Madonna verwendeten historischen Vogelschauplan ... Alles ist einfach überwältigend schön! Sicher erfreue ich mich noch tagelang daran, ohne des Ansehens müde zu werden. Es gibt einfach nichts Erhebenderes beim Romaneschreiben, als zum ersten Mal das fertige Buch in Händen zu halten! Danke an dieser Stelle vorab schon mal an alle, die das ermöglicht haben!
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Donnerstag, den 22.11.2007
Fortsetzung Lesungsbericht Holdorf/Dinklage
Noch zur Lesung (aus mir nicht ersichtlichen Gründen reicht der Platz für den Blogeintrag nicht):
Die Veranstaltung war, wenn ich es mit einem Wort zusammenfassen müsste, einfach überwältigend! Um die 180 Menschen hatten sich in dem großen Saal im Hotel zur Post in Holdorf versammelt, und ein bisschen mulmig war mir da schon zumute, als ich das große Podium sah, das eher einer Bühne ähnelte als einem Lese-Podest. Aber für Nervosität blieb kaum Gelegenheit, denn zum Auftakt - ebenso wie in der Pause - spielte eine Gruppe unglaublich begabter junger Musiker auf, und zwar - das war der Clou - auf historischen Instrumenten und in altertümlicher Gewandung. Dieses "Mittelalter-Ensemble", ein Sextett aus Lehrern und Schülern der örtlichen Musikschule, bot eine fröhliche Einstimmung vom Feinsten, sodass sich die Lesung in schönster Harmonie ganz nahtlos anschließen konnte. Ein liebenswerteres und aufmerksameres Publikum hätte man sich nicht wünschen können! Hinterher gab es dann, parallel zur Signierstunde, noch ein köstliches italienisches Fingerfood-Büfett, liebevoll und eigenhändig von einem Teil der Besucherinnen zubereitet. (Von diesem Bruscetta muss ich mir unbedingt das Rezept beschaffen!) Tja, was bleibt noch zu erzählen ... Hm, den Lebkuchenlikör "Dinklager Weihnachtstraum" aus dem Präsentkorb habe ich auch schon probiert - ganz klar, dass ich da noch mal hin muss :-)
Danke, liebe Holdorfer, Dinklager, liebes Buchhandlungsteam - es war traumhaft bei euch!
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Donnerstag, den 22.11.2007
Einfach nur schön ...
... war die gestrige Lesung in Holdorf bei Dinklage! Von Anfang an stand alles unter einem guten Stern. Statt wie zunächst geplant mit dem Auto zu fahren, nahm ich doch lieber die Bahn, weil passenderweise alle Streiks abgesagt waren. Eine prima Entscheidung, wie sich herausstellte, denn sämtliche Züge waren pünktlich, das Wetter recht angenehm und die Verbindung über Bremen perfekt. Die Krönung war der liebenswürdige Shuttle-Service durch die reizende Buchhändlerin und ihre nicht minder sympathische Mitarbeiterin. Überhaupt ist dieses Team der Buchhandlung Diekmann in Dinklage wundervoll; die Chefin, Frau Dierken, trotz Erkältung ein kreatives Energiebündel und ebenso wie ihre Angestellten derart reizend und kompetent, dass ich da am liebsten jede Woche lese würde :-)
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Sonntag, den 18.11.2007
Von allem etwas ...
bietet dieses Wochenende, nur zum Sport bin ich bisher nicht gekommen, der ist dann morgen wieder dran. Dafür gab es eine nette Dinner-Runde am Freitagabend, auch wenn die Fahrt in den Taunus (wo das Treffen stattfand) wegen einiger merkwürdiger Ausfälle des Navigationsgeräts reichlich abenteuerlich war. Doch der guten Laune tat das keinen Abbruch, denn der altbekannte Fluch der Technik ist, wenn man mit den richtigen Leuten unterwegs ist, immer wieder für einen Lacher gut.
Gestern ging es dann zügig mit den Gondeln weiter, der Text wächst jeden Tag ein Stück, sodass auch das 2. Großkapitel wohl im Laufe der nächsten paar Schreib-Etappen fertig werden dürfte.
Heute hängt die Autorin nach einem gestern (eigentlich heute) extrem spät zu Ende gegangenen Fernsehabend ein bisschen in den Seilen, aber mit ein paar Zusatztassen Kaffee und einem Mittagsschläfchen wird das sicher noch. Trotzdem musste der Filmabend mit Burt Lancaster einfach sein, so was wird einem nicht alle Tage geboten. Mein Highlight in dieser späten Ehrenrunde war natürlich "Denen man nicht vergibt" von John Huston, mit der unvergleichlichen Audrey Hepburn in der Hauptrolle. Einfach zum Niederknien schön!
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Mittwoch, den 14.11.2007
Zusätzliche Lesung
Ein Missverständnis in der Presseabteilung des Verlages hat dazu geführt, dass ich die Lesung, die ursprünglich für nächste Woche Mittwoch in meinem Kalender stand, zunächst wieder gestrichen hatte; der Termin, so hieß es zwischendurch, sei nicht zu Stande gekommen. Doch das war ein Irrtum, wie ich gestern erfuhr, denn die Buchhandlung hat sogar eigens für die Veranstaltung einen Minnesänger und ein Büfett bestellt, und die reizende Buchhändlerin, mit der ich eben telefonierte, wusste zu berichten, dass bereits 175 Karten verkauft sind. Da bin ich doch sehr erleichtert, dass ich an dem Tag nichts anderes vorhabe :-)
Nun hoffe ich natürlich auf schneefreie Startbedingungen, da ich wegen der angedrohten Bahnstreiks auf jeden Fall wieder das Auto nehmen werde. Vorsorglich plane ich ein gutes Zeitpolster ein, zumal Dinklage, wie ich hörte, ein hübscher Ort ist, wo man sicher auch außer der Reihe einen netten Nachmittag verbringen kann.
Falls jemand von den Besuchern dieser Website zufällig in der Gegend von Dinklage/Holdorf wohnt, der Lust hat, zu der Lesung zu gehen (und es noch Karten geben sollte):
Die Lesung findet am Mittwoch, dem 21.11.2007 um 20 Uhr im "Hotel zur Post" statt, Große Straße 11, in 45451 Holdorf, und Veranstalter ist die Buchhandlung Dierken, Tel. 04443-961864.
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Montag, den 12.11.2007
Wochenstart
Und schon wieder fängt eine neue Woche an, man fragt sich an jedem Montag, wo denn bloß die letzte geblieben ist. Auch diesmal war das Wochenende mit den Sprösslingen viel zu kurz. Aber zugleich auch wieder ganz wunderbar gemütlich und harmonisch.
Unterdessen hat die sogenannte fünfte Jahreszeit begonnen, festzustellen an der ersten knallbunten Faschingsbeilage in der Tageszeitung, die so gar nicht zu dem Grau-in-grau-Novemberwetter passen will, aber mit ungewohnten Hinguckern auf Prinzen, Prinzessinnen sowie andere große und kleine Narren der Region sofort die Laune verbessert.
Gute Laune verursacht auch die Arbeit am Manuskript, da dieses trotz Familienwochenende schöne Fortschritte macht. Die Pestepisode ist nun abgeschlossen, und eine der nächsten Szenen wird sich um den venezianischen Schiffsbau drehen, sodass hierfür zunächst wieder ein bisschen Stöbern in den dazu angesammelten Unterlagen auf dem Programm steht.
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Freitag, den 09.11.2007
Wieder komplett...
... ist unsere Familie an diesem Wochenende, denn Sohn und Tochter Nummer eins kommen nach Hause, und die Autorin freut sich unbändig, nach mehreren Wochen endlich wieder alle ihre fünf Sprösslinge um sich zu haben. Dazu gehört natürlich leckeres Lieblingsessen für alle und folglich vorher ein ausgedehnter Ausflug in den Supermarkt :-)
An den Gondeln geht die Arbeit trotzdem weiter. Nach wie vor ist die Pest zentrales Thema. In einem Artikel, den ich vor Monaten einmal in der Zeitung las, wurde vom Fund von 1500 Skeletten auf der venezianischen Pestinsel berichtet. Natürlich wussten die Historiker vorher schon, dass in früheren Jahrhunderten Pestkranke dorthin transportiert worden waren, aber die Entdeckung der vielen Massengräber war trotzdem eine kleine archäologische Sensation und lässt mit Schaudern an diese schrecklichen Zeiten denken. Im ersten Drittel des zweiten Kapitels wird daher für eine kurze Handlungsepisode die schon zu Dürers Zeiten Insel der Verdammten genannte Lokalität näher unter die Lupe genommen.
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Dienstag, den 06.11.2007
Fortschritte
Im Manuskript geht es voran, das tägliche Pensum kommt regelmäßig auf die Platte, hin und wieder sogar ein bisschen mehr. Zwischendurch sind jedoch auch immer wieder Schreibpausen nötig, um bestimmte Recherchen zu vertiefen oder zu aktualisieren, und dann kommt man beim Lesen manchmal, wie es so schön heißt, vom Höcksken aufs Stöcksken und kann sich schlecht wieder losreißen.
Am Wochenende steht aber auf jeden Fall eine Überarbeitung des fertigen ersten Großkapitels auf dem Programm, bevor es mit Volldampf im zweiten Teil weitergeht. Wir befinden uns im Jahre 1510, und Venedig wird gebeutelt von Pest und Krieg ... Ereignisse, die schon in der Madonna und der Lagune ein wichtiges Thema waren, weil sie untrennbar mit der Geschichte der Stadt in jener Zeit verbunden sind. Bei alledem kommt natürlich auch die Liebe im Roman nicht zu kurz; ich gebe zu, dass mir eine gute Portion Romantik als DeLiA-Mitglied der ersten Stunde immer ein wichtiges schriftstellerisches Anliegen ist. Und so werden jetzt schon im ersten Teil des neuen Romans die Verwicklungen und Konflikte angelegt, mit denen meine Hauptfiguren sich auseinandersetzen müssen, bevor sie zusammenfinden :-)
Übrigens ist das neue Roman-Cover nebst Klappentext jetzt unter Romane auf der Charlotte-Thomas-Website zu sehen.
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Montag, den 05.11.2007
Aktiv-Woche
Montagmorgen. Dicker Nebel wallt ums Haus, man kann kaum die Nachbarhäuser erkennen. Doch auf dem Schreibtisch strahlt schon seit einer Stunde die Wunderlampe, die für sonnenhelles Tageslicht sorgt. Dank frühen Aufstehens ist heute schon ein ordentliches Stück Text entstanden, und im Laufe des Tages kommt hoffentlich noch mehr dazu. Zwischendurch ist aber noch ein bisschen Sport und Sauna angesagt, damit sich nach dem gestrigen Tanzmarathon keine Schwäche ausbreitet. Außerdem natürlich Einkaufen, Waschen, Kochen, damit auch die Familie sich weiterhin wohlfühlt :-)
Damit kein falscher Eindruck aufkommt: So aufgeräumt und aktiv und vor allem so früh fängt nicht jeder Montag bei der Autorin an, nicht mal jeder zweite, aber dafür ist die Freude um so größer, wenn es dann doch mal mit dem fröhlich-fleißigen Wochenstart klappt, den es sonst nur in den Wecksendungen beim Radio gibt :-)
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Sonntag, den 04.11.2007
Tanz- und Arbeitstag
Ein bisschen Schreiben am Vormittag brachte die ersten 500 Wörter auf die Festplatte; das übrige Tagespensum sollte im Laufe des Abends dazukommen. Der Nachmittag dagegen steht ganz im Zeichen des Tanzens. Wie jedes Jahr um diese Zeit sollen auch diesmal wieder am Tag der offenen Tür viele Anfänger, Wiedereinsteiger und überhaupt Tanzfreunde aller Altersklassen für diesen wunderbaren Sport begeistert werden.
Eher zufällig erfuhr ich gestern von einer lieben Leserin, dass auf der Verlags-Website bereits das Cover der Lagune eingestellt ist! Wer also neugierig auf das äußere Erscheinungsbild meines nächsten Venedig-Romans ist, kann es sich auf der Lübbe-Seite schon anschauen. Der Klappentext muss noch eingepflegt werden, nur beim Hörbuch ist er schon zu lesen, allerdings ist das nicht die aktuelle Fassung, wie sie auf der Außenklappe des Romans erscheinen wird. Die wird in Kürze aber auf meiner HP zu besichtigen sein. Und ab Mitte April dann ganz offiziell auch im Buchhandel :-)
Eine nette Überraschung brachte mir gestern auch der Paketbote, nämlich zwei Belegexemplare der Clubausgabe von "Die florentinische Braut", die in schöner HC-Aufmachung in einem Doppelband mit einem wunderbar romantischen Roman von Jude Deveraux ("Ein Engel für Emily") erschienen ist.
Auch die Madonna gibt es inzwischen als Clubausgabe; hier kamen die Beleg-Exemplare ebenfalls vergangene Woche. Das Cover ist dem regulären ziemlich ähnlich, der Preis etwas günstiger - natürlich nur für Club-Mitglieder.
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Samstag, den 03.11.2007
November
Der neue Monat zeigt sich mit Nieselwetter und Kälte nicht gerade von der freundlichen Seite. Da macht man es sich doch lieber drinnen gemütlich. Oder man sitzt am Schreibtisch und arbeitet :-) Nach dem gestrigen Tanztraining noch ein bisschen erledigt, widmet sich die Autoren heute wieder intensiver den Gondeln. Himmlische Ruhe im Haus und frühes Aufstehen machen es möglich - die Sprösslinge schlafen noch, Mittagessen wird heute auf den Abend verlegt, der Haushalt ist mitsamt Wäsche so weit gemacht. Der heutige Arbeitstag wird somit hoffentlich lang und ergiebig.
Eben machte mich eine liebe Kollegin darauf aufmerksam, dass heute mal wieder die Verfilmung meines Romans "Vollweib sucht Halbtagsmann" im Ersten läuft (14.30 Uhr, falls jemand nichts Besseres vorhat :-). Keine Ahnung, die wievielte Wiederholung das ist, aber anscheinend erfreut sich dieser doch inzwischen schon etwas angejahrte Streifen immer noch einiger Beliebtheit.
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Donnerstag, den 01.11.2007
Winterfest
Gestern war ein guter Tag zum Rasenmähen, jedenfalls stand das laut weltbester Mutter im Mondkalender, und tatsächlich stimmte es: Das Wetter war sonnig und trocken, die Laune passend, der Rasen extrem lang. Und der Biomüll wird auch zufällig morgen abgeholt, besser geht es nicht. Zusammen mit dem Gras wanderte nämlich noch eine ordentliche Menge Laub in die Tonne, das passenderweise auf dem Rasen herumlag und beim Mähen gleich mit kleingehäckselt und "eingetütet" wurde. Gartenmäßig kann der Winter also jetzt kommen. Auch das Auto ist seit heute dank Inspektion und Reifenwechsel für die kalte Jahreszeit gerüstet.
Während heute in anderen Bundesländern die Leute schon ihr verlängertes Wochenende einläuteten, ist Allerheiligen in Hessen ein ganz normaler Arbeitstag, auch für die Autorin: Mit rund 2 tsd. Wörtern lag ich heute gut im Rennen. Für das Wochenende ist noch mehr Arbeit geplant, aber auch einige Tanzaktiviäten. Neben dem normalen Training steht der alljährliche Tag der offenen Tür an, worauf ich mich auch diesmal wieder sehr freue.
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Sonntag, den 28.10.2007
Zeitumstellung und Laune-Aufhellung
Jedes Jahr Ende Oktober eine Stunde Zeit dazuzukriegen ist immer ganz angenehm, jedenfalls am ersten Tag der Winterzeit. Bald darauf findet man die Umstellung jedoch weniger ersprießlich, denn dafür ist es jetzt nachmittags früher dunkel, was die Bereitschaft, fröhlich den Tag zu nutzen, entsprechend dämpft. Gegen dieses Missempfinden soll eine Art Gute-Laune-Lampe helfen, die seit einer Woche auf dem Schreibtisch der Autorin steht, direkt neben dem Monitor und daher immer sofort im Blickfeld. Die Rede ist hier von einer mit spezieller Leuchtkraft ausgestatteten Lampe gegen den sog. Winterblues, die den jahreszeitlich gesenkten Energiepegel heben, die Schlechtwetter-Müdigkeit beseitigen und auch sonst die Lebensgeister auf Vordermann bringen soll. Ob es an der vielversprechenden Beschreibung oder aber an der wissenschaftlich verbürgten Wirkungsweise des Geräts liegt - bisher scheint es gut zu helfen. Der Wunsch nach einem kleinen Mittagsschläfchen ist seit Inbetriebnahme jedenfalls noch nicht aufgekommen, und das tägliche Mindestpensum beim Schreiben ist leicht zu schaffen. Ein Hoch auf die Technik :-)
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Samstag, den 27.10.2007
Start ins Wochenende mit Harry
Draußen war es noch stockdunkel und die Autorin im Tiefschlaf, als heute Morgen der Paketbote klingelte. So unerwartet hochgescheucht, musste ich zuerst einen Blick auf das "magische" Paket werfen, um darauf zu kommen, warum die Paketpost diesmal so unmenschlich früh dran war: Es war Lieferung bis 10.30 Uhr zugesagt, anderenfalls Geld zurück. Hm, das hatte ich total vergessen, nachdem ich den neuesten Harry Potter schon vor etlichen Wochen vorbestellt hatte. Aber egal, es war sowieso Aufstehen angesagt, sonst hätte Sohn Nummer zwei womöglich noch den Termin für seinen Reifenwechsel verschlafen.
Und dann ging es auch gleich nahtlos weiter mit Einkaufen, Kochen und Backen: Die weltbeste Mutter ist zwar gestern abgereist, aber dafür traf mittlerweile Sohn Nummer eins für einen Wochenendbesuch ein, sodass es nicht schaden konnte, das passende Leibgericht gleich für zwei Tage vorzubereiten. Dann bleibt den Sonntag über wieder reichlich Zeit für die Gondeln.
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Mittwoch, den 24.10.2007
Besuch und Autogramme
Nach einer Terminverschiebung hat es jetzt doch endlich geklappt mit dem Besuch der weltbesten Mutter, die in diesen Tagen hier zu Gast ist. Sie besteht darauf, das Manuskript der Lagune zu lesen, aber es bleibt genug Zeit für ausgedehnte Einkaufsbummel, fröhliche Gespräche und gemütliches Beisammensitzen am Esstisch.
Dieser Tage beobachte ich ein merkwürdiges Phänomen: Es häufen sich - jeweils über das Kontaktfeld meiner Website nahezu täglich eingehend - die Autogrammwünsche. Die meisten "Autogrammjäger" haben vermutlich noch nie was von meinen Büchern gehört (zumindest, was die Autogrammwünsche aus dem fernen Ausland angeht :-), aber in aller Regel wird eine doppelte oder gleich dreifache signierte Ausfertigung besagter Karte begehrt. Es gibt jedoch auch seriöse Anfragen, die ich sofort beantworte (inzwischen habe ich dank der rührigen Presseabteilung meines Verlages einen Riesenstapel Autogrammkarten :-)), aber die anderen muss ich einfach unter den Tisch fallen lassen, sonst würde - wegen der Portokosten - binnen kurzem der Pleitegeier über mir schweben. Was die ernsthaften Autogrammbitten meiner Leser angeht, so werden diese natürlich weiterhin schnellstmöglich erfüllt, nur werde ich hier das freundliche Angebot meines Verlages annehmen, diese Wünsche künftig dorthin weiterzuleiten. Von dort aus werden dann auch die von mir zuvor handsignierten Karten verschickt. Dafür bitte ich um Verständnis.
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Freitag, den 19.10.2007
Wehwehchen und Weiterarbeiten
Nachdem der Schnupfen im Begriff war, sich in eine chronische Angelegenheit zu verwandeln und die Aktivitäten der vergangenen Woche entsprechend karg ausfielen, geht es jetzt dank reichlich Ruhe und passender Medikation allmählich wieder aufwärts. Die längerfristige Stärkung der Abwehrkräfte bleibt dabei aber natürlich im Blick. Für nächste Woche in der Planung: jede Menge frisches Obst, ein Saunabesuch und ein langer Spaziergang an der frischen Luft.
Mittlerweile sind auch alle Innenillustrationen für Die Lagune des Löwen fertig; dieser Tage schickte mir meine Lektorin den Druck der Bilder, bei denen ich unmöglich entscheiden kann, welches mir am besten gefällt - sie sind alle miteinander einfach traumhaft schön! Neun Handzeichnungen von überragender künstlerischer Qualität, dazu eine dekorative Vignette für die Absätze und eine zauberhafte Illustrierung des Innentitels. Alles zum Dahinschmelzen. Und zum Einrahmen und an die Wand hängen, was demnächst in Angriff genommen wird.
Genauso begeistert bin ich von der Umschlaggestaltung, der Grafiker hat sich wieder selbst übertroffen. Die Farbgebung übertrifft meine kühnsten Erwartungen, die Covermotive könnten nicht schöner sein. Da es bald ein Vorabexemplar geben wird, kann ich sicherlich hier demnächst auch das Umschlagbild einstellen.
Einstweilen geht es mit dem nächsten Buch weiter. Heute fühlte die Autorin sich endlich wieder fit genug für die Gondeln bzw. für einen Feinschliff des schon vorhandenen Textes. Morgen ist dann Weiterschreiben angesagt.
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Dienstag, den 16.10.2007
Erkältet
Die von der Buchmesse mitgebrachten Bazillen waren am Ende doch stärker als Ruhe und heiße Zitrone: Die Erkältung ist jetzt so richtig ausgebrochen. Irgendwas, so wurde mir schon von mehreren Seiten erklärt, müsse ich jetzt zur Stärkung meiner Abwehrkräfte unternehmen, denn die letzte Erkältung ist ja gerade erst ein paar Wochen her. Mal sehen, womit ich anfange. Mehr Sauna, mehr Obst, oder vielleicht doch einfach erst mal mehr schlafen. Oder mehr lesen? Das ist garantiert ebenfalls gesundheitsfördernd, denn es hellt die Seele auf und sorgt für ein ausgeglichenes Gemüt :-)
Telefonate mit meiner Agentur und meiner Lektorin haben mich heute informationstechnisch auf den neuesten Stand gebracht; in der Buchbranche wird bekanntlich immer langfristig geplant, daher sind jetzt schon Prognosen und Entwicklungen zu bedenken, die scheinbar in weiter Ferne liegen. - Dabei fällt mir ein, dass ich vor einer Weile hier ein Jugendbuch-Projekt erwähnt habe. Nun kann ich auch den passenden Verlag dazu benennen: Arena wird im nächsten Herbst einen Jugendroman von mir herausbringen; während der Buchmesse hatte ich Gelegenheit, die reizende Lektorin und den Verleger kennenzulernen und mir ein Bild von dem wirklich zauberhaft aufgemachten Programm für Kinder und Teenager zu machen.
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Samstag, den 13.10.2007
Erledigt
Die Buchmesse ist - jedenfalls für mich - gelaufen; es war mal wieder wunderbar. Und anstrengend. Noch ganz berauscht von den vielen Eindrücken und den schönen Begegnungen hängt die Autorin ein bisschen in den Seilen. Der Anflug einer Erkältung verdeutlicht den Grad der Erschöpfung, aber ein paar geruhsame Tage und viel Schlaf bringen das bestimmt rasch wieder in Ordnung.
Das Wochenende bleibt den Sprösslingen vorbehalten, die gleich von einer mehrtägigen Italienreise zurückkehren und schon schmerzlich von ihrer Mutter vermisst werden. Außerdem türmen sich bereits die neuen Bücher neben meinem Schreibtisch, sowohl die handsignierte Ausbeute von lieben Kollegen, deren neueste Werke ich auf der Buchmesse ergattern konnte, als auch die frisch eingetroffenen Romane für den DeLiA-Wettbewerb. Über fehlendes Lesefutter kann ich mich im Moment wirklich nicht beklagen.
Mein lieber Besuch ist unterdessen bereits wieder abgereist, aber schon hat sich der nächste Gast angekündigt: Die beste Mutter der Welt wird dieser Tage vorbeischauen. Höchste Zeit, nachdem ihr letzter Besuch schon länger zurückliegt.
Und last, but not least bleibt ein weiteres wichtiges Vorhaben fest im Blick: Nächste Woche geht es unwiderruflich mit den Gondeln weiter.
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Dienstag, den 09.10.2007
Auf geht's zur ...
Buchmesse! Das Köfferchen ist gepackt, die Handynummern sind notiert, eine lange Liste mit viel versprechenden Neuerscheinungen ist verinnerlicht. In Anbetracht drohender Streiks bei der Bahn lasse ich die Züge diesmal links liegen und nehme das Auto. Nachdem ich beim letzten Lokführerstreik einen nervtötend langen Bahnhofsaufenthalt "mitgenommen" habe, steht mir nach Wiederholungen nicht der Sinn. Außerdem habe ich es ja nicht so weit.
Auf den Trubel, die lieben Kollegen und die vielen interessanten Begegnungen freue ich mich schon!
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Freitag, den 05.10.2007
Aufgeräumt
Unfassbar, aber es ist schon wieder Freitag, und die ganze Woche über habe ich nichts gebloggt. Was zum einen daran liegt, dass es kaum was Neues gibt :-) Zum anderen aber auch daran, dass schreiberisch die Woche über wenig los war, genauer gesagt, gar nichts. Die letzten Tage standen vornehmlich im Zeichen des Aufräumens. Der Arbeitsplatz kann sich wieder sehen lassen, ein paar unordentliche Riesenstapel Bücher sind sortiert (zum Teil sogar mittlerweile gelesen), und die Venedig-Fachbücher sind nach dem Wegräumen der Lucrezia-Literatur wieder in Reichweite aufgeschichtet. Vor der Buchmesse lohnt es sich allerdings nicht, wieder voll in die Gondeln einzusteigen, zumal es bis dahin auch noch einiges in Haus und Garten zu tun gibt und am Wochenende auch noch ein runder Auswärts-Geburtstag ansteht.
Eine Neuigkeit gibt es aber zu berichten: Das Cover der Lagune ist fertig, die Innenillustrationen alle gezeichnet, die Klappentexte stehen. Bisher sieht alles gut aus, ich bin absolut begeistert, was die Herstellung geleistet hat. Und auch sonst schreitet alles bestens voran. Im Lektorat wurde das Einpflegen aller Satzkorrekturen nochmals kontrolliert und in der letzten Vertreterkonferenz der Titel endgültig festgelegt (es bleibt bei Die Lagune des Löwen :-) - folglich kann das Buch jetzt in Druck gehen. Wieder ein sehr erhebendes Gefühl!
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Sonntag, den 30.09.2007
Randvolles Programm
Die letzten Tage standen ganz im Zeichen geselliger Berufstätigkeit. Oder beruflicher Geselligkeit. Egal wie man es formuliert - es war in jedem Fall eine runde Sache. Zuerst die Lesung am Donnerstag in Lauterbach, die von der umsichtigen Veranstalterin perfekt organisiert war: Kaum ein Ambiente war je stilvoller als der entzückende Rokoko-Saal in dem kleinen Stadtschlösschen mitten in der Altstadt, kaum ein Begleitprogramm ansprechender - spielte doch eine wirklich herausragend begabte Harfenistin zum Auftakt meiner Lesung auf und stimmte so die zahlreich erschienenen Zuhörer auf die Veranstaltung ein. Die anschließende Frage- und Signierstunde wurde dank des wunderbaren Publikums ebenfalls zu einer vergnüglichen und abwechslungsreichen Angelegenheit.
Gleich am nächsten Tag hieß es Koffer packen und ab nach Oberursel, wo am Freitag Nachmittag der Montségur-Autorenkongress begann. Auch davon kann ich nur Gutes berichten. Eine ganze Reihe lehrreicher Vorträge, spannende Lesungen, lauter nette und fröhliche Kollegen, leckeres Essen und ein gediegenes Ambiente - meine Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern weit übertroffen. Es gab viel zu lachen und zu lernen und zu fachsimpeln, und am Ende fuhren alle Teilnehmer mit der zufriedenen Gewissheit nach Hause, dass dieser Kongress bestimmt nicht der letzte für die Montségur-Gemeinschaft war: Unser reizender und kompetenter Forums-Chef hat uns als Zeitrahmen für die nächste Tagung bereits den Frühsommer 08 avisiert, und wenn nichts dazwischenkommt, bin ich bestimmt wieder mit von der Partie.
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Donnerstag, den 27.09.2007
Heute Lesung in Lauterbach
Noch einmal für alle eventuellen Interessenten: Die Lesung findet heute in Lauterbach im Schloss statt, genauer gesagt im dortigen Hohaus-Museum. - Bleibt nur zu hoffen, dass nicht irgendwer irrtümlich ausgerechnet nach Friedberg fährt, weil das, wie ich auch erst ganz kurzfristig bemerkt habe, auf der Verlagswebsite fälschlicherweise als Lesungsort angegeben ist. Meine Mails an die Presseabteilung haben leider nichts mehr geholfen, vermutlich wegen der zurzeit stattfindenden Tagung, zu der die meisten Verlagsmitarbeiter gefahren sind.
Neben der Vorbereitung für die heutige Lesung kann ich mich schon langsam ans Kofferpacken machen: Übers Wochenende findet der große Autoren-Kongress in Oberursel statt, in dessen Rahmen ich am Freitag, also übermorgen, ebenfalls lesen werde (Gemeinschaftslesung, siehe Ankündigung unter Aktuelles). Davon abgesehen ist der für die Tagung vorgesehene Terminplan randvoll. Auf die vielen interessanten Vorträge und die netten Kollegen, die ich zu diesem Anlass treffen werde, freue ich mich schon.
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Montag, den 24.09.2007
Noch eine Planänderung
Achtung! Wer vorhat, am Donnerstag zu meiner Lesung in Lauterbach zu kommen: Es hat sich eine Änderung des Lesungsortes ergeben. Anders als mir vom Verlag angekündigt wurde, findet die Veranstaltung nicht im Posthotel statt, sondern, wie ich eben von der Veranstalterin erfuhr, im Schloss von Lauterbach, im dortigen Hohaus-Museum. Anschrift: Eisenbacher Tor 1. Die Uhrzeit ist dieselbe, also 20.00 Uhr.
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Donnerstag, den 20.09.2007
Zitterpartie und Messe
Heute war das Wetter ideal, genau richtig, um die neu angeschaffte Heckenschere einzuweihen. Vier Bäumchen und zwei Buchskugeln nach Inbetriebnahme schwante der Autorin dann, dass das automatische Schneiden doch nicht ganz so locker vonstatten geht wie geplant. Zumindest fühlte es sich hinterher alles andere als locker an. Eher danach, als hätte man stundenlang mit dem Presslufthammer gearbeitet. Die Arme lahm und die Hände zittrig-tattrig, es war völlig unmöglich, eine Tastatur zu bedienen, sogar das Festhalten der Kaffeetasse war nur mit beiden Händen möglich. Lag vermutlich an der pausenlosen ungewohnten Vibration und war nur vorübergehend, denn inzwischen klappt das Tippen zum Glück wieder :-) Die restliche Beschneidungsaktion habe ich trotzdem auf das Wochenende und nächste Woche vertagt, denn nach einer Stunde Geratter war der Akku leer und die Biotonne voll, sodass weitere Gartensäuberung erst mal warten muss.
Eine schöne - und unerwartete - Überraschung kam heute in Gestalt von Belegexemplaren mit der Paketpost: Die Madonna geht in die 3. Auflage, wovon ich noch gar nichts wusste und mich daher um so mehr darüber gefreut habe.
Mittlerweile sind auch die ersten Buchmesse-Termine festgeklopft. Eigentlich hatte der Verlag drei Tage Standpräsenz für mich vorgesehen, doch da ich am Messe-Freitag lieben Besuch erwarte, sind alle Events auf zwei Tage verteilt, den Mittwoch und den Donnerstag. Wer also zufällig auf der diesjährigen Buchmesse unterwegs ist, findet mich zu den dort angegebenen Zeiten am Lübbe-Stand.
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Dienstag, den 18.09.2007
Geänderte Pläne ...
... gab es am Wochenende, nachdem die Erkältung sich doch als ziemlich hartnäckig herausgestellt hatte und nicht verschwinden wollte. Zum Schnupfen gesellte sich noch Husten, folglich blieb der Garten in seinem urwüchsigen Zustand und die Autorin im Bett. Mit viel heißer Zitrone und ein paar guten Büchern wurde das Wochenende dann noch halbwegs erträglich. Weitgehend genesen, konnte ich gestern dann auch endlich den Rasen mähen, zumindest solange, bis der einsetzende Regen einen Strich durch weitere Gartenarbeiten machte. Der Rest muss nun warten, bis es draußen wieder halbwegs trocken ist.
Unterdessen beschäftige ich mich mit weiteren Jury-Büchern; der Stapel wird allmählich kleiner. Am Wochenende werde ich mich dann auch endlich wieder in die Gondeln vertiefen, die ja nun umständehalber eine ganze Weile liegengeblieben sind.
Gegen etwaige Miesepetrigkeit wegen des anhaltenden Regens hilft die eine oder andere Anekdote, z. B. die neueste Schote bei Ebay: Da stand ganz Belgien zum Verkauf, und es gab tatsächlich ernsthafte Interessenten für das "Königreich in drei Teilen mit dem einzigen Nachteil von 300 Euro Milliarden Staatsschulden" - als Ebay das "Produkt" aus der Bietung nahm, lag das Höchstgebot bei stolzen 10 Millionen Euro :-)
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Freitag, den 14.09.2007
Lesung und Wochenendpläne
Trotz reichlich kalkulierter Fahrtzeit kam ich gestern Abend um ein Haar zu spät; um Punkt acht erreichte ich im Sprint die Buchhandlung in Bad Hersfeld und konnte gerade noch pünktlich auf dem liebevoll dekorierten Lese-Podest Platz nehmen, bevor die reizende Buchhändlerin mit ihrer souveränen Begrüßungs-Moderation loslegte und mir damit noch ein paar Takte Luft zum Durchschnaufen verschaffte.
Sobald ich das nächste Mal mit dem Wagen zu einer Lesung anreise, muss ich a) diverse kilometerlange Baustellen und b) ausgedehnte Parkplatzsuche in vollgeparkter Innenstadt ins Kalkül ziehen, beides hat die Fahrt gestern ungewöhnlich lange dauern lassen.
Dessen ungeachtet verlief die Lesung ganz prima; die zahlreich erschienenen Zuhörer waren so liebenswürdig und aufmerksam, wie es sich ein Autor nur wünschen kann, und die Stimme tat trotz verstopfter Nase ganz gut mit. Zum Ende hin kratzte es zwar leicht im Hals, aber hier leistete ein Mikro gute Dienste.
Einen netten Ausklang fand der Abend bei einem Glas Wein während der Signier- und Fragestunde, die sich an die Lesung anschloss.
Heute steht neben den üblichen Haushaltspflichten gründliches Schreibtisch-Aufräumen auf dem Programm; während der Arbeit an der Lucrezia-Geschichte hat sich wieder einiges aufgetürmt. Das am Abend stattfindende Tanztraining werde ich mit zwei Schnupfenkapseln hoffentlich halbwegs fit überstehen, und für morgen ist die schon länger aufgeschobene Gartenarbeit angepeilt. Auf den Sonntag freue ich mich jetzt schon: Da wird wieder gelesen.
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Mittwoch, den 12.09.2007
Verschnupft
Ziemlich unpassend zur gestrigen Lesung stellte sich bei der Autorin ein massiver Schnupfen ein, der während der Zugfahrt nach Bad Oldesloe zu allem Übel noch schlimmer wurde. Dass dann der ICE nach Hamburg Verspätung hatte, sorgte zwar kurzfristig für Aufregung, war aber zugleich auch Glück im Unglück: In Hamburg war der Anschlusszug schon weg, und somit blieb bis zum Eintreffen des nächsten Regionalzuges (der zwanzig Minuten später kam, innerhalb eines nach vielen leidvollen DB-Erfahrungen eingeplanten Zeitpuffers) auf dem Hamburger Hauptbahnhof noch Gelegenheit, rasch eine Apotheke aufzusuchen, um dort die dringend benötigten Schnupfenmittel zu besorgen. Denen war es zu verdanken, dass die Lesung weitgehend schnief-frei vonstatten ging - und dank eines wunderbar aufmerksamen und interessierten Publikums obendrein zu einer rundum gelungenen Veranstaltung wurde. Letztere fand im Rahmen einer "venezianischen Woche" statt und wurde von einem reizenden Buchhändler-Ehepaar ausgerichtet, in dessen entzückender - und gut besuchter - Buchhandlung es sich wunderbar lesen ließ, nicht zuletzt auch dank der leckeren italienischen Weine, die von einem eigens eingeladenen Fachhändler kredenzt wurden :-)
Bleibt zu hoffen, dass die Anti-Schnupfen-Kapseln weiterhin gut wirken: Morgen steht ja schon die nächste Lesung auf dem Plan. Vorsorglich ist heute frühes Zubettgehen angesagt, denn Schlafen war schon immer eine gute Medizin.
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Sonntag, den 09.09.2007
Fortschritte
Vorgestern kamen die ersten Illustrationen für die Lagune, wieder aus der Feder des von mir überaus geschätzten Jan Balaz, der auch bereits die schönen Handzeichnungen für die Madonna angefertigt hatte. Wieder sind die Kapitel-Illustrationen ganz wunderbar, diesmal jedoch in anderem Stil gehalten, etwas malerischer und pittoresker, allerdings nicht minder zauberhaft. Auf die weiteren Bilder bin ich schon sehr gespannt!
Letzten Schliff bekommen jetzt auch die Kurztexte. Außencover, Innenklappe links, Innenklappe rechts - alles muss mit ansprechenden und sowohl räumlich wie auch inhaltlich passenden Beschreibungen versehen werden. In aller Regel entstehen die Kurztexte zum Inhalt schon im Rahmen der Exposé-Gestaltung, daher stand auch diesmal schon ein halbwegs verwendbarer Text zur Verfügung, an dem nur noch ein bisschen herumgefeilt werden musste. Für die sog. Head-Line, die fettgedruckte Kopfzeile über dem Außentext, hatte wie schon beim letzten Mal meine Lektorin gesorgt, meinte aber, auch darüber könnten wir noch ein wenig brainstormen. Spätestens Anfang kommender Woche ist auch dieser Teil in trockenen Tüchern. Übernächste Woche kommen die Fahnen aus dem Korrektorat zurück, dann steht der Herstellung nichts mehr im Wege.
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Donnerstag, den 06.09.2007
Texte und Tennisarm
Die Lucrezia-Story ist mit reichlich 15 tsd. Wörtern respektive rund 60 Manuskriptseiten für eine Kurzgeschichte ziemlich lang geworden, aber in Anbetracht des Genres liegt dieser Umfang im Rahmen, schließlich sollte die Anthologie insgesamt nicht zu schmal werden. Sobald die Herausgeberin sich aus dem Urlaub zurückmeldet, geht die Geschichte auf die Reise.
Von meinem Jury-Stapel sind die ersten Werke gelesen, und nach meinem derzeitigen Eindruck verspricht diese Aufgabe wieder sehr interessant und erfreulich zu werden.
Meine Pläne, noch diese Woche im Garten die Bäume und Büsche zurückzuschneiden und Unkraut zu jäten, liegen fürs Erste auf Eis. Eine Art Tennisarm - in dem Fall natürlich eher Mausarm - plagt die Autorin, und weil mittlerweile schon die kleinste Bewegung unangenehm zwickt, wird jetzt endlich der schon länger aufgeschobene Arztbesuch in Angriff genommen. Seitenumblättern ist jedoch zum Glück weiterhin schmerzfrei möglich. Weitere Wettbewerbs-Bücher sowie das eine oder andere Venedig-Sachbbuch liegen schon fürs Wochenende bereit, und die beiden Lesungen, die nächste Woche stattfinden, müssen auch noch vorbereitet werden.
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Donnerstag, den 06.09.2007
Eine große Stimme ist verstummt
Die Welt ist um einen Star ärmer. Der Tod von Big P., wie er mancherorts kurz genannt wurde, hat nicht nur in der Opernszene eine Lücke hinterlassen. Luciano Pavarotti war einer der größten Sänger unserer Zeit, seine Kunst wird vielen fehlen.
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Samstag, den 01.09.2007
Ziemlich verregnet ...
... fängt der September an, was aber die Autorin nicht sonderlich verdrießt, da bis auf Weiteres sowieso hauptsächlich Schreibtischarbeit und Lesen angesagt sind. Die Lucrezia-Geschichte ist fertig, die Überarbeitung im Gange. Bis Mitte kommender Woche sollte der Anthologiebeitrag absendebereit sein. Danach kann es dann - neben dem Jury-Lesen - auch wieder mit den Gondeln weitergehen.
Eine wichtige Etappe hinter sich gebracht hat inzwischen auch Sohn Nummer eins, der nach zwei anstrengenden Examenswochen heute heimkommt und ein wenig mütterliche Fürsorge genießen soll. Bleibt nur zu hoffen, dass die Grillpläne fürs Wochenende nicht komplett ins Wasser fallen. Dafür ist aber der Zwetschgenkuchen schon gebacken, der auch bei Regen vorzüglich schmeckt :-)
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Mittwoch, den 29.08.2007
Das Ende des Sommers ...
... rückt deutlich näher, wie man unschwer an den sinkenden Temperaturen erkennt. Morgens mal schnell ohne Jacke und ohne Strümpfe zum Bäcker fahren ist definitiv unangenehmer als noch vor ein paar Tagen. Der Blick aufs Thermometer (nach dem Brötchenholen) zeigte heute ganze 6 Grad. Beim nächsten Mal sind auf alle Fälle Socken angesagt.
Die Lucrezia-Borgia-Story strebt dem Ende entgegen; ab morgen, spätestens übermorgen mache ich mich an die Überarbeitung. Ein paar meiner Mitstreiterinnen bei diesem Anthologieprojekt haben ihre Stories bereits geschrieben, die anderen werden sicher auch nicht mehr lange brauchen. Es ist geplant, dass die Stoffe zumindest bis zur Buchmesse so weit gediehen sind, dass der weltbeste Agent das Projekt teilfertig den Verlagen präsentieren kann.
Nebenher türmt sich hier - buchstäblich - derzeit eine Aufgabe, die jede Menge Einsatz erfordert, aber keine Arbeit im eigentlichen Sinne ist, ganz einfach deshalb nicht, weil es dafür zu viel Spaß macht. Die Rede ist von den vielen Büchern, die in den letzten Monaten und Wochen im Zuge des DeLiA-Romanwettbewerbs bei mir eingegangen sind. Dieses Jahr habe ich wieder die Ehre, Mitglied der vierköpfigen Jury zu sein, die über die Verleihung des Preises für den besten deutschsprachigen Liebesroman entscheidet. Der Stapel wächst und wächst, folglich wird es höchste Zeit, mich reinzulesen. Die nächste Woche wird daher im Dienst der Jury stehen, bevor es mit dem eigenen Roman weitergeht.
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Sonntag, den 26.08.2007
Stechmücken
Die Saison der kleinen Plagegeister scheint auf vollen Touren zu laufen. Aus unerfindlichen Gründen haben sich derzeit ziemlich viele dieser lästigen Summer in den vier Wänden der Autorin versammelt. Tochter Nummer eins hat sich als unerbittliche Jägerin entpuppt, die bei jeder sich bietenden Gelegenheit gnadenlos alle Mücken zur Strecke bringt. Bis auf die, die übrig bleiben und nachts ihr Terrorregime fortsetzen. Am nächsten Tag werden dann die frischen Stiche gezählt. Die Autorin kam heute morgen auf ein knappes Dutzend. Da werden alte Hausmittelchen rausgekramt (Zwiebel und Zitrone lassen grüßen, und war da nicht irgendwo im Keller oder in der Garage noch diese uralte Insektenlampe und das Mückennetz aus den Babyzeiten der Sprösslinge?), und es wird über die mindestens genauso alte Frage sinniert, ob Mücken wirklich am liebsten Leute mit "süßem" Blut stechen. Stand nicht neulich noch irgendwo im Internet zu lesen, dass da tatsächlich was dran ist, weil Mücken auf hohe Cholesterinwerte "fliegen"? Sollten die Mückenstiche etwa ein Warnsignal sein? Eine Art Plädoyer für fettarme Ernährung? Der nächste Hochsommer kommt bestimmt, man sollte das nicht aus dem Auge verlieren :-)
Bis dahin gibt es ja noch das gute alte Autan. Wo hatte ich das nach dem letzten Urlaub noch gleich verstaut?
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Donnerstag, den 23.08.2007
Wechselhaft
Sohn Nummer eins hat den größten Teil der ersten Klausurwoche hinter sich. Heute war er sehr zufrieden, was zugleich auch ganz entschieden die mütterliche Laune hebt :-)
Unterdessen pendelt die Autorin zwischen beruflichen und privaten Verpflichtungen hin und her. Hier ein Stapel Fahnenlesen, da eine Stunde Einkaufen für das morgige Dinner, dort ein Abstecher in die Landesbibliothek, anschließend wieder Fahnenlesen, dann für die Kinder das Mittagessen zubereiten - eins geht ganz zwanglos ins andere über. Mit einem Acht-Stunden-Dauerjob im Büro ist es nicht zu vergleichen, manchmal beneide ich mich selbst um die Möglichkeit der freien Zeiteinteilung. Aber bevor auch andere mich beneiden: Zur freien Zeiteinteilung gehören auch die langen Schreibschichten, in denen der Feierabend mit dem Schlafengehen zusammenfällt. Ist eben alles relativ :-)
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Montag, den 20.08.2007
Besuche
Diese Woche scheint eine gesellige zu werden: heute ein Frühstück mit lieben Nachbarinnen, morgen Besuch des weltbesten Bruders, der überraschend eine Stippvisite angekündigt hat, und kommenden Freitag der schon länger geplante Dinnerabend mit Freundinnen. Das Essen findet diesmal bei mir statt, weil ich mit Kochen dran bin. Ein paar geniale Rezepte sind schon rausgesucht, bleibt jetzt nur zu hoffen, dass sie auch gelingen. Wenn nicht, kann ich mich zum Glück darauf verlassen, dass meine wunderbaren Gäste mir noch keinen meiner kulinarischen Fehlschläge wirklich übelgenommen haben. Bislang sind sie noch jedes Mal wiedergekommen. Daran erkennt man echte Freundschaft :-)
Bis es soweit ist, sollten aber die Druckfahnen der Lagune durchgearbeitet sein. Übers Wochenende habe ich fast die Hälfte geschafft. Die Anzahl der Fehler hält sich sehr in Grenzen, das Lektorat hat hervorragende Arbeit geleistet. Für den zweiten Fahnenlauf ist nicht viel zu ändern.
Nicht zu vergessen: Es müssen weiterhin die Daumen für die Examensklausuren von Sohn Nummer eins gedrückt werden. Nachdem der gestresste cand. iur. meinte, in der heutigen Europarechtsklausur hätte es besser laufen können, wird es morgen im Zivilrecht ganz bestimmt prima klappen. Falls einer der hier Mitlesenden noch ein Daumenpaar frei hat - um neun Uhr früh geht es los.
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Samstag, den 18.08.2007
Fahnenlesen
Ein dickes Paket bringt heute meine Wochenendpläne durcheinander: Die Fahnen von Die Lagune des Löwen sind eingetroffen :-)
Die Freude beim Auspacken war groß, denn es sieht wieder alles ganz wunderbar aus: erstklassiges Druckbild, zauberhafte Vignetten, ein Fahnensatz, wie er schöner nicht sein könnte! Der Andruck ist ein bisschen kürzer ausgefallen als Die Madonna von Murano, weil die Lagune knapp 10 tsd. Wörter weniger umfasst, es sind "nur" 960 Seiten diesmal.
In den Fahnen fehlen noch die Handillustrationen, an denen der Künstler Jan Balaz, der auch die Innenillustrationen für die Madonna angefertigt hatte, derzeit noch arbeitet.
Jetzt heißt es für die nächsten Tage: lesen, lesen, lesen!
Immerhin ist die Gartenarbeit zumindest zum Teil erledigt. Die Rosen sind geschnitten und gedüngt, das Unkraut gejätet. Mehr wäre fürs Erste sowieso nicht möglich gewesen, denn die Biotonne ist randvoll und wird erst nächsten Freitag wieder geleert. Das Ausprobieren der elektrischen Gartenschere, die mir die besten Nachbarn der Welt heute geborgt haben, muss also noch eine Weile warten.
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Mittwoch, den 15.08.2007
Verzug
Die Zeit rast dahin, und ich habe schon wieder fast eine Woche nicht gebloggt, eigentlich untragbar, denn wenn man schon ein Web-Tagebuch für die Leser führt, sollte es auch aktuell sein. Nicht wirklich aktuell ist auch die Sparte "Neuerscheinungen", was mir gestern durch einen Beitrag in einem Leserforum bewusst wurde. Die schon seit Wochen bei Amazon vorbestellbaren und im Februar erscheinenden Pinien im Wind sind noch nicht eingefügt und verlinkt, die Vor-Vorjahres-Titel dafür immer noch drauf. Und die Lesungen müssen auch allmählich aufgelistet werden, allein im September sind es vier an der Zahl. Mal sehen, was diese Woche akutalisierungstechnisch so drin ist. Der arme Webmaster steckt bekanntlich gerade mitten im Ersten Staatsexamen und wird nicht begeistert über Zusatzaufgaben sein.
Unterdessen sollten auch dringend die verblühten Rosen zurückgeschnitten werden, und dem Unkraut (das leider nie zu verblühen scheint) müsste ich auch mal wieder zu Leibe rücken. Das wird auf jeden Fall noch diese Woche passieren.
Mit dem aktuellen Stand zufrieden bin ich aber immerhin bei meiner Kurzgeschichte, die mittlerweile 8 tsd. Wörter umfasst und planmäßige Fortschritte macht.
P.S. Die Lesungstermine sind inzwischen einfügt, der Stand der momentan aktuellen Buchtitel ebenfalls aufgefrischt. Da war Sohn Nummer eins mal wieder von der schnellen Truppe, und das trotz Examensstress und erneuter Ohrenschmerzen. Danke, Max!
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Donnerstag, den 09.08.2007
Fortschritte und Prüfungen
Das ewige Nieselwetter lässt nicht gerade Hochstimmung aufkommen, aber zum Schreiben eignet es sich ganz gut, weil die Versuchung, stattdessen im Garten zu werkeln oder sich einfach nur mal eben so rauszusetzen, bei Regen gar nicht erst aufkommt. Auf diese Weise macht die Kurzgeschichte rund um Lucrezia Borgia Fortschritte, ein gutes Drittel ist mittlerweile im Kasten.
Fortschritte macht auch Sohn Nummer eins, der pausenlos fleißig für sein Examen paukt. Noch in diesem Monat stehen die acht Prüfungsklausuren an. Das wird auch für den Rest der Familie eine aufregende Zeit. Vor allem Mütter haben es bekanntlich so an sich, angespannte Lebenssituationen ihrer Sprösslinge hautnah mitzuempfinden, erst recht, wenn es um Prüfungen geht. Werde also in den beiden bevorstehenden Klausurenwochen immer wieder mal mit Schreiben innehalten und an den armen Examenskandidaten denken und mit ihm hoffen und bangen. Und mich dabei dran erinnern, dass meine Mutter damals während meines Examens genau dasselbe getan hat. Manche Dinge ändern sich nie. Und das ist auch richtig so.
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Montag, den 06.08.2007
Wieder da
Nach einem wunderbar erholsamen Familienwochenende sind alle Ausflügler wieder im Lande, und schon hat der Alltag uns wieder: Ein dringend nötiger Abstecher zu IKEA stand heute an. Sohn Nummer zwei brauchte unbedingt ein neues Regal, und bei der Gelegenheit wurden auch gleich diverse nützliche Kleinigkeiten wie Kissen, Lampen, Kerzen und andere Utensilien angeschafft, die allgemein unter dem treffenden Begriff Stehrümchen zusammengefasst werden können. Anschließend die Töchter zum Freibad und zu Freunden kutschieren, einen Schlenker zur Landesbibliothek unternehmen und zuguterletzt einkaufen, um den leeren Kühlschrank aufzufüllen - schon ist der Tag wieder vorbei. Unterdessen warten noch der Rasen aufs Mähen und die Beete auf Unkrautbefreiung. Zum Glück hat die Woche eben erst angefangen, von daher hat die geplante Kurzgeschichte über Lucrezia Borgia noch gute Aussichten, in den kommenden Tagen ein Stückchen zu wachsen.
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